24RHEIN hat nachgefragt

Frühere Corona-Impfung: Gibt es deswegen jetzt mehr Wahlhelfer in Köln?

+
Wegen der Corona-Pandemie wird es bei der kommenden Bundestagswahl wohl deutlich mehr Briefwahlstimmen geben.
  • schließen

Wahlhelfer gehören inzwischen zur Impfpriorisierungsgruppe 3. Das bedeutet, sie werden früher geimpft. Melden sich nun mehr Freiwillige für die Bundestagswahl?

Köln – Die Bundestagswahl 2021 stellt die Städte und Kommunen vor Herausforderungen. Wegen der Corona-Pandemie rechnet man mit deutlich mehr Briefwahlstimmen, deswegen ist womöglich mehr Personal nötig. Freiwillige könnten mit einem besonderen Service gelockt werden.

Denn seit März listet das Bundesgesundheitsministerium in Gruppe 3 der priorisierten Personen („Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität“) auch Wahlhelfer auf. Bedeutet: In Deutschland und damit auch in NRW werden Wahlhelfer früher gegen Corona geimpft. Aber führt das auch dazu, dass sich jetzt mehr Wahlhelfende melden?

Corona-Impfung: Überblick zu den Prioritäten

  • Gruppe 1 („Schutzimpfungen mit höchster Priorität“): über 80-Jährige, Menschen in Pflegeheimen, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten
  • Gruppe 2 („Schutzimpfungen mit hoher Priorität“): u.a. 70-80-Jährige, Menschen mit Trisomie 21 und/oder Demenz, Transplantationspatienten, Personal in Kitas und Grundschulen
  • Gruppe 3 („Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität“): u.a. 60-70-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei und Feuerwehr, Personal im Lebensmitteleinzelhandel, Wahlhelfer

Köln: Mehr Wahlhelfer für die Bundestagswahl als bei der Kommunalwahl

In Köln ist das Interesse im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 gestiegen, bestätigt Stadtsprecher Robert Baumanns auf 24RHEIN-Anfrage. „Bislang haben sich rund 530 Wahlhelfende gemeldet – ganz überwiegend Bürger*innen, die sich bereits in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten als Wahlhelfende engagiert haben.“ Laut des Stadtsprechers liege das aber nicht an der Möglichkeit, sich in Köln früher gegen Corona impfen lassen zu können:

Bei Bundestagswahlen ist die Bereitschaft, sich als Wahlhelfer*in zu engagieren, immer höher – was auch in der Wahlbeteiligung zum Ausdruck kommt.

Robert Baumanns, Sprecher der Stadt Köln

Keine zusätzlichen Impftermine für Wahlhelfer in Köln

Zusätzliche Termine für Wahlhelfende gebe es nicht, betont der Sprecher. „Wahlhelfende würden so geimpft, dass sie zum Wahltermin vollständig geimpft sind. Da die Wahl erst im September stattfindet und laut Bundesregierung bis August jeder Bürger ein Impfangebot bekommen soll, wird diese Priorisierung möglicherweise gar nicht nötig sein.“

Die Stadt Köln will personell aufrüsten, um den Anforderungen bei der kommenden Bundestagswahl gerecht zu werden. Statt wie 2017 mit knapp 7000 Freiwilligen plane man dieses Jahr mit rund 10.000 Wahlhelfer*innen, ließ man auf 24RHEIN-Anfrage wissen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion