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Hoffnungsschimmer für Köln: Was passieren könnte, wenn die Inzidenz weiter sinkt

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Von: Johanna Werning

Viele Personen genießen das gute Wetter im Kölner Grüngürtel.
Shoppen, Schlemmen und soziale Kontakte könnten bald schon wieder möglich sein. (Symbolbild) © Ying Tang/Imago

Shoppen ohne Termin, Sport mit Freunden oder Konzertbesuche in Köln: All das könnte schon bald möglich sein. Der Überblick gibt an, welche Lockerungen infrage kommen.

Köln – Der Hoffnungsschimmer bei den Kölnerinnen und Kölner wächst: Schon bald könnten Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und andere Maßnahmen in Köln der Vergangenheit angehören. Erneut liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Domstadt unter dem Schwellenwert 100. Am 20. Mai liegt der Inzidenzwert bei 94,2 (Quelle: Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen). Wenn der Wert stabil bleibt, könnte schon bald Lockerungen in vielen Bereichen stattfinden. Denn der 100er-Schwellenwert entscheidet laut Bundesnotbremse über viele Corona-Regeln.

Corona in Köln: Die stabile Inzidenz – was ist das?

Für die Kölnerinnen und Kölner könnte das bedeuten, dass es schon am Freitag, 28. Mai, größtenteils wieder ein normales Leben möglich wäre. Denn ab einer stabilen Inzidenz unter 100 dürfen sich Kölnerinnen und Kölner laut Bundesnotbremse über das Ende von vielen Corona-Maßnahmen freuen. Zum Beispiel sei laut Coronaschutzverordnung vom 15. Mai eine Ausgangssperre nicht mehr nötig – auch das Konzertverbot könnte gelockert werden. Der Krisenstab der Stadt Köln entscheidet letztlich, inwiefern die festgelegten Corona-Regelungen in Köln umgesetzt werden.

Stabile Inzidenz unter 100 – in diesen Bereichen in Köln könnten Lockerungen kommen

Die Lockerungen finden dabei in zwei Phasen statt. Die erste Phase greift, wenn der stabile Inzidenzwert zwischen 50 und 100 liegt. Eine zweite Lockerungsphase greift ab einer stabilen Inzidenz unter 50. „Vor allem in der ersten Stufe sind die Öffnungsschritte weiterhin an negative Testergebnisse geknüpft, um für weitere Sicherheit zu sorgen und durch ein größeres Testgeschehen Infektionsketten schnell und gezielt unterbrechen zu können“, so das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, kurz MAGS. Vollständig Geimpfte und Genesene benötigen dabei häufig kein negatives Testergebnis mehr.

In folgenden Bereichen finden in der ersten Phase Lockerungen statt:

Corona in Köln: Ausgangsbeschränkung könnte weg fallen

Nächtliche Ausgangssperrungen seien bei einer stabilen Inzidenz unter 100 nicht mehr nötig, so das MAGS. Die erst kürzlich geänderte Ausgangsbeschränkung in Köln könnte somit schon bald der Vergangenheit angehören. Neben vollständig Geimpften und Genesenen könnten dann auch alle anderen Kölner Nachteulen die Straßen unsicher machen.

Corona in Köln: Kontaktbeschränkungen könnten gelockert werden

Die Kontaktbeschränkungen können ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gelockert werden. Während bei einer Inzidenz über 100 sowohl draußen als auch drinnen sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen darf, ist das bei einer der Unterschreitung des Schwellenwertes anders. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 dürfen sich zusätzlich bis zu fünf Personen treffen. Solange sie aus maximal zwei verschiedenen Haushalten kommen.

Hinweis: Kinder bis einschließlich 14 Jahren, vollständig Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.

Corona in Köln: Konzerte unter freiem Himmel könnten möglich sein

Auch im Bereich Kultur gibt es laut MAGS bei einem stabilen Inzidenzwert von unter 100 Lockerungen. So dürfen sich Kölnerinnen und Kölner auf Konzerte unter freiem Himmel freuen. Dabei dürfen maximal 500 Personen bei der Veranstaltung teilnehmen, die sich an einem Sitzplan halten müssen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen zusätzlich ein negatives Testergebnis vorlegen – vollständig Geimpfte und Genesene einen Nachweis zur Impfung beziehungsweise zur Genesung.

Zusätzlich ist auch der Besuch von „Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten“ und den Tierhäusern des Kölner Zoos wieder möglich, so das NRW-Ministerium weiter. Aktuell darf hier nur der Außenbereich besucht werden.

Vorab müsse jedoch ein Termin gebucht und ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Für Geimpfte und Genesene gilt auch hier der Nachweis zur Impfung beziehungsweise zur Genesung. Zulässig ist in geschlossenen Räumen maximal eine Besucherin oder ein Besucher pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Corona in Köln: Gemeinsamer Sport wieder möglich

Auch die sportlichen Kölnerinnen und Kölner könnten bei einer stabilen Inzidenz unter 100 wieder aufatmen und im Stadtpark oder um den Decksteiner Weiher flitzen. „Ausübung von kontaktfreiem Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Personen“ sei dann möglich, so das MAGS.

Kontaktsport unter freiem Himmel sei möglich für Gruppen von maximal fünf Personen aus insgesamt zwei Haushalten. Kindersportgruppen bis einschließlich 14 Jahren dürften unter freiem Himmel mit bis zu 20 Teilnehmern Kontaktsport in Köln treiben.

Corona in Köln: Minigolf, Kletterpark und Hochseilgärten geöffnet

Auch Hobbys dürfen bei einer stabilen Inzidenz von unter 100 wieder ausgeübt werden. So teilt das MAGS mit, dass auch kleinere Außeneinrichtungen wieder öffnen dürfen. Darunter zum Beispiel Minigolf, Kletterpark oder Hochseilgärten. Auch Freibäder dürfen wieder öffnen – jedoch nur zur „Sportausübung“. Das Sonnen auf der Liegewiese ist also auch weiterhin nicht erlaubt.

Zur Sicherheit sind jedoch auch hier Begrenzungen der Besucheranzahl und negative Testergebnisse beziehungsweise der Nachweis zur vollständigen Impfung oder der Genesung.

Corona in Köln: Einkaufen ohne Termin möglich

Während aktuell nur Click & Meet in Köln möglich ist. Steht einer ausgiebigen Shoppingtour in der Schildergasse oder der Ehrenstraße bei einer stabilen Inzidenz unter 100 nichts mehr im Wege. Denn eine Terminbuchung in den Läden sei dann nicht mehr nötig.

Damit der Einkauf dennoch sicher ist, wird auch hier die Kundenbegrenzung reduziert. Pro 20 Quadratmeter darf jeweils eine Kundin oder ein Kunde einkaufen.

Hinweis: Auch hier gilt als Voraussetzung ein negatives Testergebnis, ein Nachweis zur vollständigen Impfung oder ein Nachweis zur Genesung.

Corona in Köln: Außengastro geöffnet

Seit Wochen blickt die Gastronomie-Branche in Köln ganz genau auf die Inzidenz. Denn bei einem stabilen Wert von unter 100 dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen wieder öffnen – zumindest teilweise. Erlaubt ist dann der Betrieb der Außengastronomie, wie der Überblick zur Gastro-Regelung in Köln zeigt. Gäste und Bedienung müssen jedoch als vollständig geimpft oder genesen gelten. Andernfalls muss ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Corona in Köln: Tourismus wieder erlaubt

Auch Touristinnen und Touristen sind bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 herzlich willkommen. So sind „Übernachtungsangebote in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen mit negativem Testergebnis zulässig“, teilt das MAGs mit. Hotels dürfen ebenfalls wieder für privat Reisende öffnen. Die Kapazitätsgrenze liegt dabei bei 60 Prozent. Gäste müssen auch hier ein negatives Testergebnis vorlegen.

Hinweis: Statt eines negativen Testergebnis ist auch ein Nachweis zur vollständigen Corona-Impfung oder der Genesung möglich.

Köln: Inzidenz auch nach möglicher Lockerungen wichtig

Mit all diesen Lockerungen wäre ein großer Schritt in Richtung normales Leben in Köln wieder möglich. Auch nach der Öffnung wird der Krisenstab der Stadt Köln die Inzidenz im Blick behalten. Denn die Lockerungen können laut Bundesnotbremse bei zu hohen Corona-Fallzahlen zurückgenommen werden.(jw)

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