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Corona-Mutationen in Köln: Besonders britische Variante verbreitet

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Von: Johanna Werning

Ein Mitarbeiter der Stadt Köln nimmt im neuen Corona-Testzentrum am Hauptbahnhof bei einer Frau einen Abstrich.
Jeder positive PCR-Test wird auf Mutationen untersucht (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

In Köln wurden verschiedene Mutationen des Coronavirus bereits nachgewiesen: Alpha-, Beta-, Delta- und Gamma-Variante. Wie zeigen sich die unterschiedlichen Formen?

Köln – Die Coronazahlen in Köln steigen. Aktuell liegt der Wert bei 39,8 (Stand: 3. August). Mittlerweile macht nicht nur die ursprüngliche Variante der Stadt zu schaffen, es gibt auch Mutationen, die sich in Köln ausbreiten. Grundsätzlich sind im Kölner Stadtgebiet fünf verschiedene Mutationen nachgewiesen. Das liegt vor allem daran, dass das Kölner Gesundheitsamt seit Januar 2021 alle positiven PCR-Tests auf die verschiedenen Corona-Varianten untersucht, so die Stadt.

Corona-VarianteBestätigte Fälle (Stand: 30. Juli)
Alpha-Variante12.563
Beta-Variante379
Mutierte Beta-Variante76
Delta-Variante681
Gamma-Variante15

Corona in Köln: 12.563 Corona-Erkrankungen mit Alpha-Variante

Dass es bei Viruserkrankungen auch zu Mutationen kommt, ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Auch beim Coronavirus wurden nachweislich bereits unzählige Virusvarianten weltweit nachgewiesen (Quelle: Robert-Koch-Institut). Dabei setzen sich die einzelnen Mutationen unterschiedlich stark durch. In Köln haben sich die Menschen vor allem mit der Alpha-Variante angesteckt.

12.563 Personen erkrankten nachweislich an dieser Variante. Laut Robert-Koch-Institut gilt diese Variante als „besorgniserregende Variante“, da sie als besonders ansteckend gilt. Zuerst wurde die Mutation im September 2020 in Großbritannien nachgewiesen und daher auch als „britische Variante“ bezeichnet.

Corona in Köln: 379 Corona-Erkrankungen mit Beta-Variante

Auch die Beta-Variante wird laut Robert-Koch-Institut als „besorgniserregende Variante“ eingestuft. Dennoch spielt die Variante in Köln nur einen geringen Anteil. Im Mai 2020 wurde die Mutation zum ersten Mal in Südafrika nachgewiesen. Lange Zeit war die Variante auch als „südafrikanische Variante“ bekannt. Aktuell gehen Forscher davon aus, dass Geimpfte und Genesene nur teilweise vor der Mutation geschützt sind, weil die Antikörper lediglich „reduziert wirksam“ sind, heißt es weiter. Insgesamt haben sich in Köln bereits 379 Menschen mit der Beta-Variante angesteckt. 76 weitere Personen haben sich mit einer Mutation der Beta-Variante angesteckt.

Corona in Köln: 15 Corona-Erkrankungen mit Gamma-Variante

Auch die in Köln nachgewiesene Gamma-Variante gilt laut Robert-Koch-Institut als „Besorgniserregende Variante“. Während in der Domstadt bisher 15 Personen daran erkrankten, gilt die Mutation in Brasilien als vorherrschend. Im November 2020 tauchte die Variante im Amazonas zum ersten Mal auf. Daher wurde sie zunächst „brasilianische Variante“ genannt.

Corona in Köln: 681 Corona-Erkrankungen mit Delta-Variante

In Köln wurden bereits 681 Fälle der Delta-Variante nachgewiesen. Anfang Juli waren es lediglich 65 Fälle. Innerhalb weniger Monate hat sich die Mutation auf der ganzen Welt verbreitet. Zuerst wurde sie in Indien im Oktober 2020 nachgewiesen. Bekannt war die Mutation lange Zeit als „indische Variante“. Man geht davon aus, dass die Delta-Variante in Deutschland die vorherrschende Mutation wird.

Die Delta-Variante gilt als „besorgniserregende Variante“. Denn es gibt nicht nur „deutliche Hinweise auf eine überhöhte Übertragbarkeit“, die Angesteckten leiden unter besonders starken Symptomen. Das Robert-Koch-Institut beobachtete bei der Delta-Variante bereits eine „höhere Rate“ an Krankenhausaufenthalten, medizinische Behandlungen auf der Intensivstation und höhere Todesfallraten.

„Nach Verabreichung von zwei Impfdosen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand für die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe eine gute Schutzwirkung gegen symptomatische Infektion, insbesondere gegen schwere Verläufe“, heißt es weiter. Bei einer vollständigen Impfung liegt die Schutzwirkung von Moderna und Biontech bei 88 Prozent. Bei der Alpha-Variante liegt die Schutzwirkung bei 94 Prozent. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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