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Köln: Von knapp 800 auf 0 – was Chorweiler zum Inzidenz-Vorbild gemacht hat

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Von: Johanna Werning

Ein Mann im Schutzanzug steht vor einem Zelt. Im Hintergrund sind Hochhäuser zu sehen.
In Chorweiler und Meschenich liegt die Inzidenz bei 0 (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

In Köln liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 39,8, dabei schwanken die Werte in den Stadtteilen teils massiv. Chorweiler und Meschenich liegen bei 0 – woran liegt das?

Köln – Wer an die Chorweiler oder Meschenich denkt, verknüpft beide Stadtteile vielleicht schnell mit Negativschlagzeilen. Gerade der Hochhauskomplex Kölnberg in Meschenich sorgte zuletzt mit einer Rattenplage für Aufsehen. Doch jetzt gelten Chorweiler und Meschenich als Ideal der Corona-Politik in Köln. Während im gesamten Stadtgebiet von Köln die Inzidenz bei 39,8 liegt (Stand: 3. August), haben die beiden Stadtteile eine Inzidenz von 0.

Corona in Köln: Chorweiler und Meschenich – Inzidenz bei 0

Noch vor wenigen Monaten sah das jedoch ganz anders aus: Am 26. April lag die Inzidenz im nördlichen in Köln gelegenen Chorweiler noch bei knapp 800 (Quelle: Stadt Köln). Mit 799,96 war der Wert hier um einiges höher als im restlichen Stadtgebiet. Auch in Meschenich war die Inzidenz Ende April erschreckend. Der höchste Wert lag bei 436,2.

Nun sieht die Corona-Lage in Köln anders aus. Während Vorzeigestadtteile wie das Veedel Hahnwald eine Inzidenz von 96,8 haben, liegen die Inzidenzen der Stadtteile, die auch als soziale Brennpunkten bezeichnet werden, deutlich niedriger. Chorweiler und Meschenich machen es vor. Doch woran liegt das?

Corona in Köln: In diesen Stadtteilen liegt die Inzidenz bei 0

Köln: Ärmere Stadtteile haben niedrige Inzidenz – Folge der Schwerpunktimpfung

Insgesamt haben in Köln 15 Stadtteile eine Inzidenz von 0 (Stand: 28. Juli). Darunter fallen viele Stadtteile, die als „vulnerabel“ gelten. Dafür gibt es laut Stadt Köln gleich mehrere Faktoren. Daran trägt die höhere Durchimpfungsrate bei, so die Stadt auf Nachfrage von 24RHEIN. Vor allem die Schwerpunktimpfungen in den vulnerablen Stadtteilen hätten dabei geholfen.

Gerade in Meschenich und Chorweiler setzte die Stadt mit einem großen Impfangebot vor Ort ein Zeichen. Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich ohne Termin oder aufwändige Bürokratie direkt in den Stadtteilen impfen lassen, um sich vor dem Coronavirus zu schützen.

Köln: Arme Stadtteile haben niedrige Inzidenz – hängt mit „unterschiedlichen Reiseverhalten zusammen“

Ein weiterer Faktor, der dafür sorgt, dass die Inzidenz in ärmeren Stadtteilen niedriger ist, hängt mit „dem unterschiedlichen Reiseverhalten zusammen“, so die Stadt Köln weiter. Wer weniger reist oder sich Urlaube nicht leisten kann, steckt sich auch unwahrscheinlicher mit dem Coronavirus an. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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