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Corona in Köln: Inzidenz steigt – „Welle wird nicht alleine enden“

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Von: Johanna Werning

Die Corona-Inzidenz in Köln Regionen steigt. Gesundheitsminister Lauterbach fordert darum eine Maskenpflicht in Innenräumen. Drohen neue Corona-Regeln?

Köln – Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu: Die Temperaturen sinken, draußen wird es ungemütlich, der Herbst kommt – und die Inzidenz? Steigt. Im März wurden die bundesweiten Corona-Regeln weitestgehend aufgehoben. Nur noch die Maskenpflicht in Bus und Bahn erinnerte zuletzt an die Pandemie. Doch nun steigen die Corona-Infektionen wieder. In Deutschland, in NRW und auch in Köln. Aber was bedeutet das für die Domstadt? Drohen neue Corona-Maßnahmen?

Corona in Köln: Lauterbach fordert Maskenpflicht – aber das ist Ländersache

Blick auf den Kölner Dom mit Altstadt, Hohenzollernbrücke und Rhein.
Die Inzidenz in Köln ist gestiegen, aber was bedeutet das für die Corona-Regeln? © Vitalii Kliuiev/Imago

Ja, zumindest wenn es nach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht. Dabei geht es jedoch nicht um Kontaktbeschränkungen oder Lockdowns, sondern um eine Maskenpflicht in Innenräumen. „Die Welle, die sich aufbaut, die wird ja nicht alleine enden. Da muss man reagieren“, begründet der Politiker in der ARD-Sendung Morgenmagazin. Allerdings müsse die Vorgabe von den Ländern kommen.  

NRW will die Schutzmaßnahmen aktuell jedoch (noch) nicht verschärfen. Aus Sicht des Landesgesundheitsministeriums sei „die aktuelle Lage zwar angespannt, aber beherrschbar“, teilte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. „Vor dem Hintergrund sieht das Ministerium aktuell noch keine Notwendigkeit für zusätzliche Schutzmaßnahmen.“

Corona in Köln: Inzidenz steigt – Lage in Krankenhäusern verschärft sich

DatumInzidenz
Donnerstag, 13. Oktober 2022585,3
Samstag, 1. Oktober 2022407,5

Strenge Corona-Regeln in Köln wie im Winter 2021 oder im Frühjahr 2020 drohen aktuell somit nicht. Klar ist allerdings: Die Inzidenz steigt. Aktuell liegt der Wert bei 585,3 (Stand: 13. Oktober, Quelle: RKI). Noch vor rund zwei Wochen lag die Inzidenz bei 407,5 (1. Oktober).

Und auch die Lage in den Krankenhäusern hat sich verschärft. Rund zehn Prozent der Patienten auf Kölner Intensivstationen müssen aufgrund des Coronavirus behandelt werden (Stand: 13. Oktober, Quelle: DIVI-Intensivregister). Insgesamt sind das 28 Personen. Davon müssen sogar acht Personen künstlich beatmet werden. Aktuell sind nur noch 16 der 269 Betten frei. Das entspricht gerade einmal 5,95 Prozent.

Corona in Köln: Inzidenz steigt – und das schon vor Karneval

Wie sich die Kölner Corona-Lage in den nächsten Tagen und Wochen verändert, bleibt abzuwarten. Inwiefern die weitere Entwicklung dann auch noch Auswirkungen auf die künftige Corona-Schutzverordnung habe, sei laut Gesundheitsministerium aktuell noch nicht abschätzbar. „Das Infektionsgeschehen wird allerdings sehr genau beobachtet“, versicherte die Sprecherin weiter.

Vor allem der Kölner Karneval könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Immerhin werden am 11.11. zur Sessionseröffnung Zehntausende Menschen auf engen Raum erwartet. Das Oktoberfest in München zeigt mit der „Wiesn-Welle“ aktuell, was in wenigen Wochen auch in Köln drohen könnte. Wie Merkur.de berichtet, ist die Inzidenz dort schon jetzt enorm angestiegen. (jw mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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