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Coronavirus in Köln: Kostenlose Tests in Kitas und Schulen – von neuem Angebot können Beschäftigte nun profitieren

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Von: Nina Büchs

„Alles soll wieder normal sein“ steht als Wunsch auf einem Blatt, das die 6-jährige Mayla zusammen mit Personal aus ihrer Kita und anderen Kindern an das Gitter des Gerechtigkeitsbrunnens vor dem Frankfurter Römer aufgehängt hat.
Das alles wieder normal sein soll, wünschen sich auch die Kindergartenkinder (Symbolbild). © Frank Rumpenhorst/dpa

Kitas und Schulen haben auch im Lockdown weiterhin geöffnet. Um weitere Corona-Fälle zu verhindern, bietet die Stadt nun kostenlose Rachenspültests an.

Köln – Der Coronavirus ist auch für Erzieher, Lehrer, Eltern und Kinder längst zu einer Zerreißprobe geworden. Wegen steigender Infektionszahlen findet ein Präsenzunterricht voraussichtlich erst wieder ab Mitte Februar statt. Eine Notbetreuung, für Kinder der Klassen 1 bis 6 sowie für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, wurde eingerichtet. Um die Infektionszahlen in Schulen und Kindertagesstätten so gering wie möglich zu halten, werden dort nun Rachenspültests angeboten.

Coronavirus in Köln: Das gilt nun für Kitabeschäftigte, Tagespflegepersonen und Lehrer

Das Land NRW räumt allen Beschäftigten in Kitabetrieben, der Tagespflege und in Schulen die Möglichkeit ein, sich bis Ende März sechsmal kostenlos bei ihren Hausärzten testen zu lassen. Doch damit nicht genug: Um den Mitarbeitern noch ein bisschen mehr Sicherheit zu bieten, hat die Stadt Köln nun veranlasst für rund 10.000 Kitabeschäftigte Rachenspültests vor Ort anzubieten. Das neue Testangebot steht in einer Pilotphase auch den rund 2.800 Personen zur Verfügung, die derzeit die Notbetreuung in den Schulen übernehmen. Auch die Tagespflegepersonen werden in das Programm aufgenommen. 

Coronatest: Rachenspültest statt Termin beim zum Hausarzt oder Testzentrum

Alle 14 Tage können die Beschäftigten sich nun kostenlos einem Rachenspültest unterziehen, der anschließend von einem Kölner Labor ausgewertet wird. So entfällt der Termin beim Hausarzt oder der Gang zum Testzentrum. Zudem ist das Gurgeln mit einer Flüssigkeit angenehmer als normale Tests mit Abstrichen in Rachen und Nasen. Als PCR-Test ist er jedoch verlässlicher als der Antigentest. Die Stadt hofft, dass die Rachenspültests von den Mitarbeitern gut angenommen werden.

So läuft der „Rachenspültest“ ab:

Ein bis zwei Stunden vor der Rachenspülprobe sollte nichts gegessen oder getrunken werden. Auch auf das Zähneputzen sollte in diesem Zeitraum verzichtet werden. Mit der speziellen Kochsalzlösung muss dann im gesamten Rachenraum mindestens 20 - 30 Sekunden kräftig gegurgelt werden. Die Viren und menschlichen Zellen, die mit dem Virus infiziert sind, trennen sich dabei von der Rachenwand und werden gemeinsam mit der Flüssigkeit anschließend in ein Röhrchen gespuckt. Die Auswertung der Probe erfolgt dann mit einem üblichen PCR-Test im Labor.

Coronavirus in Köln: Oberbürgermeisterin Reker appelliert: „Lassen Sie sich testen“

In einem Schreiben an alle Beschäftigten der 700 Kölner Kitas und an die rund 1.000 Tagespflegepersonen bedankt sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker und appelliert: „Ich bitte alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen: Lassen Sie sich testen.“

Coronavirus: Rachenspültest an Kitas und Schulen in Köln – Auch Kinder sollen getestet werden

In einem weiteren Schritt sollen dann auch bald die Kinder und Jugendlichen mit dem Gurgelverfahren getestet werden. Denn auch bei der jungen Zielgruppe muss schnell gehandelt werden: So könnte insbesondere die neue Corona-Mutation aus Großbritannien bei ihnen schon bald vermehrt auftreten, sollte sie sich in Köln weiter verbreiten. In der letzten Pressekonferenz des Krisenstabs gab die Stadt bekannt, dass bislang in Köln schon bei 14 Tests Corona-Mutationen nachgewiesen wurden. In einer Pressemitteilung kündigte die Stadt nun an, dass die Rachenspülprobe dann auch bei den ganz Kleinen durchgeführt werden soll, indem sie auf einem Tupferstäbchen kauen, anstatt zu gurgeln. (nb) 

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