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Priorisierung bei Astrazeneca aufgehoben: Kann sich jetzt jeder in Köln impfen lassen?

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Von: Johanna Werning

Mehrere hundert Menschen stehen vor dem Impfzentrum und wollen sich bei einer Sonderimpfaktion ohne Priorität mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegen Corona impfen lassen.
Ab sofort können in Köln alle Erwachsenen sich mit Astrazeneca impfen lassen (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

In Köln und bundesweit ist eine Impfung mit Astrazeneca auch ohne Impfberechtigung möglich. Dabei soll vor allem in Arztpraxen geimpft werden.

Köln – In Köln kann sich jetzt jeder Erwachsene mit Astrazeneca impfen lassen. Die Priorisierung der Corona-Schutzimpfung wurde von den Gesundheitsministern von Bund und Ländern am 6. Mai aufgehoben. Doch was bedeutet das für die Kölnerinnen und Kölner?

Köln: Astrazeneca freigegeben – Corona-Schutzimpfung ohne Impfberechtigung

Mit dem Entschluss zur Freigabe von Astrazeneca, ist es Personen in Köln und bundesweit möglich, sich auch ohne derzeitige Impfberechtigung mit einer Impfung vor dem Coronavirus zu schützen.

Die Verimpfung von Astrazeneca soll in Köln laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein größtenteils von hausärztlichen und fachärztlichen Praxen durchgeführt werden. „Da das NRW-Gesundheitsministerium aktuell keine flächendeckenden Astrazeneca-Impfungen in den Impfzentren vorsieht“, so die KV Nordrhein auf Anfrage von 24RHEIN.

Kölnerinnen und Kölner, die das Angebot der Astrazeneca-Impfung nutzen möchten, können in den kommenden Tagen selbstständig bei Arztpraxen einen Termin anfragen. Voraussetzung für eine Impfung „ist allerdings, dass die Arztpraxen ausreichend Astrazeneca über die Apotheken bestellen können bzw. bestellt haben“, so die KV Nordrhein weiter.

Corona in Köln: Impfling wird individuell über Risiko aufgeklärt

Wie viel Impfstoff aktuell im Kölner Raum zur Verfügung steht, kann nicht genau gesagt werden. Zuletzt haben die Praxen „über ihre Apotheken bis zu 50 Dosen Astrazeneca je Arzt in der Woche erhalten“, so die KV Nordrhein weiter. Die Bestellungen sollen in Zukunft jedoch nicht mehr beschränkt werden. Bereits ab kommender Woche gibt es dann keine Bestell-Obergrenzen mehr, sodass den Praxen mehr Dosen zur Verfügung stehen.

Damit die Kölnerinnen und Kölner mit Astrazeneca geimpft werden dürfen, wird der Impfling zunächst „über das individuelle Risiko aufgeklärt“, heißt es weiter. Erst nach der ausdrücklichen Zustimmung wird der Impf-Interessierte dann in der Praxis geimpft.

Doch nicht nur die Ent-Priorisierung hat sich durch den gestrigen Beschluss geändert. Der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung bei Astrazeneca ist nun deutlich flexibler. Während in der Vergangenheit eine Frist von zwölf Wochen eingehalten werden musste, können Ärztinnen und Ärzte den Abstand nun verkürzen. „Dies gibt den Ärzten und Impflingen mehr individuellen Spielraum“, so die KV Nordrhein weiter. (jw)

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