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Corona in Köln: Inzidenz steigt – drohen weitere Verschärfungen?

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Von: Johanna Werning

Zwei Einsatzkräfte der Polizei stehen an der Freitreppe auf dem Rheinboulevard am Rhein und kontrollieren, ob Abstände eingehalten werde.
Die Inzidenz in Köln steigt weiter, weitere Verschärfungen sind möglich (Archivbild) © David Young/dpa

Die Inzidenz in Köln ist in kurzer Zeit auf 55,5 angestiegen. Weitere städtische Verschärfungen gab es schon in der Vergangenheit. Geht die Stadt wieder einen Sonderweg?

Köln – Die Inzidenz in Köln steigt und das offenbar immer schneller. Aktuell liegt der Wert bei 55,5 (Stand 13. August; Quelle: RKI). Noch vor zwei Wochen lag die Inzidenz in Köln bei 35,8. Doch seit dem 30. Juli hat sich in der Domstadt einiges getan: Immerhin gilt aktuell die Stufe 2 der Corona-Schutzverordnung – inklusive Verschärfungen. Besuche in Freibädern, der Innengastronomie oder Fitnessstudios sind nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich. Plant die Stadt aufgrund der steigenden Inzidenz-Zahlen noch weitere Corona-Regeln in Köln?

Corona in Köln: Inzidenz über 50 – weitere Verschärfungen möglich

Zwar werden die Corona-Regeln vom Land NRW in der Corona-Schutzverordnung festgelegt, jedoch können Städte und Kommunen in Ausnahmefällen ebenfalls bestimmte Verschärfungen festlegen. „Im Fall von erheblichen lokalen Infektionsgeschehen prüfen die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte gemeinsam mit dem Ministerium die Erforderlichkeit von gesonderten Regelungen.“

Steigen die Coronazahlen überdurchschnittlich in einzelnen Städten und Kreisen an, können somit Verschärfungen eingeführt werden. Zwar muss das Ministerium dabei zustimmen, die Handhabe liegt dann jedoch bei den einzelnen Kommunen. Somit könnten in Köln tatsächlich weitere Verschärfungen folgen – zumindest theoretisch. Immerhin ist die Inzidenz in Köln seit Dienstag, 10. August, um fast zehn gestiegen.

Coronavirus: Inzidenz über 50 – derzeit kein Sonderweg für Köln

Aktuell hat die Stadt Köln das jedoch offenbar nicht vor. „Bis das Land NRW eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, gelten die Regelungen der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung. Diese Verordnung ist die Rechtsgrundlage, auf dessen Basis die Stadt Köln agiert“, so ein Pressesprecher auf Nachfrage von 24RHEIN.

Köln: Inzidenz über 50 – Krisenstab überwacht Corona-Lage weiterhin

In der Vergangenheit sah das anders aus: Bis Mitte Mai galten in Köln zusätzliche Verschärfungen. Die Allgemeinverfügung der Stadt hat zum Beispiel vorgesehen, dass die Ausgangssperre bereits ab 21 Uhr gilt. Das Land hat lediglich eine Ausgangssperre ab 22 Uhr vorgesehen. Erst am 17. Mai entschied der Krisenstab, dass die zusätzlichen Corona-Regeln nicht mehr nötig sind.

Auch wenn es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger um den Krisenstab in Köln wurde, hat er die Corona-Lage immer noch genau im Blick, wie die Stadt versichert. „Der Krisenstab der Stadt Köln tagt weiterhin turnusmäßig wöchentlich.“ Dabei werde geschaut wie sich die Pandemie in Köln verhält. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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