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Köln: Corona-Inzidenz sinkt – kein Stadtteil mehr über 1000

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Von: Mick Oberbusch

Blumenberg löst Fühlingen als Corona-Inzidenz-Spitzenreiter in Köln ab. Allgemein sinkt die Inzidenz im gesamten Stadtgebiet jedoch.

Köln – Wie sieht es aktuell in Köln in Bezug auf die Corona-Lage aus? Die Antwort: Die Inzidenz sinkt. Laut RKI liegt sie am Mittwoch, 27. Juli, bei 474,9. Doch in den einzelnen Stadtteilen sieht es häufig anders aus. Hier schwankt die Inzidenz aktuell zwischen 97 und 925,2. Das teilt die Stadt Köln auf der Corona-Stadtteilkarte mit.

Corona-Inzidenz in Köln: Blumenberg „Spitzenreiter“, kaum Fälle in Rodenkirchen

Einen Stadtteil mit einem Inzidenzwert über 1000 gibt es somit aktuell nicht mehr. „Spitzenreiter ist Blumenberg mit einer Inzidenz von 925,2, der niedrigste Wert kommt aus Köln-Immendorf und liegt bei gerade einmal 97. In keinem anderen Kölner Veedel ist die Coronavirus-Inzidenz so niedrig.

Viele Stadtteile liegen bei einer Inzidenz zwischen 500 und 600, beispielsweise auch Rath/Heumar (535,0), Riehl (524,0), Altstadt Süd (500,3) oder Zollstock (595,5). Auch oberhalb der 600er-Grenze gibt es einige Stadtteile. Bei der Betrachtung der Inzidenzwerte sollte man ob der tatsächlichen Ergebnisse aber dennoch Vorsicht walten lassen.

StadtteilInzidenz am 20. Juli
Immendorf (2.062 Einwohner)97
Rodenkirchen (17.310 Einwohner)381,3
Mülheim (42.634 Einwohner)398,7
Lindenthal (30.692 Einwohner)407,3
Neustadt-Nord (28.632 Einwohner)450,5
Kalk (24.128 Einwohner)464,2
Ehrenfeld (38.406 Einwohner)497,3
Nippes (36.725 Einwohner)514,6
Zollstock (23.340 Einwohner)595,5
Porz (15.023 Einwohner)632,4
Fühlingen (2.093 Einwohner)682,0
Blumenberg (5.296 Einwohner)925,2

Corona in Köln: Wie aussagekräftig ist der Inzidenzwert?

Das Problem nämlich: Bei der offiziellen Inzidenz fließen nur die Corona-Fälle in Köln ein, die mit einem positiven PCR-Test festgestellt worden sind. Personen, die mit einem Selbsttest positiv getestet worden sind, tauchen nicht im offiziellen Inzidenzwert auf. Außerdem: Nicht alle Corona-Infektionen werden auch bemerkt. Teilweise erkranken Personen an dem Virus – ohne typische Symptome.

Darum: „Das Gesundheitsamt geht von mehr Infizierten aus, die sich aber entweder gar nicht testen lassen oder nur einen Antigen-Schnelltest machen“, teilt die Stadt Köln darum zuletzt mit.

Ein weiterer Faktor, der für eine niedrigere Inzidenz in Köln sorgt: Die Testbereitschaft der Kölnerinnen und Kölner ist stark gesunken, seitdem die Corona-Tests nicht mehr kostenlos sind. „Stadtweit wurden im Juni zwischen 20.000 und 30.000 Tests am Tag durchgeführt, seit dem 1. Juli täglich ca. 10.000 bis 15.000 Tests stadtweit“, erklärte die Stadt Köln zuletzt. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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