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Corona Köln: Erste Kneipen ziehen Konsequenzen – Schließung und verschärfte Corona-Regeln

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Von: Johanna Werning

Ein Schild vor einem Lokal weist auf die ab Samstag geltende 2Gplus-Regelung im Innenraum hin.
In Köln setzen mehrere Gastro-Betriebe auf verschärfte Corona-Regeln. (Symbolbild) © Thomas Frey/dpa

Aufgrund der steigenden Corona-Fälle ziehen die ersten Kneipen und Bars in Köln Konsequenzen. Zwei Gastro-Betriebe schließen – obwohl es offiziell keinen Lockdown gibt.

Köln – Für die Kneipen, Bars und Restaurants waren die vergangenen zwei Jahre alles andere als leicht – auch in Köln. Aufgrund des Coronavirus mussten die Gastro-Betriebe immer wieder schließen oder besondere Corona-Regeln umsetzen. Und auch zum Jahresende ziehen die ersten Kölner Gaststätten Konsequenzen und schließen zeitweise ihren Betrieb – unabhängig von Lockdown und Kölner Corona-Regeln. „Der momentane Zustand ist untragbar“, erklärt Daniel Rabe, Gastrobetreiber in Köln.

Corona in Köln: „Bagatelle Bar“ und „Gasthaus zur Eule“ machen zu

Das geschlossene Restaurant „Gasthaus zur Eule“ (links). Rechts ein Zettel, der auf die Schließung hinweist.
Aufgrund der hohen Inzidenz schließt das Restaurant „Gasthaus zur Eule“ © 24RHEIN

Rabe betreibt mehrere Gastro-Betriebe in Köln, darunter die beliebte „Bagatelle Bar“ in der Südstadt. Doch aufgrund der derzeitigen Situation bleibt die Bar geschlossen. „Wir schließen die Bar ab heute bis auf Weiteres, es ist unmöglich, unter diesen Umständen wirtschaftlich arbeiten zu können.“ Denn Weihnachtsfeiern, Konzerte und andere Veranstaltungen, die im Herbst den Umsatz zur Hälfte ausmachen, werden abgesagt. Und auch immer mehr Privatgäste bleiben fern. „Da war das nur konsequent“, erklärt Rabe auf Nachfrage von 24RHEIN. Schade ist es trotzdem. Vor allem da die Unterstützung vom Land NRW fehlt, so Rabe weiter.

Statt Kölsch und Musik gibt es seit dem 1. Dezember, ein Corona-Testzentrum in der „Bagatelle Bar“. Von 8 bis 21 Uhr können sich Kölnerinnen und Kölner testen lassen. „Wir stellen die Räumlichkeiten Medicare zur Verfügung, damit die zu geringen Testkapazitäten in der Südstadt ausgeglichen werden können.“

Auch das „Gasthaus zur Eule“ in Bayenthal hat sich für den drastischen Schritt der Schließung entschieden. „Aufgrund der aktuellen angespannten Corona-Lage haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, vorsorglich unser Gasthaus ab dem 1. Dezember vorübergehend für eure und unsere Sicherheit zu schließen.“ Frühstens im Januar will man den Betrieb wieder aufnehmen.

Corona in Köln: Erste Kneipen machen dicht – Überblick

Corona in Köln: Mehrere Kneipen setzen auf verschärfte Corona-Regeln

Erste Konsequenzen zeigen sich auch im Belgischen Viertel (Köln-Innenstadt). Während offiziell in Köln die 2G-Regel greift, entscheiden sich die Kneipen und Bars wie „Zum Scheuen Reh“, „Sixpack“ oder die „Tausend Bar“ für verschärfte Corona-Regeln. Hier müssen geimpfte und genesene Gäste zusätzlich getestet sein.

Die Regelung gilt auch für Personen, die bereits geboostert worden sind. Die dritte Impfung ersetzt somit im belgischen Viertel keinen tagesaktuellen Test. Das bestätigt der Gastrobetrieb Loreley auf Nachfrage von 24RHEIN. „Wir haben uns vor Weihnachten darüber abgestimmt und die Mehrheit hat sich dafür entschieden.“ Bereits seit dem 24. November gilt die 2G+-Regel bei den Gastro-Betrieben im Belgischen Viertel.

Corona in Köln: In diesen Kneipen und Bars gilt 2G+Regel – Überblick

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Update-Hinweis: Der Text wurde zuletzt am 28. Dezember aktualisiert. Neuerung: 2G+ gilt auch bei geboosterten Personen.

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