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Köln: 21 Stadtteile mit Inzidenz über 450 – eine Entwicklung fällt auf

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Von: Nina Büchs

Blick vom Rheinboulevard in Köln-Deutz auf die linke Rheinseite in Richtung Hohenzollernbrücke und Kölner Dom. Köln.
Die Inzidenz in Köln ist in vielen Stadtteilen in die Höhe geschnellt – besonders hoch ist der Wert in Müngersdorf. (Symbolbild) © Manngold/Imago

Coronavirus: Die Inzidenzwerte in den Stadtteilen von Köln sind enorm angestiegen. Es gibt insgesamt 21 neue Corona-Hotspots – am höchsten ist der Wert in Müngersdorf.

Köln – Die Corona-Lage in Köln spitzt sich zu. So gibt es inzwischen immer mehr Omikron-Fälle, zudem liegt die Inzidenz stadtweit wieder über 400. Die Corona-Zahlen hatten zuletzt unter anderem Urlauber in die Höhe getrieben, die aus Skigebieten in Österreich oder der Schweiz nach Köln zurückgekehrt waren. Aber auch in den einzelnen Stadtteilen sind die Inzidenzwerte regelrecht in die Höhe geschnellt. Denn während in der vergangenen Woche noch drei Stadtteile über einer Inzidenz von 450 lagen, sind dies laut einer Statistik der Stadt Köln inzwischen 21 Stadtteile. Die Zahl der Corona-Hotspots hat sich damit versiebenfacht. Besonders hoch sind die Werte außerdem in Stadtteilen auf der linken Rheinseite. Am stärksten betroffen ist derzeit der Stadtteil Müngersdorf.

Corona in Köln: In diesen Stadtteilen liegt die Inzidenz über 450

StadtteilEinwohnerInzidenz (Stand: 12. Januar 2022)
Müngersdorf8.889675,0
Blumenberg5.296604,2
Volkhoven/Weiler5.997583,6
Widdersdorf12.453578,2
Neustadt/Süd38.100559,1
Libur1.119536,2
Chorweiler12.882535,6
Höhenberg12.576501,0
Marienburg7.258496,0
Rodenkirchen17.310491,0
Hahnwald2.066484,0
Junkersdorf15.399480,6
Neubrück9.044464,0
Ehrenfeld38.406463,5
Ossendorf11.917461,5
Neustadt/Nord28.632461,0
Lindweiler3.484459,2
Seeberg11.129458,3
Altstadt/Süd27.982453,9
Altstadt/Nord18.322453,0
Heimersdorf6.209451,0

Inzidenz in den Kölner Stadtteilen: So wird der Wert berechnet

Um die Inzidenz zu berechnen, müssen die Corona-Fälle der letzten sieben Tage durch die Einwohnerzahl des jeweiligen Stadtviertels geteilt werden. Das Ergebnis wird dann mit 100.000 multipliziert und ergibt den Inzidenzwert.

Köln: Inzidenzwerte steigen stark an – Stadtteile auf der linken Rheinseite betroffen

Auffällig ist, dass die Mehrheit der aktuellen Corona-Hotspots auf der linken Rheinseite liegen – nämlich insgesamt 18. Lediglich die Stadtteile Libur, Höhenberg und Neubrück befinden sich rechtsrheinisch und haben eine Inzidenz über 450. Zudem wurde in keinem einzigen Stadtteil eine Inzidenz von null gemeldet. Die Grafik der Stadt zeigt außerdem, dass die komplette Innenstadt (außer Deutz) ebenfalls über der 450er-Marke liegt. Demnach sind auch die Stadtteile Altstadt/Nord, Altstadt/Süd, Neustadt/Nord und Neustadt/Süd aktuell besonders stark betroffen.

Viele Infizierte gibt es unter anderem in Rodenkirchen – dort wurde eine Inzidenz von 491,0 gemeldet. In der vergangenen Woche (5. Januar 2022) lag der Wert dort noch bei 167,5. Dies zeigt, wie schnell sich die Zahlen in den Stadtteilen innerhalb von einer Woche ändern können.

Coronavirus Köln: Hier war die Inzidenz in der vergangenen Woche am höchsten

Während aktuell also insgesamt über 20 Stadtteile höhere Werte als 450 haben, lagen in der Woche zuvor (am 5. Januar) lediglich drei Veedel - Volkhoven/Weiler, Hahnwald und Ossendorf - über dieser Zahl. Auch laut der aktuellen Statistik liegen diese drei Stadtteile wieder über der 450er-Marke.

Köln: Warum sind die Fallzahlen so unterschiedlich? Und welche Rolle spielt die Einwohnerzahl?

Warum aber kommt es in den Stadtteilen zu so starken Schwankungen? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Eine Erklärung gibt es aber: Denn dort, wo die Inzidenz am höchsten ist, ist meist auch die Einwohnerzahl eher gering. Die hohen Werte kommen dort deshalb zustande, da die Inzidenz jeweils auf 100.000 Einwohner berechnet wird. Das bedeutet: In Stadtteilen, in denen wenige Menschen leben, gibt es meist höhere Inzidenzwerte – auch wenn es dort vergleichsweise weniger Infizierte gibt.

Ein Beispiel: Im Stadtteil Müngersdorf gibt es aktuell mit 675,0 den höchsten Inzidenzwert. Dort leben insgesamt 8.889 Menschen, in den letzten sieben Tagen wurden dort 60 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Im Stadtteil Neustadt-Nord liegt die Inzidenz hingegen bei 461 – obwohl es dort 132 Personen in den letzten Tagen positiv getestet wurden. Dort leben jedoch auch deutlich mehr Einwohner, insgesamt 28.632.

Köln: Die meisten Infizierten gibt es in Neustadt/Süd – die wenigsten in Libur

Die meisten Infizierten gibt es aktuell übrigens im Stadtteil Neustadt/Süd. Dort wurden in den letzten sieben Tagen insgesamt 213 Personen positiv getestet. Ehrenfeld liegt mit 178 Infizierten auf dem zweiten Platz. Die wenigsten aktuellen Corona-Fälle gibt es stattdessen in Libur, dort wurden lediglich 6 Personen mit dem Virus infiziert. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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