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Corona in Köln: Bezirksregierung kontrolliert Testangebote für Arbeitnehmer

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Von: Johanna Werning

Ein negativer Corona-Schnelltest wird in einer Hand gehalten.
239087811.jpg © Sebastian Gollnow/dpa

Betriebe müssen Arbeitnehmer, die nicht im Homeoffice sind, zwei Testangebote pro Woche machen. Die Bezirksregierung Köln überprüft die Einhaltung nun mit Kontrollen. 

Köln – Wer während der Pandemie nicht vollständig im Homeoffice arbeiten kann, hat ein Recht auf zwei Coronatests pro Woche. Das verfügt die Bundesregierung in einer Erweiterung der Corona-Arbeitsschutzverordnung Ende April. „Die Verpflichtung der Unternehmen wird auf mindestens zwei Testangebote pro Woche erweitert“, heißt es in der Pressemitteilung vom 26. April. Damit das Testangebot auch umgesetzt wird, hat die Bezirksregierung Köln weitreichende Kontrollen angekündigt.

Bezirksregierung Köln kündigt Kontrollen an: Werden Corona-Regelungen in Betrieben eingehalten?

Durch das erweiterte Testangebot sollen so „noch besser Infektionen entdeckt, Ansteckungen vermieden und Betriebsschließungen verhindert werden“, erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. „Wir befinden uns mitten in der dritten Welle und müssen uns mit ganzer Kraft gegen das Virus stemmen. Deshalb habe ich die Regeln der Arbeitsschutzverordnung noch einmal nachgeschärft.“

Die Verordnung ist zunächst bis zum 30. Juni 2021 befristet. Bis dahin will der Regierungsbezirk Köln mit ihren Arbeitsschutzdezernaten überprüfen, ob die gesetzlich geforderten Maßnahmen eingehalten werden. Das soll im Rahmen einer Schwerpunktaktion stattfinden.

Dabei werden „in einer ersten Phase die Betriebe zunächst schriftlich abgefragt, ob sie den Testpflichten nachkommen“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 10. Mai. Noch am selben Tag soll die Überprüfung starten. In einer späteren Phase sollen dann „unangemeldete Kontrollen in den Betrieben“ stattfinden. Hierbei sollen die gesamten Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus überprüft werden.

Corona-Schutzmaßnahmen in Betrieben

Corona in Köln: Kontrollen bei Handwerksbetriebe, Paketdienstleister und Taxiunternehmen

Kontrollieren will die Bezirksregierung vor allem Betriebe, „die vermehrt Kundenkontakte haben und dabei häufig nicht am Betriebssitz arbeiten.“ Dazu zählen unter anderem Handwerksbetriebe, Paketdienstleister oder Taxiunternehmen. Laut Pressemitteilung seien schon über 5.000 Betriebe seit Jahresbeginn hinsichtlich der Umsetzung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung überprüft worden.

Im Fokus standen dabei vor allem Betriebe des Einzelhandels, Friseurbetriebe, Apotheken, Gewerbebetriebe aller Art, Baustellen und Verwaltungsbetriebe, so die Bezirksregierung auf Nachfrage von 24RHEIN. Bei den circa 5.600 Betriebsbesichtigungen wurden insgesamt etwa 6.300 Verstöße anhand einer Checkliste festgestellt. „Die Unternehmen reagierten überwiegend konstruktiv“, so die Bezirksregierung weiter. Kleinere Mängel seien häufig sofort abgestellt worden. 

Nicht nur in Betrieben steht das Testen im Fokus. Immer wieder appelliert Oberbürgermeisterin Henriette Reker, an das stadtweite Testangebot in Köln. In über 650 Standorten sind kostenlose Bürgertests möglich. (jw)

Update vom 12. Mai, 13:35: Der Artikel wurde um eine Auflistung der Verstöße seit Jahresbeginn erweitert.

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