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Böllerverbot, Sperrungen und Kontrollen: Welche Regeln an Silvester in Köln gelten

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Von: Johanna Werning

An Silvester 2022 werden in Köln Straßen und Brücken gesperrt. Zudem sind Böller, Raketen und Wunderkerzen in Teilen der Innenstadt verboten.

Köln – Endlich wieder mit Sekt anstoßen, Feuerwerk zünden und um Mitternacht den Liebsten bützen. Darauf freut sich schon jetzt der ein oder andere Kölner. Immerhin ist es das erste Silvesterfest ganz ohne Corona-Regeln oder Lockdown. Doch in Köln gilt dennoch ein strenges Sicherheitskonzept.

Strenges Sicherheitskonzept für Silvester: Das gilt am 31. Dezember in Köln

► Feuerwerksfreie Zone: In Teilen der Kölner Innenstadt dürfen Böller, Raketen oder anderes Feuerwerk nicht mitgenommen werden – dazu gehören auch Wunderkerzen. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld rechnen.

► Straßensperrungen: Im gesamten Stadtgebiet gibt es Straßen- und Brückensperrungen. Außerdem gilt ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen.

► Kontrollen: Die Stadt kontrolliert die Einhaltung der Regeln. Dadurch kann es zu Wartezeiten kommen. Auch die Polizei ist in den Party-Hotspots mit verstärkten Einsatzkräften vor Ort.

► KVB: Die KVB will den Betrieb in der Silvesternacht verstärken.

► Sperrzonen: für KVB-Räder und E-Scooter in der Kölner Innenstadt, um Unfälle zu vermeiden.

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Feuerwerk ist an Silvester 2022 in der Kölner Innenstadt verboten

Zum einen ist in Teilen der Kölner Innenstadt Feuerwerk verboten – sogar Wunderkerzen sind dort tabu. Zum anderen gibt es aber auch Sperrungen und Kontrollen. Sie sind „Bestandteil des Sicherheitskonzeptes, das die Stadt Köln mit der Bundespolizei, der Landespolizei, der Wasserschutzpolizei, den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB), der Deutsche Bahn (DB) und den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln (AWB) für den Jahreswechsel 2022/23 abgestimmt hat.“ Das teilt die Stadt Mitte Dezember mit.

Bereits ab 18 Uhr gilt an Silvester der Bereich rund um Kölner Dom als feuerwerksfreie Zone. Zwischen 22 und 2 Uhr wird der feuerwerksfreie Bereich bis zu Komödienstraße/Marzellenstraße, Andreaskloster, Burgmauer sowie Ecke Trankgasse/Kardinal-Höffner-Platz erweitert.

Außerdem gilt für das gesamte Stadtgebiet, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen verboten ist. „Bei Verstößen droht eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro“, so die Stadt.

Straßen und Brücken werden an Silvester 2022 in Köln gesperrt

Die Stadt kontrolliert die Einhaltung des Sicherheitskonzeptes, heißt es weiter. Dadurch kann es an den einzelnen Kontrollpunkten zu Wartezeichen kommen. Zusätzlich gelten Straßensperrungen – und auch einige Brücken sind gesperrt. Dazu zählen unter anderem:

Zusätzlich gilt für Lkw über 7,5 Tonnen ein Fahrverbot in der gesamten Kölner Innenstadt. Das Verbot greift von Samstag, 31. Dezember 2022, 20 Uhr, bis Sonntag, 1. Januar 2023, 4 Uhr. Ausnahmen gibt es lediglich, wenn vorab ein Antrag gestellt worden ist. Und damit nicht genug. Auch Polizei und KVB bereiten sich auf ein volles Köln in der Silvesternacht vor:

Polizei bereitet sich auf Silvester in Köln vor: „Stadt wird wieder voller sein“

Die Polizei hat angekündigt, dass in der Silvesternacht mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Dienst sein werden. „Die Stadt wird wieder voller sein als in den letzten zwei Jahren. Während die Regelungen der Pandemie das Feiern in den Silvesternächten 2020 und 2021 noch sehr beschränkt hatten, werden die Menschen dieses Jahr ohne größere Einschränkungen ins neue Jahr starten können“, sagt Polizeioberrat Jürgen Mehlem. Er wird den Einsatz in der Silvesternacht leiten. „Wir erwarten wieder mehr Menschen auf den Straßen und haben uns dementsprechend auf den Jahreswechsel vorbereitet. Wie auch sonst gilt: Wir schützen die, die friedlich feiern wollen. Und das werden vor allem die merken, die sich nicht an die Regeln halten.“

Die Polizei will vor allem in Party-Hotspots Präsenz zeigen. Dazu zählen laut Polizeiangaben das Zülpicher Viertel, die Altstadt sowie das Domumfeld und der Rheinboulevard. Zusätzlich lege man einen besonderen Fokus auf das Görlinger Zentrum in Bocklemünd. Auch das Ordnungsamt soll beim Durchsetzen der städtischen Feierregeln von der Polizei unterstützt werden.

Was müssen Anwohner der Kölner Innenstadt an Silvester beachten?

KVB verstärkt Betrieb an Silvester

Da an Silvester viele Menschen besonders auch nachts auf den Straßen sein werden, wird die KVB ihren Betrieb in dieser Nacht verstärken. So findet der Betrieb der Straßenbahnen am 31. Dezember nach Samstags-Fahrplan statt. Der abendliche 15-Minuten-Takt wird bis circa 2:15 Uhr in der Nacht verlängert, erst danach gilt der durchgehende Nachtverkehr im 30-Minuten-Takt bis zum Sonntagmorgen. Eine Übersicht über die verstärkten Maßnahmen an Silvester:

Während des Feuerwerks soll laut polizeilicher Anordnung die Deutzer Brücke gesperrt werden, um einen sicheren Straßenverkehr zu gewährleisten. In diesem Fall werden die KVB-Linie 1, KVB-Linie 7 und KVB-Linie 9 für eine gewisse Zeit nicht über die Brücke fahren können. Sie fahren dann für eine relativ kurze Zeit von Westen kommend nur bis zu den Haltestellen „Neumarkt“ bzw. „Heumarkt“ und von Osten kommend nur bis zu den Haltestellen „Bahnhof Deutz/Messe“ bzw. „Deutzer Freiheit“. An Neujahr wird der reguläre Sonntags-Fahrplan gelten.

Sperrzonen für KVB-Räder und E-Scooter an Silvester in Köln

Zusätzlich zu den Verbotszonen für Feuerwerk hat die Stadt Köln weitere Maßnahmen zur Unfallvermeidung für den 31. Dezember eingeführt. So werden auch für KVB-Räder und sämtliche E-Roller-Anbieter Sperrzonen in der Innenstadt eingerichtet. Wer sein geliehenes KVB-Rad trotzdem in einer Sperrzone abstellt, muss 20 Euro Strafe zahlen. In den folgenden Gebieten dürfen an Silvester E-Scooter, E-Mopeds und Leihfahrräder bis zum Neujahrsmorgen weder ausgeliehen noch abgestellt werden:

Neben den Sperrzonen an Silvester wurden für die KVB-Räder darüber hinaus auch dauerhafte Sperrzonen in der Altstadt definiert, um in besonders engen Bereichen mit hohem Passanten-Aufkommen Unfälle zu vermeiden. Diese Sperrzonen wurden inzwischen aus der Flexzone des KVB-Rad-Angebots herausgenommen. Als Ausweichmöglichkeit wurden deshalb im Umfeld des Hauptbahnhofes, zum Beispiel auf dem Breslauer Platz, drei KVB-Rad-Stationen für die Ausleihe und Rückgabe der Leihräder eingerichtet. Diese sind an der entsprechenden Ausschilderung zu erkennen.

Köln setzt auf Sicherheitskonzept an Silvester: Hilfsstellen in der ganzen Stadt

Die Befürchtung des Kölner Rettungsdienstes ist schon Tage vorher besorgniserregend: Ein höheres Einsatzaufkommen, aber weniger Einsatzkräfte, die zur Verfügung stehen. „Wir sind sowohl in den Krankenhäusern als auch im Rettungsdienst ziemlich gebeutelt wegen ungewöhnlich vieler Krankheitsausfälle“, sagte Alex Lechleuthner, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr Köln.

Die Stadt hat allerdings mobile Hilfestellen für medizinische Notfälle eingerichtet. Standorte sind unter anderem an der Frankenwerft im Bereich Rheingarten/Weltjugendtagsweg, am Fischmarkt im Bereich Rheingarten/Fischmarkt, am Leystapel unter der Deutzer Brücke (linksrheinisch) und an der Deutzer Brücke im Bereich der linksrheinischen Brückenrampe an der Abfahrt Markmannsgasse.

Die Stadt verweist zudem darauf, dass in der Silvesternacht Beraterinnen von Edelgard unterwegs sind. Mädchen und Frauen, die sexuell belästigt, genötigt, bedroht oder vergewaltigt worden sind, finden dort Rat und Hilfe. Beraterinnen sind von 22 bis 2 Uhr unter der Rufnummer 0221/221-27777 erreichbar. (jw mit ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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