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E-Roller im Kölner Rhein: Bergung abgesagt, weil Konzept fehlt

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Auf dem Bahnhofsplatz vor dem Dom abgestellter E-Roller des Unternehmens Circ.
Die Bergung der E-Roller im Kölner Rhein wird auf unbestimmte Zeit verschoben (Archivbild) © Ralph Peters/Imago

Die 500 E-Roller bleiben zunächst im Kölner Rhein. Die Bergung in Köln wurde nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund sei, dass das Konzept fehle.

Köln – Eigentlich sollte noch im Juni die Bergung der 500 E-Roller im Kölner Rhein stattfinden. Doch das Unterfangen wurde nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Um die E-Scooter vom Grund des Rheins in Köln zu bergen, fehlt nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein bislang ein schlüssiges Konzept der Betreiber. Der Ablauf der zunächst für diese Woche angesetzten Bergung sei nicht ausführlich geplant gewesen, sagte eine Sprecherin des WSA Rhein am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Köln: E-Roller im Rhein – Bergung auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Plattform Shared Mobility, ein Zusammenschluss mehrerer E-Scooter-Verleiher, hatte am Freitag die für diese Woche geplante Bergungsaktion auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Unterwasserdrohne sollte die Roller im Fluss lokalisieren. Eine Spezialfirma soll sich um die Bergung der E-Scooter im Bereich der Deutzer Brücke und der Hohenzollernbrücke kümmern. Befürchtet wird, dass beschädigte Akkus der Scooter die Wasserqualität belasten könnten. Nach Angaben der Bezirksregierung Köln gibt es bislang aber keine Hinweise darauf.

„Grund für die Verzögerung ist die ausstehende Genehmigung durch die entsprechenden Behörden“, schrieb die Plattform Shared Mobility. Man arbeite „mit Hochdruck“ daran, die Aufräumarbeiten im Kölner Rhein bald zu starten.

E-Roller im Kölner Rhein: Komplizierte Bergung der Scooter

Mit den vorgelegten Plänen der E-Scooter-Betreiber habe es mehrere Probleme gegeben, ergänzte ein zuständiger Mitarbeiter des Amtes. Zum einen befänden sich in dem Bereich mehrere Landungsbrücken. Dadurch werde die Sicherung der Wasser-Drohne, die die Scooter heben soll, mit einem Draht und einem Kabel erschwert. Zudem sei die Aufgabe für die Drohne allgemein schwierig: „Wenn die Drohne die E-Scooter aus dem Wasser heraushebt, wirken die ganzen 20 Kilogramm auf das Gerät“, sagte der Mitarbeiter. An den Uferbereichen gebe es eine Höhendifferenz zwischen Rhein und Land von rund 4,50 Meter.

Außerdem seien Flächen des Kölner Rheins rund um die Deutzer Brücke und die Hohenzollernbrücke verpachtet, sagte der Mitarbeiter. Wenn dort beispielsweise ein Hotelboot liege, müsste der Betreiber informiert werden. „Da sind keine Antworten geliefert worden.“ Zuletzt hatten die E-Scooter-Verleiher angekündigt, ähnliche Aktionen bald auch in anderen Städten wie Düsseldorf, Frankfurt und München zu organisieren. In der Zwischenzeit hat die Stadt Köln angekündigt, dass die E-Roller nicht mehr in der Nähe des Rheinufer geparkt werden dürfen. (dpa/lnw)

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