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Aldi will Filiale komplett neu aufziehen – mit Wohnungen, Kita und Café

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Von: Johanna Werning

Ein Entwurf Projekt „Grüne Höfe“ in Köln-Ehrenfeld
So soll das Projekt „Grüne Höfe“ in Köln-Ehrenfeld aussehen (Entwurf) © Molestina Architekten / ALDI SÜD

Die Aldi-Filiale in Köln-Ehrenfeld soll sich komplett verändern. Der Discounter hat große Pläne: Unten Aldi, oben Wohnungen. Doch das ist noch nicht alles.

Köln – Noch besteht das Aldi-Grundstück am Grüner Weg im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld lediglich aus der Supermarkt-Filiale aus den 1970er-Jahren und einem großen Parkplatz. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die Filiale von Aldi Süd soll umgebaut werden. Statt großem Parkplatz ist ein großer Wohnkomplex geplant.

Eine Luftaufnahme vom Aldi-Standort im Grüner Weg.
So sieht die Aldi-Filiale in Köln aktuell aus © ALDI SÜD

Aldi plant Großprojekt in Ehrenfeld: Entwurf für „Grüne Höfe“

„Kurz gesagt, ist unsere Liegenschaft am Grünen Weg mit dem hohen Versiegelungsgrad und der monofunktionalen Nutzung aus der Zeit gefallen“, sagt Björn Just, zuständig für die Entwicklung von ALDI SÜD Filialen in Köln. Das 7.734 Quadratmeter große Grundstück mitten in Ehrenfeld biete stattdessen die idealen Voraussetzungen für neue und innovative städtebauliche Projekte. Immerhin sei Ehrenfeld ein Szeneviertel – und Wohnraum knapp.

Das Vorhaben für das Projekt „Grüne Höfe“: „Wir planen, den Standort zu einem dichten, multifunktionalen städtischen Baustein mit entsprechenden Nachbarschaftsangeboten weiterzuentwickeln“, so Just. „Mit einem integrativen Nutzungsmix, der Wohnen, Arbeiten und Freizeitnutzung berücksichtigt, möchten wir die Quartiersentwicklung in diesem Bereich intensivieren.“ Erste Entwürfe wurden bereits vor einiger Zeit beim Architekturbüro „Molestina Architekten + Stadtplaner“ in Auftrag gegeben.

Ein Entwurf zum Projekt „Grüne Höfe“
Statt Aldi-Filiale und Parkplatz sollen fünf Gebäude auf dem Areal entstehen (Entwurf) © Molestina Architekten / ALDI SÜD

Köln: Aldi-Großprojekt in Ehrenfeld geplant – samt Wohnungen, Café und Band-Proberaum

Insgesamt sollen fünf unterschiedlich große Gebäude entstehen, die unter anderem Platz für eine Aldi-Filiale und bis zu 100 Wohnungen bieten. „Denkbar sind verschieden große Wohnungen, u. a. für Familien, Singles und Senioren.“ Und auch von alternativen Wohnformen wie Mehrgenerationen-Wohnprojekte sind im Gespräch, erklärt Just.

Außerdem soll eine Kita, ein Quartierscafé, eine Tiefgarage, Büros und ein schallisolierter Probenraum für Musiker entstehen. Und damit nicht genug, wie Just weiter sagt. „Wir planen umfangreiche Grünanlagen, insektenfreundliche Dachbegrünung, Fotovoltaikanlagen, modernste Haustechnik mit Wärmerückgewinnung und eine holzhybride Bauweise.“

Entwurf zum Projekt „Grüne Höfe“ in Köln.
Neben einem Aldi soll unter anderem auch ein Café und eine Aldi entstehen © Molestina Architekten / ALDI SÜD

Das ist auf dem Aldi-Geländ in Köln geplant

► Insgesamt sollen fünf Gebäude am Aldi-Gelände am Grüner Weg 2 in Köln entstehen.

► Im Erdgeschoss des Gebäudes rechts außen soll die neue ALDI SÜD Filiale mit 1.400 m² Verkaufsfläche entstehen. Außerdem soll es dort eine Tiefgarage mit rund 180 Stellplätzen und Elektroladestationen Platz finden.

► Es sind auf ca. 6.500 m² circa 80-100 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen geplant. Denkbar sind verschieden große Wohnungen, u. a. für Familien, Singles und Senioren. Zusätzlich soll es alternative Wohnformen wie Mehrgenerationen-Wohnprojekte geben.

► Neben Büros soll es auch eine Kita, ein Quartierscafé und einen schallisolierten Probenraum für Musiker geben.

► Geplant sind außerdem umfangreiche Grünanlagen, insektenfreundliche Dachbegrünung, Fotovoltaikanlagen, modernste Haustechnik mit Wärmerückgewinnung und eine holzhybride Bauweise.

„Grüne Höfe“: Wie realistisch ist das Aldi-Großprojekt in Köln-Ehrenfeld?

Ganz abgeschlossen sind die Planungen allerdings noch nicht. „Aktuell befinden wir uns noch in einer Variantendiskussion.“ Das Unternehmen hat jedoch bereits mit der Stadt gesprochen und freut sich „über die große Unterstützung, die uns dort signalisiert wurde“. Darum werden auch aktuell bereits „planungsrechtliche Wege“ abgestimmt. Das Vorhaben soll „zeitnah den politischen Gremien detailliert“ vorgestellt werden.

Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll innerhalb eines Jahres mit der Realisierung des Projekts „Grüne Höfe“ begonnen werden. Dafür soll zunächst die vorhandene Filiale innerhalb drei Monaten abgerissen werden. Anschließend werden die fünf Gebäude gebaut. Das soll circa ein Jahr dauern. „Kindertagesstätte und Wohnungen sollen im Rahmen der Gesamtbaumaßnahme innerhalb von zwei Jahren bezugsfertig sein.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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