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Wut bei Betreibern: Keine Partys mehr im Club Bahnhof Ehrenfeld

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Eine Band spielt im Rahmen des Musikfestivals „c/o pop“ im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln.
Konzerte sollen im CBE noch stattfinden, Partys aber vorerst nicht mehr. © Henning Kaiser/dpa

Im Club Bahnhof Ehrenfeld und dem Yuca wird es wegen Corona in naher Zukunft keine Partys mehr geben. Die Veranstalter machen ihrem Ärger in einem Brief Luft.

Köln – Die Clubs in Köln zittern: Die Corona-Pandemie nimmt wieder Fahrt auf, erneut steht alles auf dem Prüfstand. Wegen der hohen Zahlen hat die Stadt Köln am Donnerstag bereits angekündigt, eine Maskenpflicht auf Weihnachtsmärkten und Einkaufsstraßen einzuführen. Nun könnte es auch das Nachtleben treffen – wieder einmal.

Köln: Keine Partys mehr im Club Bahnhof Ehrenfeld

Die Ersten reagieren bereits: Im Club Bahnhof Ehrenfeld und dem angrenzenden Yuca wird es vorerst keine Partys mehr geben. Das haben die Betreiber in einem Facebook-Post bekanntgegeben. Dort schreiben sie: „Aufgrund der momentanen Zuspitzung der pandemischen Lage haben wir gemeinsam mit den beteiligten Veranstalter*innen, Künstler*innen und unserem Team die Entscheidung getroffen, alle Partyveranstaltungen im CBE und YUCA bis auf Weiteres abzusagen.“ Wegen den aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie und des daraus entstehenden hohen Risikos sei man „nicht in der Lage, diese Veranstaltungen wie geplant und vor allem sicher für alle Beteiligten durchzuführen“.

Partys im CBE Köln: Diese nächsten Termine fallen aus

CBE Köln: Konzerte sollen trotz Corona stattfinden

Die Veranstalter wollen nach eigener Aussage zumindest die Konzerte stattfinden lassen. Die sollen dann aber mindestens nach 2G-Bedingungen ablaufen. Rein kommt also nur, wer geimpft oder genesen ist. Das sind die kommenden Konzerte:

CBE Köln: Betreiber kritisieren Politiker und Impfskeptiker

„Das alles tut so weh!“, schreiben die Betreiber in ihrem Brief. Und werden dann sehr deutlich: „Im Gegensatz zum März 2020 hätte den politischen Entscheidungsträger*innen diesmal klar sein müssen, was in diesem Winter auf uns zukommen kann. Es ist Wahnsinn, dass wir als Teil der Kulturszene wegen eines solch dramatischen Politikversagens erneut kurz vor einem Lockdown stehen.“ Man habe diese Entscheidung aktiv getroffen – „und so bitter es ist, möchten wir genau wie zu Beginn der Pandemie erneut nicht weiter auf die Politik warten, bis diese endlich ihrer Verantwortung für die Menschen gerecht wird.“

Zum Schluss wenden sich die Betreiber noch einmal an die Impfskeptiker. Eine Impfung sei keine individuelle Entscheidung, „sondern praktizierte Solidarität“. Daher ihr Appell: „Lasst Euch impfen!

Das Kölner Nachtleben ist wohl die Branche, die am härtesten unter der Corona-Pandemie leidet. Die Diskotheken waren die ersten, die schließen mussten. Erst seit dem 20. August durften Clubs in Köln wieder geöffnet sein, als letzter Teil der Kulturbranche.(mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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