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19-Jähriger rast mit 620-PS-Audi durch Köln – jetzt ist er seinen Führerschein los

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Von: Nina Büchs

 Zu Lichtspuren verwischt sind die Fahrzeuge auf der Autobahn
Die Polizei stoppte in Köln einen Fahranfänger, der mit einem angemieteten Audi R8 Spyder durch Bickendorf raste. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Ein Fahranfänger missachtete in Köln mit einem Audi R8 Spyder die Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Polizei konnte den Raser schließlich stellen.

Köln – Bei einer Spritztour mit einem angemieteten Audi R8 Spyder wollte ein 19-jähriger Fahranfänger offenbar seine Begleitung beeindrucken. Er ließ den Motor des 620 PS starken Fahrzeugs am Montagabend, 12. April, auf der Wilhelm-Mauser-Straße in Köln-Bickendorf aufheulen und beschleunigte den Sportwagen auf mehr als 100 km/h. Erlaubt waren dort jedoch nur 50 km/h. Doch nach ein bisschen Fahrspaß folgten wenig später bittere Konsequenzen.

Köln: Fahranfänger rast mit 620 PS starkem Audi R8 Spyder durch Köln – und verliert nun seine Fahrerlaubnis

Die Raserei durch Köln blieb jedoch nicht ohne Folgen. Wie die Polizei berichtet, ließen die Beamten das gemietete Fahrzeug vor den Augen des Fahranfängers und seiner 24-jährigen Begleitung abschleppen. Zudem beschlagnahmten sie den Führerschein des 19-jährigen Kölners, der erste wenige Monate zuvor ausgestellt worden war. Neben einem Fahrverbot und einem hohen Bußgeld erwartet ihn nun auch eine Verlängerung seiner Probezeit.

Köln: Illegales Rennen in Lindweiler verursacht Autounfall – BMW-Fahrer beleidigt Polizei und Rettungskräfte

Immer wieder kommt es leider vor, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge bewusst auf ein Maximum beschleunigen – obwohl sie sich nicht auf der Rennstrecke befinden. Damit gefährden die Raser jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Erst Ende Februar ist es zum Beispiel wegen eines illegalen Rennens in Köln-Lindweiler zu einem Autounfall gekommen. Nachdem die Polizei und Rettungskräfte eingetroffen waren, wurden diese jedoch von dem BMW-Fahrer, der in den Unfall verwickelt war, gefilmt und sogar beleidigt.

Im November 2020 verlor zudem eine Mercedes-Fahrerin bei einem Autorennen die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Die junge Frau schleuderte über die gesamte Fahrbahn des östlichen Zubringers im Stadtteil Deutz. Schließlich prallte sie mit ihrem Mercedes gegen den blauen CLK des anderen, 19-jährigen Fahrers. Beide Fahrer mussten vor Ort ärztlich versorgt werden.

Mann tötet 14-Jährigen bei Flucht vor der Polizei – Gericht verhängt lebenslange Freiheitsstrafe

Zu einem tödlichen Unfall ist es dagegen unter anderem in München gekommen. Dort war ein Mann im November 2019 mit seinem Fahrzeug vor der Polizei geflüchtet. Bei seiner Raserei durch die Stadt tötete er jedoch einen 14-Jährigen, der zu diesem Zeitpunkt mit anderen Personen eine Straße überqueren wollte. Eine seiner Begleiterinnen wurden ebenfalls schwer verletzt. Das Landgericht München I hatte den Mann daraufhin zu einer lebenslangen Haft verurteilt. (nb)

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