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Köln: Brandstifter warf Molotow-Cocktail auf jüdischen Friedhof – Phantombild

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Ein Phantombild eines tatverdächtigten Brandstifters in Köln.
Das ist das Phantombild des verdächtigten Brandstifters. © Polizei Köln

Nach dem Feuer am jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd wird ein Brandstifter mit Phantombild gesucht. Er warf einen Molotow-Cocktail. Zeugen verhinderten Schlimmeres.

Update vom 17. Mai, 15:30 Uhr: Nach dem Brand am jüdischen Friedhof in Köln-Vogelsang wird nun der Brandstifter per Phantombild gesucht. Der unbekannte Mann soll an einem Gebäude vor Ort einen „Molotow-Cocktail ähnlichen Gegenstand“ angezündet haben, teilt die Polizei am Dienstag (17. Mai) mit. Als zwei Zeugen ihn ansprachen, soll der Tatverdächtige weggegangen sein. Dabei hätte er „antisemitische und antiamerikanische Äußerungen“ geäußert. Das Feuer am jüdischen Friedhof konnte anschließend durch einen Zeugen gelöscht werden. Die betroffene Fassade wurde dabei verrußt.

Köln: So soll der Brandstifter vom jüdischen Friedhof aussehen

Jüdischer Friedhof in Köln: Mann legt Feuer – Staatsschutz ermittelt

Erstmeldung vom 12. Mai: Köln – Ein Unbekannter hat am Mittwochabend ein Feuer an der Außenwand eines jüdischen Friedhofs in Köln gelegt. Der Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, sei „ein politisch motivierter Hintergrund nicht auszuschließen“.

Jüdischer Friedhof Bocklemünd in Köln

Der Jüdische Friedhof Bocklemünd liegt nahe dem Westfriedhof im Kölner Stadtteil Vogelsang (Stadtbezirk Ehrenfeld). In unmittelbarer Nähe befinden sich auch die Venloer Straße und der Militärring. Der Friedhof ist seit 1918 eine jüdische Begräbnisstätte. Das Gelände ist insgesamt fast 45.000 Quadratmeter groß.

Köln: Brandstiftung an Jüdischem Friedhof Bocklemünd – Zeugen löschen Brand

Der Unbekannte soll das Feuer am frühen Mittwochabend (11. Mai) gegen 19 Uhr im Außenbereich des Waschraumes am Jüdischen Friedhof Bocklemünd in Köln-Vogelsang gelegt haben. Der Brand wurde schnell von mehreren Zeugen entdeckt, die das ausbrechende Feuer mit einem Eimer Wasser löschen konnten, bevor größerer Schaden entstand. „Die Außenwand des Gebäudes neben dem Friedhofseingang wurde im unteren Bereich partiell verrußt“, erklären Polizei und Staatsanwaltschaft.

Davidstern am Eingang des Jüdischen Friedhofs Bocklemünd in Köln und Polizeiautos am Straßenrand (ZRW-Montage).
Der Staatsschutz der Polizei ermittelt, nachdem ein Unbekannter ein Feuer auf einem jüdischen Friedhof in Köln gelegt hat (ZRW-Montage). © C. Hardt/Future Image/Imago (2)

Brand an Jüdischem Friedhof Bocklemünd – Staatsschutz in Köln ermittelt

Man habe vor Ort außerdem Reste eines „Glasbehältnisses“ gefunden. Diese werden nun von der Kriminaltechnik untersucht. Die Zeugen haben einen Mann beobachtet, der als verdächtig gilt, den Brand gelegt zu haben. Er soll etwa 1,90 Meter groß und dünn sein. Er hat einen kurzen, dunklen Bart und trug eine dunkelgrüne Wollmütze, ein dunkelblaues Oberteil mit langen Ärmeln sowie eine dunkle, löchrige Jeans. Zudem hatte er wahrscheinlich einen Rucksack dabei.

Nachdem er das Feuer gelegt hatte, soll der Mann zur KVB-Haltestelle Westfriedhof geflüchtet sein. „Da nach derzeitigem Kenntnisstand ein politisch motivierter Hintergrund nicht auszuschließen ist, hat die Kriminalinspektion Staatsschutz eine Ermittlungsgruppe eingerichtet“, heißt es weiter. Die Polizei hofft auf weitere Zeugenaussagen.

Schon im August 2021 gab es einen Vorfall mit antisemitischem Hintergrund in Köln. Damals wurde ein 18-jähriger Kippa-Träger in der Kölner Innenstadt beleidigt und angegriffen. Ob auch hinter der Brandstiftung am jüdischen Friedhof ein antisemitisches Motiv steckt, soll nun der Staatsschutz ermitteln. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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