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Muezzin-Ruf in Köln erlaubt: Weitere Demo für Samstag geplant – AfD ist Initiator

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Von: Johanna Werning

Die Moschee der Ditib in Köln.
Vor der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld wird am Freitag demonstriert (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Am Freitag fand eine Demo gegen den Muezzin-Ruf in Köln-Ehrenfeld statt. 25 Teilnehmer kamen vor der Zentralmoschee zusammen. Am Samstag gibt es weiteren Protest.

Köln – Die Stadtverwaltung Köln rund um Oberbürgermeisterin Henriette Reker erlaubte Anfang Oktober, dass Moscheen künftig ihre Gläubigen zum Freitagsgebet rufen dürfen. Doch auch wenn Reker den Muezzin Ruf verteidigt, sind nicht alle von dem Vorhaben begeistert. Am Freitag (15. Oktober) hatte eine Demonstration gegen die Entscheidung stattgefunden. Eine weitere folgt am Samstag (16. Oktober).

Muezzin-Ruf in Köln: Demo an der Zentralmoschee mit 25 Teilnehmern – AfD-Protest am Samstag

Die erste Protestveranstaltung gegen den Muezzin-Ruf hatte am Freitag von 13 bis 14 Uhr vor der Zentralmoschee in Ehrenfeld stattgefunden. Auch wenn die Kritik in den sozialen Medien laut ist, war die Demonstration eher klein. „Es waren 25 Teilnehmer vor Ort, dabei blieb es ruhig“, so ein Pressesprecher der Polizei auf Nachfrage von 24RHEIN.

Gleich für einen Tag später wurde von der AfD bereits die nächste Demonstration angemeldet. Diese soll von 9 bis 10 Uhr erneut vor der Zentralmoschee in Ehrenfeld (Ecke Venloer Straße/Innere Kanalstraße) stattfinden, wie die Polizei bestätigte. Dabei werden zehn bis zwanzig Teilnehmer erwartet.

Ruf des Muezzins

Während in christlichen Kirchen die Glocken geläutet werden, um die Gläubigen zum gemeinsamen Gottesdienst zu rufen, sind es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins. Besonders wichtig im Islam ist dabei das Freitagsgebet.

Köln: Zentralmoschee berät über Umsetzung von Muezzin-Ruf

Die Moschee berät derzeit über eine mögliche Umsetzung des Muezzin-Rufs. Denn das ist nur unter bestimmten Auflagen erlaubt. Außerdem wurde noch während des Moschee-Baus vereinbart, dass es keine Gebetsrufe geben wird.

Köln erlaubt Gebetsruf der Moscheen – unter bestimmten Auflagen

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Dieser Text wurde am 15. Oktober um 20:05 Uhr inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Zahl der Teilnehmer und Infos zur weiteren Demo ergänzt.

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