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Köln-Ehrenfeld: Schule nach Feuer monatelang nicht nutzbar – Fotos zeigen Ausmaß

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Von: Benjamin Stroka

Ein von einer Drohne der Feuerwehr aufgenommenes Foto zeigt den zerstörten Dachstuhl in der Schule an der Borsigstraße.
Ein von einer Drohne der Feuerwehr aufgenommenes Foto zeigt den zerstörten Dachstuhl in der Schule an der Borsigstraße. © Stadt Köln

Nach dem Brand an der Astrid-Lindgren-Schule in Köln-Ehrenfeld werden die Arbeiten zur Instandsetzung wohl Monate dauern. Die Stadt spricht von „erheblichen Schäden“.

Köln – Das Feuer erhellte am 22. November den Nachthimmel über Köln. In Ehrenfeld brannte damals der Dachstuhl einer Gesamtschule an der Borsigstraße lichterloh. Jetzt ist klar: Der entstandene Schaden ist immens und der Bereich der Schule für längere Zeit nicht mehr nutzbar.

Großbrand in Köln: Gesamtschule an Borsigstraße vorerst nicht nutzbar

„Das Schulgebäude Borsigstraße 13 in Köln-Ehrenfeld wird nach dem Großbrand im Dachstuhl auf längere Sicht nur sehr eingeschränkt für den Schulbetrieb nutzbar sein. Nach ersten Erkenntnissen der Sachverständigen werden sowohl die GGS Astrid-Lindgren sowie die Klassenstufen 7 und 8 der Gesamtschule Helios, die dort angesiedelt sind, auf absehbare Zeit nicht in ihre Räumlichkeiten zurückkehren können“, erklärt eine Stadtsprecherin.

Fotos, aufgenommen von einer Drohne der Feuerwehr, zeigen den ausgebrannten Dachstuhl, der durch das Feuer sogar eingestürzt war. Experten sprechen von „erheblichen Schäden“ und dass eine „Generalinstandsetzung in allen Geschossen“ nötig sein werde.

Der ausgebrannte Dachstuhl aus der Vogelperspektive.
Der ausgebrannte Dachstuhl aus der Vogelperspektive. © Stadt Köln

Köln: Brand in Gesamtschule – Borsigstraße gesperrt

Unklar ist vor allem noch, in welcher Verfassung die einzelnen Geschossdecken sind. Eine genaue Untersuchung der Statik dort sei aber erst möglich, nachdem die obere Geschossdecke von den verbrannten und durchweichten Balken und Schieferschindeln des Dachstuhls befreit wurde. „Da Teile ein- oder herabstürzen könnten, wurde die Borsigstraße samt eines Gehweges unverzüglich vorübergehend gesperrt“, so die Sprecherin der Stadt. Ein „verkehrslenkendes Konzept“ als Übergangslösung wird gerade entwickelt.

Erst nach dem Räumen der oberen Geschossdecke kann der Zustand der einzelnen Geschossdecken genau untersucht werden. Danach soll ein Plan zur Instandsetzung der Schule entworfen werden. Fest steht aber bereits: „In dem Gebäudeteil, den derzeit die Gesamtschule nutzt, ist ein geordneter Rückbau inklusive der haustechnischen Installationen mit anschließender Sanierung notwendig, um ihn wieder vollständig nutzbar zu machen und Luftqualitäts- sowie Schimmelschäden zu vermeiden“, betont die Sprecherin. Angaben zur Dauer der Arbeiten machte die Stadt nicht.

Köln: Nach Großbrand an Gesamtschule – Schüler ziehen um

Für die betroffenen Gesamtschulklassen wurde bereits eine Übergangslösung getroffen. Die Schülerinnen und Schüler sollen ab dem 1. Februar in die Gesamtschule am Wasseramselweg, an der Grenze zwischen Lindenthal und Ehrenfeld, einziehen. Der Gebäudeteil der Grundschule an der Borsigstraße ist durch das Feuer nicht ganz so schlimm betroffen. Aber auch dort gibt es Brandschäden und Feuchtigkeitsschäden durch das Löschwasser.

Ursache für Brand in Schule

Das verheerende Feuer in der Schule an der Borsigstraße ist laut Angaben der Polizei in Köln wohl durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Es gebe keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung, sagte ein Sprecher der Polizei wenige Tage nach dem Brand.

Die Klassen 1 bis 3 der Grundschule können aber aktuell den Unterricht an der Borsigstraße fortsetzen. Die 4. Klassen wurden vorübergehend in einer benachbarten Grundschule an der Platenstraße untergebracht. „Ab der kommenden Woche kehren alle Grundschulklassen zum Präsenzunterricht zurück. Die Gesamtschüler*innen werden im Wechselunterricht mit mindestens drei Tagen in Präsenz pro Woche unterrichtet“, kündigt die Stadt Köln an.

Um alle Grundschüler an einem Standort zu unterrichten und zu betreuen, wird die Sporthalle der Offenen Ganztagsschule als Schulraum umgebaut. „Zum Schutz des Bodens wird ein Belag eingezogen und die Halle wird für den Unterricht möbliert.“ Ab sofort bis Ende Januar 2022 ist dort daher kein Sportunterricht möglich. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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