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Köln: Großeinsatz bei Coca-Cola – Salzsäure-Alarm!

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Von: Johanna Werning

Feuerwehrkräfte beim Einsatz im Coca-Cola Werk in Köln.
Die Feuerwehr im Einsatz bei Coca-Cola in Köln: Hier ist am Mittwochmorgen Salzsäure ausgetreten. © Feuerwehr Köln

Großeinsatz am Coca-Cola-Werk in Köln Ossendorf. In einem Produktionsraum trat Salzsäure aus. Ein Mann kam ins Krankenhaus. Mittlerweile ist der Einsatz beendet.

Köln – Im Coca-Cola-Werk in Köln Ossendorf ist am Mittwochmorgen ätzende Flüssigkeit ausgetreten. Das bestätigt die Feuerwehr auf Nachfrage von 24RHEIN. „Es handelt sich um 30-prozentige Salzsäure“, so ein Feuerwehrsprecher. Dabei handelt es sich um eine wässrige Lösung von gasförmigem Chlorwasserstoff. 40 Einsatzkräfte waren vor Ort und sicherten die Unfallstelle: Mittlerweile ist der Einsatz beendet. Eine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner habe nicht bestanden, so die Feuerwehr.

Köln: Großeinsatz am Coca-Cola-Werk – Salzsäure „lief bis nach draußen“

„Gegen 6:34 Uhr wurden wir vom Unternehmen gerufen“, so der Pressesprecher. Ein Mitarbeiter hat bemerkt, dass in einem Produktionsraum die ätzende Flüssigkeit austrat. „Sie lief bis nach draußen.“ Die Einsatzkräfte gingen mit einem sogenannten Chemieschutzanzug (CSA) in den Raum und dämmen die ausgelaufene Salzsäure mit Abstreumaterial ein. Mittlerweile ist der Einsatz beendet. Die Feuerwehrkräfte schlossen das Leck. Weitere Messungen blieben danach unauffällig, hieß es am frühen Nachmittag. Eine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner bestehe nicht.

Salzsäure

Salzsäure, auch Chlorwasserstoffsäure genannt, ist eine ätzende und giftige Flüssigkeit. Sie zählt zu den Mineralsäuren. Salzsäure ist farblos und hat bei Verunreinigung einen stechenden Geruch. Sie wird beispielsweise bei der Aufarbeitung von Erzen und Rohphosphat eingesetzt. Bei der Lebensmittelverarbeitung trägt Salzsäure die Bezeichnung E 507.

Coca-Cola in Köln Ossendorf: Salzsäure-Austritt – ein Mann zeitweise im Krankenhaus

Die Feuerwehr Köln beim Einsatz am Coca-Cola Werk.
Bei der Firma Coca-Cola in Köln ist am Mittwochmorgen Salzsäure ausgetreten. Einsatzkräfte sind mit Schutzanzügen vor Ort. © Feuerwehr Köln

Ein Mann sei vorsichtshalber am Morgen ins Krankenhaus gebracht worden. „Er nahm draußen den Geruch wahr und wurde noch vor Ort untersucht. Vorsichtshalber kam er für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Er hat aber keine Symptome“, erklärt der Feuerwehrsprecher noch am Morgen. Mittlerweile konnte der Mitarbeiter des Coca-Cola-Werks jedoch wieder entlassen werden.

Coca-Cola-Werk in Köln: Matthias-Brüggen-Straße während des Einsatzes gesperrt

Auch die Polizei Köln war am Mittwochmorgen im Einsatz. „Jedoch erst einmal nur als Unterstützung für die Feuerwehr“, so ein Polizeisprecher. Mit mehreren Fahrzeugen wird die Matthias-Brüggen-Straße gesperrt. „Damit die Feuerwehr einen Arbeitsraum hat“, heißt es weiter. Doch auch hier gibt es mittlerweile Entwarnung: Die Sperrung konnte aufgehoben werden.

Köln: Salzsäure-Alarm bei Coca-Cola – Ursache noch unklar

Wie es zu dem Produktionsaustritt der giftigen Salzsäure kommen konnte, ist noch nicht klar. Das wird nun untersucht. Erst am Montag, 13. September, kam es zu einem Chemie-Unfall bei der Molkerei „Tuffi“ in Köln. Zehn Mitarbeiter mussten dort vorsorglich ins Krankenhaus. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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