Tiere in schlechtem Zustand

30 Stunden Fahrt aus Spanien: Illegaler Tiertransport in Köln gestoppt – Frau gab entscheidenden Hinweis

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In diesen Käfigen wurden die Hunde und Katzen transportiert.

In Köln wurde ein illegaler Tiertransporter aus dem Ausland gestoppt, der 52 Hunde und sechs Katzen beförderte. Vier Tieren ging es besonders schlecht. 

Update vom 22. Februar, 13:45 Uhr: Die Stadt Köln hat nun weitere Details zum illegalen Tiertransporter bekannt gegeben, der von der iberischen Halbinsel gekommen war und in Bocklemünd/Mengenich kontrolliert worden war. Demnach gibt es nun weitere Informationen zur Zeugin, die den Transporter bei einer Polizeidienststelle aus dem Ruhrgebiet gemeldet hatte. So soll die Zeugin „Kenntnis darüber erlangt haben, dass der Transport gegen 16 Uhr unangemeldet bei den örtlichen Behörden, und damit illegal, in Köln eintreffen sollte.“ Normalerweise würden die Transporte nach Zwischenhalt in Aachen in einer Kommune im Ruhrgebiet enden, so hieß es. Der Stopp in Köln kam der Zeugin komisch vor.

Die Polizeidienststelle informierte daraufhin die Kollegen in der Domstadt am Rhein. Als der Transporter in Köln am Garzweiler Weg eintraf, hielten sich dort bereits zahlreiche wartende Personen auf, teilweise ohne Mindestabstände und Mund-Nase-Bedeckung. Sie verstießen damit gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln.

Köln: Illegaler Tiertransporter gestoppt – vier Katzen waren in besonders schlechtem Zustand

Wie die Stadt bekannt gibt, soll sich teilweise mehr als ein Hund in einem Käfig befunden haben. Es roch stark nach Urin, die Tiere waren verängstigt und gestresst, geht aus der Stellungnahme der Stadt hervor. Zudem soll es in einigen Käfigen nicht ausreichend Wasser und Futter gegeben haben. Im Innenraum des Transporters herrschte eine große Wärme. Vier Katzen waren in einem so schlechten Zustand, dass sie sofort sichergestellt werden mussten. Nach Angaben der Fahrer war der Transporter aus Malaga mit den Tieren bereits 30 Stunden mit abwechselndem Lenkern und Fahrpausen unterwegs.  

Illegaler Tiertransporter in Bocklemünd/Mengenich: Veterinärinnen werden verbal angegriffen

Es dauerte bis 21 Uhr, bis die Tiere nach und nach von den Veterinärinnen kontrolliert und den Empfängern übergeben wurden. Dabei wurden die Tiere dann auch mit Wasser und Futter versorgt, da die Versorgung über die Fahrt nicht tiergerecht war. Vier Hundewelpen wurden außerdem wegen des Verdachts der Manipulation der Tierausweise sichergestellt. Mitarbeiter der Feuerwehr Köln brachten die Tiere mit einem Transportwagen zur Unterbringung in ein Tierheim. Einzelne Hundeempfänger griffen die Einsatzkräfte außerdem verbal an, so die Stadt.

Die Tiere wurden von der Feuerwehr Köln zur Unterbringung in ein Tierheim gebracht.

Köln: Beamte stoppen illegalen Tiertransporter – an Bord waren 60 Hunde und Katzen

Erstmeldung vom 21. Februar:

Köln – Einen illegalen Tiertransporter aus Spanien und Portugal haben Beamte in Köln gestoppt. „In der geschlossenen Ladefläche von knapp zehn Quadratmetern wurden an den Seiten 52 Hunde und sechs Katzen in rund 30 Käfigen und mehreren Boxen gehalten“, teilte die Stadt Köln am Sonntag mit. Demnach machte eine Zeugin die Behörden auf den unangemeldeten Transport am Samstagnachmittag aufmerksam.

Köln: Mehr als 50 Menschen versammelten sich in Bocklemünd Mengenich um den Transporter

Dieser stoppte an einer Straße im Kölner Stadtteil Bocklemünd Mengenich, wo sich mehr als 50 Menschen teils ohne Mindestabstand und vereinzelt ohne Maske versammelt hätten. Die Käfige stapelten sich den Angaben zufolge in drei Reihen übereinander. Bei der Kontrolle der beiden Fahrer entdeckten der Ordnungsdienst und das Umweltamt „fragwürdige Zustände“: Beim Umweltamt sei der Transport nicht angemeldet worden, zudem wurden Papiere nicht nach EU-Regeln ausgestellt.

Veterinärinnen kümmerten sich um die Tiere. Die Verantwortlichen des Transporters mit spanischem Kennzeichen sollen weiter überprüft werden, hieß es am Sonntag weiter.

Im August 2020 kam es auf der A1 zu einem schweren Unfall mit einem Tiertransporter. Damals starben 130 Schweine. (dpa/lnw)

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