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Kölner Kneipe reagiert mit witzigem Schild auf steigende Benzinpreise

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Von: Martin Henning

Das Kölsch-Schild vor dem Fridolin-Eck in Neuehrenfeld.
Das Schild vor dem Fridolin-Eck in Neuehrenfeld. © Udo Ranz

Autofahrerinnen und Autofahrer ächzen unter den enorm hohen Benzinpreisen. Ein Kölner Wirt in Neuehrenfeld hat mit einem witzigen Schild darauf reagiert.

Köln – Die Benzinpreise nähern sich mit großen Schritten der magischen Marke von zwei Euro. Aktuell kostet ein Liter Benzin in Köln um die 1,80 Euro. Auch die Lebensmittel in den Supermärkten sind teurer geworden. Blöd für all diejenigen, die eh schon aufs Geld gucken müssen. Da ist es schön, wenn man eine Konstante hat: das gute alte Kölsch.

Udo Ranz, Betreiber des Fridolin-Ecks in Neuehrenfeld, hat das als Anlass für ein witziges Schild genommen. Vor seinem Lokal steht derzeit ein Aufsteller mit einer kreativen Einladung. „Bier jetzt ‚billiger‘ als Benzin. Fahr nicht fort, sauf vor Ort. Kölsch 1,50 Euro“, heißt es auf dem Schild. Tanken, aber richtig – sozusagen.

Köln: Kneipe nimmt Benzinpreise aufs Korn und wirbt für Kölsch

Als 24RHEIN den Kneipenchef auf sein lustiges Schild anspricht, ist der gnadenlos ehrlich: „Ich habe den Spruch auf Facebook gesehen und dann auf meine Tafel geschrieben“, sagt Udo Ranz. Naja – besser gut geklaut als schlecht erfunden! Und die Rückmeldung der Gäste? „Kam gut an.“

Zugegeben: So ganz geht seine Rechnung nicht auf. Denn bei einem Preis von 1,50 Euro für die übliche Kölschgröße von 0,2 Liter käme man auf einen Literpreis von 7,50 Euro. Das ist immer noch deutlich teurer als ein Liter Benzin. Aber bei solch einem lustigen Spruch kann man da schon mal ein Auge zudrücken...

Bei den Kölnerinnen und Kölnern kommt der Aufsteller jedenfalls gut an. Ein Foto des Schilds wurde auf dem Instagram-Kanal des Kölner Stadtmagazins Cologne Bestplace gepostet. Dort hat es bereits über 2100 Likes bekommen.

Erste Brauerei in Köln verlangt 2 Euro für ein Kölsch

Wie lange dieser Spruch in den kleineren Kneipen noch funktioniert, ist unklar. Denn schon jetzt hat die erste Brauerei die 2-Euro-Marke für Kölsch geknackt. Gut möglich, dass bei immer weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen bald andere Brauhäuser und am Ende auch Kneipen nachziehen müssen.

Wer sich unterdessen immer noch über die hohen Benzinpreise ärgert, für den haben wir einen Tipp. In unserem Artikel erklären wir, zu welcher Uhrzeit das Tanken am günstigsten ist. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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