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Neues Stadtquartier in Köln-Ehrenfeld: 1700 Wohnungen statt Schrottplatz

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Von: Martin Henning

Überblick über das Areal in Köln-Ehrenfeld, auf dem das neue Stadtquartier „Pan“ entsteht.
In dem weiß umrandeten Areal entsteht das neue Stadtquartier „Pan“. © PANDION

Ehrenfeld bekommt ein neues Stadtquartier: Auf dem Max-Becker-Areal in Köln entsteht das „Pan“ mit 1700 neuen Wohnungen.

Köln – Jung, frisch, hip. Das fällt vielen ein, wenn sie an Ehrenfeld denken. Das Szene-Viertel in Köln ist beliebt wie nie. Wohnraum ist deswegen fast unmöglich zu finden. Doch das soll sich zeitnah ändern. Auf dem Max-Becker-Areal entsteht ein neues Stadtquartier namens „Pan“.

Doch nicht nur wohnen soll dort bald möglich sein, es werden auch tausende Arbeitsplätze geschaffen. Was tut sich da im Kölner Westen? 24RHEIN hat alle Infos.

Max-Becker-Areal in Köln: Pandion schafft neues Stadtquartier in Ehrenfeld

Auf dem Gelände an der Widdersdorfer Straße 174 befindet sich derzeit noch der Schrottplatz des Rohstoffverwertungsunternehmens Max Becker. Dieses zieht 2022 aber in den Niehler Hafen um. Das Kölner Immobilienunternehmen Pandion hat sich das Areal in Ehrenfeld gesichert und baut dort ein neues Wohn- und Arbeitsquartier.

Auch das angrenzende Grundstück der Rheinenergie wird Teil dieses neuen Quartiers sein. Dafür haben sich Pandion und die Rheinenergie auf einen Kooperationsvertrag geeinigt. Insgesamt wird das neue Areal 16,2 Hektar groß sein. Es befindet sich gegenüber des Quartiers am Alten Güterbahnhof und wird von Maarweg und Widdersdorfer Straße begrenzt.

Köln: Max-Becker-Areal soll bis 2029 fertig gestellt sein

Größe:16,2 ha
Wohnungen:1700
Arbeitsplätze:4000
Baubeginn:2023
Fertigstellung:2029

Köln: Was entsteht auf dem Max-Becker-Areal in Ehrenfeld?

Das Pan soll eine Mischung aus Wohn- und Arbeitsquartier werden. Auf dem Areal werden insgesamt 1700 Wohnungen gebaut. Davon sind 30 Prozent öffentlich gefördert, werden also niedrigere Mieten haben. Bis zu 4000 neue Arbeitsplätze können dort entstehen.

Das Pan soll eine „Stadt der kurzen Wege“ werden, um Zeit zu sparen und weniger Emissionen zu produzieren, sagt das Immobilienunternehmen Pandion. Neben Wohnungen und Arbeitsplätzen spielen in den Gedanken auch Bäcker und Boutiquen, Restaurants, Cafés, eine Eisdiele sowie ein Hotel eine Rolle. Am Quartier befinden sich bereits ein Supermarkt und ein Discounter, dieses Angebot soll gegebenenfalls ausgebaut werden.

Um das Quartier auch für Familien interessant zu machen, sind nach ersten Ideen eine Schule und mehrere Kitas geplant. Zudem sollen dort „weitere Sozial- und Kulturflächen“ ihren Platz finden. Was auf dem Max-Becker-Areal konkret entsteht, entscheidet sich aber erst im städtebaulichen Wettbewerb und im Bebauungsplanverfahren (siehe „Zeitplan und Fertigstellung“).

Das Pan gehört ebenso wie der Deutzer Hafen, das „I/D Cologne“ in Mülheim und die Parkstadt Süd zu den größeren Arbeits- und Wohnquartieren, die derzeit in Köln neu gebaut werden.

Grafik des Max-Becker-Areals, auf dem das neue Wohn- und Arbeitsquartier entstehen soll.
Auf den rot schraffierten Flächen soll später einmal das Wohn- und Arbeitsquartier entstehen. © Stadt Köln

Max-Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld: Der Zeitplan und Fertigstellung

Max-Becker-Areal in Köln: Wie können sich die Bürgerinnen und Bürger einbringen?

Pandion und die Stadt Köln möchten vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner aktiv in den Gestaltungsprozess einbeziehen. Ende Oktober 2020 wurden die Kölner Bürger in einer Infoveranstaltung erstmals öffentlich über das Projekt informiert. Dort wurden bereits erste Fragen beantwortet und Anregungen in den Planungsprozess übernommen.

Von Ende April bis Mitte Mai 2021 konnten die Bürgerinnen und Bürger in einer Online-Umfrage angeben, welche Qualitäten, Wünsche und Herausforderungen sie für das neue Areal haben und wie ihre Zukunftsvision für das Gebiet aussieht. Die Ergebnisse sind online bei der Stadt Köln einsehbar.

Am 18. Juni 2021 stellte die Stadt den Zielbildentwurf für den Westen Kölns (Braunsfeld, Müngersdorf, Ehrenfeld und Bickendorf) vor. Wie genau das Max-Becker-Areal in Zukunft genutzt werden soll, darüber diskutiert die Stadt am 29. Oktober 2021 mit allen Interessierten. Über einen Livestream können sie die Veranstaltung verfolgen und Fragen beziehungsweise Anmerkungen einbringen. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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