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Köln: Verdacht auf Weltkriegsbombe in Neuehrenfeld – Stadt gibt Entwarnung

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Von: Nina Büchs

Eine Fliegerbombe liegt auf einem Fahrzeug, um abtransportiert zu werden.
Am Mittwoch, 11. August, soll überprüft werden, ob in Neuehrenfeld eine Weltkriegsbombe unter der Erde liegt (Symbolbild). © BeckerBredel/Imago

Liegt in Neuehrenfeld eine Fliegerbombe unter der Erde? Die Stadt Köln untersuchte einen sogenannten „Verdachtspunkt“. Jetzt gibt es Entwarnung.

Update vom 11. August, 10:45 Uhr: Der Verdacht, dass in Neuehrenfeld an der Lukasstraße eine Bombe unter der Erde liegen könnte, hat sich nicht bestätigt. Bei der Kampfmittelüberprüfung wurde keine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, so die Stadt Köln. Eine Evakuierung sei deshalb nicht notwendig.

Köln: Weltkriegsbombe in Neuehrenfeld? Sondierung soll Klarheit bringen

Erstmeldung vom 10. August:

Köln – Im Stadtteil Neuehrenfeld in Köln könnte sich eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Die Stadt Köln teilte mit, dass der „Verdachtspunkt“ am Mittwoch, 11. August, aufgegraben werden soll. „Dass dort ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wird, ist keineswegs sicher – aber möglich“, so die Stadt. Sollte dort am Mittwoch tatsächlich eine Bombe gefunden werden, müsse diese entschärft werden.

Köln: Verdacht auf Bombenblindgänger in Neuehrenfeld – Ausgrabung findet am Mittwoch statt

Erst am Montag, 9. August, wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe in Lindenthal entdeckt und am selben Tag entschärft. Im Rahmen der Bombenentschärfung musste dafür sogar teilweise ein Krankenhaus evakuiert werden. Dass Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg zufällig bei Bauarbeiten entdeckt werden, passiert immer wieder.

Es kommt jedoch auch vor, dass in Köln im Vorhinein sogenannte „Verdachtspunkte“ ermittelt werden, so eine Stadtsprecherin gegenüber 24RHEIN. Dabei wird anhand von Daten oder Messungen vermutet, dass dort eine Weltkriegsbombe liegen könnte. Etwa 1.000 Verdachtsfälle ereignen sich laut der Stadtsprecherin in Köln pro Jahr. Dies ist nun auch in Neuehrenfeld der Fall. In den wenigsten Fällen werden bei anschließenden Überprüfungen jedoch tatsächlich Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, so die Stadtsprecherin weiter.

Wie aber kommt es, dass bestimmte Verdachtspunkte festgelegt werden? Und worauf stützt sich der Verdacht? Die Stadtsprecherin erklärt: „Wird in Köln gebaut, muss überprüft werden, ob sich auf dem Grundstück Kampfmittel befinden. Dafür werden Luftbilder abgeglichen, zudem können Spezialgeräte eingesetzt werden, mit denen man Metallgegenstände in der Erde aufspüren kann“.

Kampfmittel gezielt suchen und beseitigen: Luftbildauswertung spielt dabei eine wichtige Rolle

Eine wichtige Rolle bei der Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg spielt unter anderem die Luftbildauswertung. „Die Alliierten hatten im Zweiten Weltkrieg zur Vorbereitung und Kontrolle ihrer Luftangriffe Aufklärungsfotos der betroffenen Regionen aufgenommen. Diese Aufnahmen lassen erkennen, wo schwerpunktmäßig Kampfmittel abgeworfen wurden“, so das Innenministerium Nordrhein-Westfalen. Heute stehen der Kampfmittelbeseitigung etwa 330.000 dieser Bilder zur Verfügung, die nach dem Zweiten Weltkrieg in britischen und amerikanischen Archiven aufbewahrt wurden.

Verdacht auf Bombenblindgänger in Neuehrenfeld: Das passiert, wenn Bombe tatsächlich gefunden wird

Sollte sich der Verdacht bei der Ausgrabung am Mittwoch bestätigen, muss die Bombe also entschärft werden. In diesem Fall wird zunächst ein Gefahrenbereich rund um den Fundort festgelegt und evakuiert. „Diesen Gefahrenbereich legen der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf und das Ordnungsamt der Stadt Köln fest, sobald klar ist, ob etwas gefunden wurde. Dies hängt von der Aufgrabung ab“, heißt es weiter. Die Stadt Köln will dazu am Mittwoch weitere Informationen mitteilen.

Bombenfunde in Köln: Hier wurden zuletzt Kampfmittel gefunden

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