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Bilder zeigen, wie das neue Max-Becker-Areal in Ehrenfeld aussehen soll

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Von: Johanna Werning

Ein Entwurf des Max-Becker-Areals. Die alten Backsteinhäuser bleiben, doch das Areal soll deutlich grüner werden.
Mit dem Großprojekt „Pan“ soll auf dem Max-Becker-Areal ein komplettes Stadtquartier entstehen. Das Uhrenhaus und ähnliche Gebäude bleiben dabei bestehen (Entwurf). ©  PANDION AG / RheinEnergie AG

Jetzt ist klar, wie das neue Quartier auf dem Max-Becker-Areal in Köln aussehen soll. Zwar bleiben die alten Backsteinhäuser, doch drumherum wird es deutlich grüner.

Köln – Auf dem ehemaligen Schrottplatz des Rohstoffverwertungsunternehmens Max Becker in Köln soll ab 2026 ein neues, hippes Stadtquartier namens „Pan“ entstehen. Auf dem 17,3 Hektar großem Arenal sollen rund 1.700 Wohnungen und etwa 4.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch eine Grundschule, mehrere Kindertagesstätten, Nahversorgungsangebote sowie Sport-, Kultur- und Jugendangebote sowie öffentliche Grünflächen sind geplant.

Entwurf zum Max-Becker-Areal steht: „grün, kulturell verankert und kreativ anziehend“

Nun steht auch fest, wie das neue Max-Becker-Areal im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld aussehen soll. Denn am 18. Oktober entschied sich eine 20-köpfige Fachjury für einen Siegerentwurf für das neue Stadtquartier „Pan“. Der Bereich nördlich der Widdersdorfer Straße soll „grün, kulturell verankert und kreativ anziehend“ werden, heißt es in der Projektbeschreibung.

Der Entwurf stammt dabei vom Planungsbüro Cityförster und dem Kölner Landschaftsarchitekten urbanegestalt. Sie setzten sich in der finalen Runde des Wettbewerbs durch.

Max-Becker-Areal in Köln: Neues Stadtquartier – doch Industriegebäude bleiben

Ein Entwurf des Max-Becker-Areals. Der Bereich soll sehr grün werden.
Die Wohnhöfe sollen Anwohner selbst gestalten können (Entwurf). ©  PANDION AG / RheinEnergie AG

„Mit dem Ehrenfelder ‚Best-Of‘ entsteht ein offenes, charakterstarkes Quartier, das eine hohe städtebauliche Dichte mit offenen, vielfältig vernetzenden und reichhaltig programmierten Freiräumen verbindet“, wird der Entwurf beschrieben. „Es ist ein Kölner Veedel im besten Sinne: Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung sind kleinräumlich gemischt und auf kurzen Wegen miteinander vernetzt.“

Aber wie genau soll das neue Großprojekt Pan aussehen? Die bestehenden Backsteingebäude und denkmalgeschützten Gebäude wie beispielsweise das Uhrenhaus, die Arbeitervillen und die Gebäude des Gaswerks Köln bleiben – genau wie die prägnante Gaskugel.

Ein Entwurf zum Max-Becker-Areal in Köln zeigt, wie groß das neue Stadtquartier wird.
Auf über 17 Hektar soll in Ehrenfeld ein neues Stadtquartier entstehen. © „PANDION AG / Fotograf: Simon Büttner“

Rund herum sollen verschiedene Wohnkomplexe, mehrere Grünflächen und ein großer Park entstehen. Auch die Wohngebäude selbst sollen grün werden – dank der sogenannten Wohnhöfe. Das sind Innenhöfe, die als Spiel- und Bewegungsfläche genutzt werden sollen. Außerdem sollen Anwohner die Möglichkeit bekommen, einzelne Grünflächen dort selbst zu gestalten.

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Und auch für den Verkehr gibt es bereits einen genauen Plan. Das Max-Becker-Areal soll nämlich gemütlich und ruhig werden. Autos? Fehlanzeige – viele Straßen sind stattdessen nur für die Ver- und Entsorgung mit Autos befahrbar. Stattdessen wird vor allem auf Fuß- und Radwege gesetzt. „Im gesamten Gebiet gilt Tempo 30 und ein Vorrang für Fuß- und Radverkehre“, heißt es im Entwurf.

Auf Basis des Siegerentwurfs soll nun bereits in wenigen Monaten das formelle Bauleitplanverfahren gestartet werden. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll es dann eine Baugenehmigung geben. Ab 2026 könnte dann mit der Umsetzung des Großprojektes begonnen werden. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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