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Vom Schrottplatz zum Loft, das Hipster lieben: Was im Norden von Ehrenfeld entstehen soll

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Von: Mick Oberbusch

Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld sollen mit „The Wid One“ und „The Wid Two“ bald zwei neue Quartiere entstehen. Nun geht es an die konkrete Planung.

Köln – Das Kölner Szeneviertel Ehrenfeld steht vor weitreichenden Veränderungen: Wie die Projektentwickler von Alfons & alfreda mitteilen, sollen auf dem ehemaligen Max-Becker-Areal (Widdersdorfer Straße 158 und 188a) die neuen Quartiere „The Wid One“ und „The Wid Two“ entstehen (ursprünglich „The Wid“ und „The Two“). Nur wenige Minuten vom Großprojekt „Ovum“ im benachbarten Köln-Braunsfeld entfernt. „Nachdem der Projektentwickler die beiden Grundstücke, jeweils östlich des Gaswerks an der Widdersdorfer Straße im Herzen von Ehrenfeld, in den Jahren 2020 und 2021 erworben hatte, wurden die Liegenschaften als Ideenteil im städtebaulichen Wettbewerb über die Entwicklung des damaligen Max-Becker-Areals im letzten Jahr berücksichtigt“, teilt das Planungsbüro mit.

Planungsbüro entwickelt neue Bauprojekte für Köln-Ehrenfeld

Das Ergebnis dieser Ausarbeitung sei nun die Grundlage für das Planverfahren zum Areal. Bei „The Wid One“ und „The Wid Two“ handelt es sich um zwei Quartiere, die gemeinsam eine Fläche von rund 30.000 Quadratmetern (sind etwas mehr als vier Fußballfelder) besetzen und den „Charme des Gewerbestandorts Ehrenfeld“ erhalten sollen. „Aus diesem Grund sind neben rund 2.500 geplanten Arbeitsplätzen pro Quartier, diverse Nutzungsarten geplant, wie zum Beispiel Fitness, Gastronomie, Hotel und ergänzend gegebenenfalls auch Bildungsangebote, sodass ein lebendiges 24/7-Viertel entsteht als Ort des Austauschs“, heißt es vom Projektentwicklungsbüro.

Das Max-Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld

Das sogenannte Max Becker-Areal nördlich der Widdersdorfer Straße 194 in Köln-Ehrenfeld soll zu einem neuen Stadtquartier entwickelt werden. Derzeit wird das Gelände noch von dem Verwertungsunternehmen Max Becker vor allem als Schrottplatz genutzt. Das Unternehmen verlässt 2022 seinen bisherigen Firmensitz an der Widdersdorfer Straße und verlagert seinen Standort in den Niehler Hafen. Dadurch ergibt sich die Chance, das Gebiet in die Stadt zu integrieren und dort neue Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Nahversorgung und Grünflächen zu realisieren. (Quelle: Stadt Köln)

Ehemaliges Max-Becker-Areal in Ehrenfeld wird bebaut – „möchten, dass sich dort Leben abspielt“

The Wid One außen
Das „The Wid One“ ist das leicht größere der beiden Quartiere (Visualisierung). © Alfons & alfreda

Doch wie sollen die Quartiere konkret aussehen? Zusätzlich zu einigen Entwürfen, die „Alfons & alfreda“ bereits veröffentlicht haben, erklärt Projektentwicklerin Annabelle Brune: „Auf den Dächern sehen wir viel Begrünung vor, zudem auch Roof Top-Terrassen und Bars. Wir möchten, dass sich nicht nur in den Quartieren, sondern auch auf den Dächern Leben abspielt.“ Wichtig ist dem Unternehmen auch, dass nicht bloß „steinreiche“, neue Mieter in die geplanten Quartiere einziehen. „Auch die zukünftigen Mieter werden nicht allein nach Finanzstärke, sondern auch nach dem Einfluss auf das Umfeld ausgewählt. Es gibt viele Stellschrauben, mit denen man ein Quartier in eine nachhaltige Richtung steuern kann“, so Laurenz Hofmann von „Alfons & alfreda“.

Alfons & alfreda: Städteplaner für neue Quartiere in Köln-Ehrenfeld

Alfons & alfreda entwickelt Neubauprojekte und investiert in Bestandsobjekte mit Entwicklungspotenzialen in und um die Top 7-Städte in Deutschland mit vornehmlich gewerblichen Nutzungen und dem Fokus auf Stadtquartiersformaten. Als unabhängiger Projektentwickler deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienentwicklung vom ersten konzeptionellen Gedanken bis hin zum Verkauf des fertiggestellten Assets ab. Das bundesweit tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf wurde 2018 gegründet. (Quelle: Alfons & alfreda)

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