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Köln: Polizei verbietet Demo vor der Zentralmoschee in Ehrenfeld

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Die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld von Außen.
Die Polizei hat eine Demo an der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld verboten (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

An der Ditib-Zentralmoschee in Ehrenfeld wurde eine Demo verboten. Die Polizei hatte eine Provokation der islamischen Welt befürchtet.

Köln – Die Polizei hat eine Demo an der Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld verboten, weil sie eine folgenschwere Provokation der islamischen Welt befürchtet. Es sei zu erwarten, dass auf der Kundgebung Mohammed-Karikaturen gezeigt werden sollten, schilderte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Veranstaltung, die ein privater Anmelder in der kommenden Woche parallel zum Freitagsgebet durchführen will, sei daher aus Sicherheitsgründen untersagt worden. Eine massive Emotionalisierung und gewaltsame Auseinandersetzungen auch außerhalb von Köln seien nicht unwahrscheinlich. Dem Anmelder zufolge handelt es sich um eine Demo eines Künstlerkollektivs für Menschenrechte.

Ditib-Moschee in Ehrenfeld: Demo in Köln verboten

Die Versammlung war als Kundgebung „zum Gedenken an Samuel Paty und Kurt Westergaard“ angemeldet worden. Der französische Lehrer Paty war im vergangenen Herbst von Islamisten enthauptet worden. Der dänische Karikaturist Westergaard hatte den Propheten Mohammed mit einer Bombe und einem Turban dargestellt, die Zeichnung hatte in der islamischen Welt eine schwere gewaltsame Protestwelle ausgelöst.

Zu der Demo in Köln seien als Hilfsmittel unter anderem auch Karikaturen angemeldet worden. Man müsse mit Folgen für die „regionale, nationale und internationale Sicherheitslage“ rechnen. „So eine Versammlung kann sehr weite Kreise ziehen“, betonte der Polizeisprecher. Es habe zudem Hinweise aus Sicherheitskreisen zum Anmelder der Versammlung gegeben, „die eine bewusste Herbeiführung gewaltsamer Aktionen durch ihn untermauern“. In Gesprächen mit der Polizei habe der Anmelder diese Hinweise nicht entkräften können.

Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld: Freitagsgebet gut besucht

Das Freitagsgebet in der Zentralmoschee, wo es auch eine Sonderimpf-Atkion gab, der Türkisch Islamischen Union Ditib ist in der Regel gut besucht. Viele Teilnehmer kommen auch von außerhalb. Gegen das Polizei-Verbot kann der Anmelder vor das Verwaltungsgericht ziehen. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 13. August inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Angaben des Anmelders zur Veranstaltung.

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