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Explosion im Chempark Leverkusen – „zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr“ für Köln

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Von: Johanna Werning

Ein Polizist steht auf einer Straße. Im Hintergrund sieht man die Rauchwolke des Chempark Leverkusen
Bei der Explosion wurden mehrere Menschen verletzt. © Oliver Berg/dpa

Eine Explosion im Chempark Leverkusen verursacht eine Rauchwolke. Katwarn löste für Köln aus. Laut Feuerwehr bestand jedoch „zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr“ für Köln.

Köln – Eine Explosion im Chempark Leverkusen versetzt die Einsatzkräfte derzeit in Alarmbereitschaft. Eine riesengroße dunkle Rauchwolke zog über Leverkusen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe „Extreme Gefahr“ ein. Auch die Katwarn-App löste aus, zudem waren Sirenen zu hören.

Explosion im Chempark Leverkusen – „zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr“ für Köln

Die Explosion im Chempark ereignete sich im Stadtteil Wiesdorf und ist damit nur wenige Kilometer von Köln entfernt – die Stadtteile Stammheim, Mülheim und Höhenhaus grenzen direkt an das Leverkusener Stadtgebiet und dem Explosionsort. „Durch das Brandereignis entstand eine weithin sichtbare Rauchsäule, die zu Verunsicherung auch bei der Kölner Bevölkerung führte“, so die Stadt in einer späteren Pressemitteilung.

Die Warnapps „Katwarn“ und „NINA“ lösten vorsichtshalber auch für Köln aus. Zusätzlich wurden kurz nach der Explosion im Chempark Leverkusen auf dem Kölner Stadtgebiet Luftmessungen durchgeführt, so die Stadt. In folgenden Stadtteilen wurden Messungen durchgeführt:

„Die vorsorglichen Luftmessungen in Köln bestätigen, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestand“, heißt es am Nachmittag auf der Internetseite der Stadt Köln. Dabei waren „Spezialfahrzeuge der Umweltschutzeinheiten tätig“, die durch die angrenzenden Kölner Stadtgebiete fuhren. Die Einsatzkräfte führten zusätzlich auch Wischproben durch, so die Feuerwehr Köln.

Explosion im Chempark Leverkusen – nur wenige Kilometer entfernt

Die Feuerwehr Köln meldet jedoch, dass das betroffene Gebiet gemieden werden soll. Zusätzlich soll der Chempark Leverkusen weiträumig umfahren werden. Daher sind die A1, A3 und die A59 um Köln und Leverkusen teils gesperrt. Die Anwohner sind gewarnt worden, Fenster und Türen zu schließen.

Explosion im Chempark Leverkusen – Rauchwolke zieht Richtung Ruhrgebiet

Die Feuerwehr Köln hat im Stadtgebiet mehrere Messungen durchgeführt, die jeddoch „keine Auffälligkeiten ergeben“ haben. Auf Nachfrage von 24RHEIN erklärt der Deutsche Wetterdienst ebenfalls, dass „Köln nichts mit der Rauchwolke zu tun haben wird.“ Die Schadstoffe ziehen stattdessen in Richtung Ruhrgebiet. Vor allem Solingen, Mettmann und Hattingen seien betroffen.

Explosion im Chempark Leverkusen – Katwarn löst in Solingen aus

Auch in anderen NRW-Städten wie Düsseldorf wurden die Bürgerinnen und Bürger in Alarmbereitschaft gesetzt. In Solingen löste Katwarn ebenfalls aus. Wie die Feuerwehrstelle mitteilt, ist es im Stadtgebiet „im Bereich Aufderhöhe und Ohlings“ zu Beeinträchtigungen gekommen. Anwohner sollen Fenster und Türen schließen. Zuvor haben Anwohner einen „komischen Geruch“ wahrgenommen.

Explosion im Chempark Leverkusen – Hintergründe

Gegen 9:40 Uhr explodierte ein Tanklager im Chempark Leverkusen. Bislang wurden vier Schwerverletzte und zwölf Verletzte geborgen. Zudem werden Menschen nach der Explosion im Chempark Leverkusen vermisst*, berichtet auch merkur.de*. Neben Einsatzkräften aus Leverkusen war auch die Feuerwehr Köln im Einsatz. Die Stadt Leverkusen hat zusätzlich einen Krisenstab eingerichtet.

Aufgrund der Explosion wurde der Betrieb der Fähre „Fritz Middelanis“ zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf vorübergehend eingestellt. Ab 15 Uhr soll die Fähre den Betrieb wieder aufnehmen, so die Häfen und Güterverkehr Köln AG. (jw) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 28. Juli aktualisiert. Neuerung: Stadtteile, in denen Messungen durchgeführt worden sind.

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