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Feuersalamander von tödlichem Pilz bedroht: Was man im Wald jetzt beachten sollte

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Von: Stefanie Knupp

Ein Feuersalamander kriecht über einen Waldweg.
Klimawandel und Hautpilz bedrohen Salamander in NRW. © Boris Roessler/dpa

Die sogenannte Salamanderpest breitet sich immer weiter aus. Die unter Schutz stehenden Tiere sterben an der Krankheit. So können Feuersalamander geschützt werden.

Köln – Der Feuersalamander hat aktuell gegen eine tückische Krankheit zu kämpfen. Der Hautpilz Bsal verbreitet sich rasend schnell und kann nur durch Eindämmung aufgehalten werden. Die sogenannte Salamanderpest kommt auch im Regierungsbezirk Köln vor „und hat schon mehrere Populationen der unter strengem Naturschutz stehenden Amphibie ausgerottet“, wie die Bezirksregierung mitteilt.

Besonders betroffen ist demnach die Nordeifel. Auch in anderen Gebieten komme es aber immer öfter zu Bestandsrückgängen. Im Januar etwa wurden bei Castrop-Rauxel 150 tote Feuersalamander gefunden. In freier Wildbahn können die Amphibien bis zu 25 Jahre alt werden. Befällt sie der Pilz, sterben die Tiere einen qualvollen Tod, schreibt die Bezirksregierung. „Neben Feuersalamandern sind auch andere Lurcharten wie der Kammmolch bedroht“, heißt es weiter.

Salamderpest in Köln: So verbreitet der Mensch den Hautpilz

Ein Faktor bei der Ausbreitung der Salamanderpest ist der Mensch. Die Krankheit wird nämlich über kontaminierten Schlamm und Waldboden verbreitet. Dieser bleibt zum Beispiel an Schuhen und Fahrradreifen hängen, wird so weitergetragen. „Es ist nachgewiesen, dass Bsal am häufigsten in von Menschen hoch frequentierten Gebieten auftritt“, so die Bezirksregierung.

Gerade angesichts der Corona-Pandemie und weniger Freizeitmöglichkeiten zieht es die Menschen mehr denn je ins Freie und die Wälder. Die Bezirksregierung empfiehlt zum Schutz der bedrohten Feuersalamander deshalb, feste Wege nicht zu verlassen und Hunde an der Leine zu führen. Auch die Vierbeiner können den Pilz weitertragen.

Köln: Salamanderpest – Bezirksregierung empfiehlt Desinfektion

„Sollte man mit Untergrund in einem Amphibienlebensraum in Kontakt kommen, wird Wanderern, Radfahrern, Anglern, sowie Forstleuten und Jägern empfohlen, ihre Ausrüstung und Schuhe zu reinigen und zu desinfizieren“, rät die Bezirksregierung. Wer ein krankes oder schon totes Tier findet, sollte das am besten der regionalen Naturschutzbehörde melden.

Während die Feuersalamander im Wald geschützt werden müssen, sollten Menschen auch im Kölner Stadtgebiet selbst auf der Hut sein. Wo der Eichenprozessionsspinner in Köln sein Unwesen treibt und welche gesundheitlichen Folgen der Kontakt mit dem Insekt hat, lesen sie hier. (sk)

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