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Feuerwehr Köln mit neuer Einsatzkleidung – und dafür gibt es gute Gründe

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Von: Mick Oberbusch

Feuerwehrleute in Köln mit alter und neuer Uniform
Links neu, rechts alt: Die Kölner Feuerwehr bekämpft Brände künftig in sandfarbenen Uniformen. © Lars Jäger/WupperVideo

Die Feuerwehr Köln erhält neue Uniformen. Künftig ziehen die Brandbekämpfer in heller Einsatzkleidung durch die Stadt – das hat viele Vorteile.

Köln – Wenn es an einem Gebäude brennt, eine Person aus schwindelerregender Höhe gerettet werden muss oder jemand nach einem Verkehrsunfall im Auto eingeklemmt ist, ist die Feuerwehr in Köln nicht weit. An ihr Erscheinungsbild mit dunkler Uniform hat man sich im Stadtgebiet längst gewöhnt – künftig jedoch laufen die Feuerwehrleute in anderem Gewand durch die Domstadt. Wie dieses aussieht, gab der Rettungsdienst am Freitag, 21. Oktober bekannt. Und gleich auf den ersten Blick wird klar: Statt Marine-Farben ist künftig Sand-Look angesagt.

Feuerwehr Köln
Gründung26. Mai 1872
Standorte11 Feuer- und Rettungswachen, 5 Rettungswachen, 1 Löschbootstation, 1 Hubschrauberlandestation
Mitarbeiterrund 1500

Feuerwehr Köln künftig im Sand-Look unterwegs – alte Uniformen waren fast 20 Jahre alt

Über die neuen Feuerwehruniformen hat 24RHEIN mit Ulrich Laschet, Pressesprecher der Feuerwehr Köln, gesprochen. „Die alten Uniformen haben die Rettungskräfte nun seit fast 20 Jahren getragen. Inzwischen wurden jedoch neue und bessere Materialien entwickelt, die funktioneller sind“, sagt er auf Anfrage. „Die nun verwendeten Membrane sind flammbeständiger und bieten so bei Feuer einen noch besseren Schutz. Zudem sind sie etwa ein bis zwei Kilogramm leichter“, so Laschet weiter.

Neue Feuerwehr-Uniformen: Logo groß auf der Rückseite, Farb-Umstellung

In erster Linie fällt jedoch neben dem Feuerwehr-Logo, das nun groß auf der Rückseite der Arbeitskleidung prangt, die veränderte Farbe auf. Dabei ist man nicht etwa einem modischen Trend gefolgt; der Umstieg von blau auf hellbraun/sandfarben hat auch Sicherheitsgründe. „Früher hat man die Uniformen dunkel gehalten, weil man gesagt hat, sie werden beim Einsatz ja sowieso schmutzig“, so Laschet. „Allerdings nimmt so eine Uniform während eines Einsatzes aber auch Brandgase auf, deren Rückstände auf dunklen Uniformen längst nicht so gut sichtbar sind, wie auf hellen“, erklärt der Pressesprecher weiter.

Feuerwehr Köln bekommt neue Einsatzkleidung – alle Neuerungen auf einen Blick

Köln: Neuerungen bei den Feuerwehr-Uniformen im Überblick

► Farbe: künftig „sand“ statt dunkelblau

► flammbeständigeres Material, bessere Sichtbarkeit von Brandrückständen auf der Uniform

► etwa ein bis zwei Kilo leichter als die Vorgänger-Uniformen

► bessere Sichtbarkeit der Feuerwehrleute für Verkehrsteilnehmende, besonders in der Nacht

► verbessertes Rettungssystem; Karabinerhaken nun praktisch in der Brusttasche verstaut, statt an einem „klassischen“ Feuerwehrgurt, der die Einsatzkräfte zumeist behinderte

Mit Blick auf die hellen, neuen Uniformen könne so nun schneller festgestellt werden, ob die Arbeitskleidung beschädigt sei bzw. diese noch Brandstoffe enthalte. Dementsprechend könne sie auch schneller entsorgt werden. „Außerdem sind unsere Kolleginnen und Kollegen ja häufig auch nachts oder in engen Häuserschluchten unterwegs. Durch die helle Uniform werden sie auch für Verkehrsteilnehmer sichtbarer, was beiden einen besseren Schutz bietet.“

Neue Einsatzkleidung in Köln: Karabinerhaken zum Sichern bekommt neuen Platz

Zudem verfügen sie über ein „verbessertes Rettungssystem“, wie die Feuerwehr erklärt – doch was genau bedeutet das? „An den alten Uniformen befand sich seit jeher ein klassischer Feuerwehrgurt mit einem Karabinerhaken, mit dem sich die Einsatzkräfte sichern konnten“, so Laschet. Das Problem: „Dieser Haken hat die Kolleginnen und Kollegen eher behindert und unbeweglich gemacht. Bei der neuen Uniform ist dieser Karabinerhaken nun in einer Brusttasche untergebracht; er behindert dort nicht und kann bei Notwendigkeit sofort herausgezogen werden.“

Feuerwehr Köln: Uniform-Umrüstung „vier bis fünf Jahre“

Bis alle über 1500 Einsatzkräfte der Feuerwehr in Köln in neuem Gewand Brände löschen oder Menschen retten, werden laut Laschet allerdings noch „vier bis fünf Jahre“ vergehen – die Umstellung erfolgt sukzessive. Und was passiert mit den alten Uniformen? „Die bisherige Einsatzkleidung verwenden wir künftig zu Ausbildungszwecken und bei Lehrgängen weiter“, erklärt er. Weggeschmissen würde die ausgediente Funktionskleidung jedenfalls nicht. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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