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Exotische Fracht am Flughafen Köln/Bonn: Zoll zeigt verstörende Fotos

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„Bushmeat“-Fund am Flughafen Köln/Bonn
Am Flughafen Köln/Bonn hat der Zoll sogenanntes „Bushmeat“ (hier ein toter Galago) aus dem Verkehr gezogen. © Hauptzollamt Köln

Der Kölner Zoll hat am Flughafen Köln/Bonn in der vergangenen Woche den Schmuggel von „Bushmeat“ aus Nigeria verhindert – und fast eine halbe Tonne toter Tiere aus dem Verkehr gezogen.

Köln – Dass der Kölner Zoll am Flughafen Köln/Bonn immer mal wieder einen ungewöhnlichen Fund macht, ist nichts Neues. Zumeist haben es die Beamten hier aber mit Drogen, gefälschten Markenklamotten oder Ähnlichem zu tun. Der neueste Fund dürfte aber selbst bei hartgesottenen Zoll-Beamtinnen und -Beamten zumindest für ein wenig Übelkeit gesorgt haben.

Tiere werden im Urwald gejagt – das ist „Bushmeat“

Tiere werden im Urwald und in Savannen gejagt – das ist „Bushmeat“

Bei „Bushmeat“ handelt es sich um eine spezifisch afrikanische Bezeichnung für Wildfleisch von Tieren, die im Urwald oder in den Savannen von Afrika, Asien und Südamerika gejagt werden. Dazu zählen vor allem Ducker (kleine Antilopen), Ratten, Affen und Stachelschweine, aber auch andere Säugetiere wie Elefanten oder Büffel, Reptilien (wie Krokodilfleisch), Schlangen, Frösche und Vögel.

Denn wie der Zoll nun erklärte, verhinderte man in den vergangenen Wochen am Flughafen Köln/Bonn den Schmuggel von „Bushmeat“ in Paketsendungen aus Nigeria. „Bushmeat“ (dt. Buschfleisch) ist eine spezifisch afrikanische Bezeichnung für Wildfleisch von Tieren, die im Urwald oder in den Savannen gejagt werden

„Bushmeat“ beim Zoll am Flughafen Köln/Bonn aufgetaucht – diese Tierkadaver wurden gefunden

„Neben vier Galagos, auch Buschbabys genannt, einem Stachelschwein und einer Antilope, fanden wir auch große Mengen verdorbene Fische, Krebstiere, Kuhhaut und Schnecken. Insgesamt haben wir fast eine halbe Tonne der zum Großteil gerösteten oder geräucherten Tiere gefunden“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. Die 15 zwischen 100 und fast 300 Kilogramm schweren Paketsendungen, waren auf dem Weg an Privatpersonen aus Deutschland, aber auch Frankreich und Belgien. Die Fotos der weiteren, gefundenen Tierkadaver können in der Mitteilung des Hauptzollamtes abgerufen werden.

„Bushmeat“ am Flughafen Köln/Bonn: Tierkadaver nur in Zeitungspapier verpackt

„Die nur in Zeitungspapier und Plastiktüten verpackten Tierkadaver, lagen zwischen großen Mengen Bekleidung, Arzneimitteln und Kosmetikprodukten. Neben den tierischen Bestandteilen, musste häufig der komplette Paketinhalt aufgrund starken Maden- und Schimmelbefalls, auf Anordnung der bei solchen Aufgriffen beteiligten Veterinäre des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes - Grenzkontrollstelle Flughafen der Stadt Köln, vernichtet werden“, so Ahland weiter. (mo/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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