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Corona-Regeln: Verschärfung in Köln? Hamburg macht es mit 2G+ vor

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Von: Nina Büchs

Eine Kellnerin bedient Gäste an einem Tisch in einem Restaurant und hält einen Teller in der Hand.
Wer in Hamburg ins Restaurant geht, muss 2G+ beachten – werden die Corona-Regeln auch in Köln verschärft? © Shotshop/Imago

Fitnessstudio, Restaurants, Museen – in Hamburg haben diese Bereiche nur noch für Geimpfte und Genesene mit negativem Test geöffnet. Gilt diese Regel auch bald in Köln?

Köln – Mal wieder in einem Restaurant essen, eine Ausstellung besuchen oder sich im Fitnessstudio auspowern – all das geht in Hamburg künftig nur noch, wenn man geimpft und genesen und zusätzlich getestet oder bereits geboostert ist. Denn weil die Inzidenzwerte dort so enorm angestiegen sind, hat die Stadt im Norden von Deutschland die 2G-Regel in vielen Bereichen durch eine 2G+-Regel ersetzt. Könnte diese Verschärfung jedoch auch bald in Köln umgesetzt werden? Immerhin ist auch dort die Inzidenz wieder gestiegen, zudem breitet sich die Corona-Variante Omikron in Köln weiter aus.

Corona-Lage in Köln: Inzidenzwert in Hamburg ist deutlich höher

Fest steht: Die Corona-Lage in Hamburg ist aktuell deutlich angespannter als in Köln. Denn während die 7-Tage-Inzidenz in Hamburg laut der dortigen Gesundheitsbehörde am 4. Januar 2022 bei 463,3 liegt, ist der Wert in Köln noch deutlich niedriger. Dort wurden laut der Stadt Köln 267,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet (Stand: 4. Januar 2022). Deutlich höher liegen aktuell die Werte aber unter anderem in den Städten Bremen (569,9) und Erfurt (559,7).

Coronavirus: Diese Regeln gelten nun in Hamburg

2G+ statt 2G: In der Gastronomie, in der Kultur und bei Sport in Innenräumen sind nur noch Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test zugelassen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Personen, die bereits die dritte Impfung (Corona-Boosterimpfung) haben.

Eine Verschärfung der Corona-Regeln ist in Köln aktuell offenbar nicht geplant. Zum Teil decken sich die 2G+Regeln in Köln ja bereits mit den Regeln in Hamburg, so die Stadt gegenüber 24RHEIN.

Ein Überblick, wo in Köln bereits die 2G+Regel gilt:

Coronavirus: Diese Regeln gelten aktuell in Köln – 2G+ beim Sport in Innenräumen und im Freizeitbereich

Aktuell gilt die 2G+-Regel in Köln also nur bei bestimmten Freizeitbereichen und beim Sport in Innenräumen. Wer also geimpft oder genesen ist und ins Schwimmbad oder in die Sauna gehen, im Fitnessstudio trainieren oder bei einer privaten Party (zum Beispiel einer Hochzeit) im Innenraum teilnimmt, braucht definitiv einen Test. In Restaurants gilt in Köln hingegen aktuell weiterhin die 2G-Regel. Ob und inwiefern die Corona-Regeln in Köln verschärft werden, bleibt abzuwarten. Bis zum 12. Januar gilt in NRW jedenfalls noch die aktuelle Corona-Schutzverordnung.

Coronavirus: Hamburg setzt auf 2G+, doch Geboosterte sind ausgenommen – wie steht die Stadt Köln dazu?

Ein weiterer Unterschied zwischen der 2G+Regeln in Hamburg und der 2G+Regel in Köln: In Hamburg müssen Geboosterte auch bei 2G+ keinen Corona-Test nachweisen, sie sind von der Testpflicht ausgenommen. In Köln ist man sich über dies jedoch noch unsicher. „Darüber, ob das Boostern einen Verzicht auf die Testung (bei 2G Plus) ersetzen soll, haben wir noch keine Kölner Position entwickelt. Hier gilt es zunächst abzuwarten, wieweit Boostern auch bei den neuen Mutanten sowohl die Infektionsdynamik als auch die Krankheitsschwere beeinflusst“, so der Kölner Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau.
 

Coronavirus: Omikron-Fälle steigen weiter an – Ministerpräsidenten-Konferenz am Freitag geplant

Dass auch auf die Menschen in Nordrhein-Westfalen jedenfalls bald weitere Verschärfungen zukommen, scheint angesichts der raschen Verbreitung der Corona-Variante Omikron mehr als wahrscheinlich. Bund und Länder werden sich am Freitag, 7. Januar, dazu beraten und das weitere Corona-Vorgehen besprechen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte bereits am Wochenende Beschlüsse unter anderem zu möglichen zusätzlichen Kontaktbeschränkungen und zu Quarantänefristen in Aussicht gestellt. Im Gespräch sind kürzere Zeiten insbesondere für Beschäftigte wichtiger Versorgungsbereiche, um zu viele Personalausfälle zu vermeiden. Dazu zählen etwa Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung. (nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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