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Hitzewelle: Was tun bei Hitze? Tipps für kühle Orte und Erfrischung in Köln

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Von: Mick Oberbusch

Mädchen hält Wasserflasche Richtung Sonne, Junge springt im Stadionbad vom Zehn-Meter-Brett (Montage).
Viel trinken und sich eine Abkühlung suchen – nur zwei Tipps während der Hitzewelle in Köln (Symbolbild, IDZRW-Montage) © Roland Mühlanger/Imago & Future Image/Imago

Köln bereitet sich auf eine mögliche Rekord-Hitze vor. Temperaturen über 30 Grad sind möglich. Einige Tipps, wie man sich vor der Hitze schützen kann.

Köln – Eine Hitzewelle rollt auf NRW zu: Köln sind Mitte Juli bis zu 38 Grad möglich, für NRW halten einige Wettermodelle gar Temperaturen von bis zu 45 Grad in NRW für möglich. Dies stellt viele Menschen in Köln und NRW vor die Frage, wie man sich bei der Hitze am besten verhalten sollte. Denn: Auf die leichte Schulter genommen werden sollten die möglichen Rekord-Temperaturen (zuletzt im Juli 2017 41,1 Grad in Köln) keinesfalls. Einige Tipps, was man gegen die Hitzewelle tun kann.

Hitzewelle in Köln: Tipps gegen Hitze und fast 40 Grad – Wohnung kühlen, viel trinken

Ein Schlüssel liegt bereits in der Vorbereitung auf mögliche Hoch-Temperaturen. In vielen Fällen hilft es, die Wohnung abzudunkeln und der Sonne nicht zu viel Platz im eigenen Wohnzimmer zu lassen – da dieses sonst in Windeseile aufhitzt. Lüften, solange es noch halbwegs kühl ist, also idealerweise morgens, abends und nachts an den Tagen zuvor. Die Hitzewelle dürfte vor allem am Mittag und Nachmittag ihre volle Wucht entfalten. Und auch bei der Nahrungsaufnahme können einige Tricks angewendet werden, um sich das Leben bei fast 40 Grad zu erleichtern.

Die Grundregel „Viel trinken“ ist in diesen Tagen wichtiger denn je, vor allem Wasser, Fruchtsaftschorlen und (gern auch kalte) Kräutertees können hier helfen. Auf alkoholische Getränke im Übermaß sollte verzichtet werden, weil diese dem Körper das dringend benötigte Wasser eher entziehen. Beim Essen besser auf leichte Kost setzen, ein Schnitzel mit Pommes sollte es jetzt nicht zwingend sein – auch wenn dieses in den Biergärten in Köln natürlich angeboten wird.

Wetter Köln: Wo es in Köln Abkühlung gibt

Wer angesichts von Temperaturen weit über 30 Grad Abkühlung sucht, kann an einigen Orten in Köln fündig werden. Ganz neu ist dabei ein Wasserschlauch, der in der Kölner Innenstadt kühlen Wassernebel versprüht.

Die Stadt selbst empfiehlt verschiedene Plätze, „die bei Hitze einen entspannten Aufenthalt ermöglichen“. Möglich ist das zum Beispiel in den Freibädern in Köln, in denen man am besten schon morgens Bahnen schwimmt. Auch ein Spaziergang durch die Wälder im Kölner Grüngürtel bietet Schatten und Abkühlung. Ein weiterer Tipp der Stadt: „Auf dem Melatenfriedhof spenden hohe, alte Bäume viel Schatten“. Zudem gibt es auf dem Melaten-Friedhof spannende Geschichten rund um die Gräber zu entdecken. Grundsätzlich bieten sich auch Orte an, die allgemein kühl sind: Dazu zählen zum Beispiel Museen oder Einkaufszentren.

Wen es raus aus der Stadt zieht, der findet an den Badeseen in der Umgebung von Köln Erfrischung.

Hitzewelle Köln: Temperaturen – die Vorhersage

Während am Dienstag, 19. Juli, in Köln fast die 40-Grad-Marke geknackt wird, sinken die Temperaturen in den folgenden Tagen immer weiter ab. Am Mittwoch, 20. Juli, sind noch bis zu 30 Grad möglich – am Donnerstag, 21. Juli, folgt ein Temperatursturz und es werden maximal 22 Grad erreicht. Die Wetterprognose im Überblick:

Hitzewelle in Köln: Was tun bei der Hitze? Tipps und Tricks

Zusammengefasst gibt die Verbraucherzentrale folgende Hinweise, um die möglichen Höchsttemperaturen von 40 Grad gut zu überstehen:

► Wohnung kühl halten

► Lüften vor allem früh morgens, abends und nachts, so lange es noch kühl ist. Tagsüber Räume abdunkeln, damit die Hitze gar nicht erst eindringen kann. „Oft hilft es, die Raumluft zu befeuchten, eventuell mit einem Luftbefeuchter oder mit nassen Handtüchern“, so die Verbraucherzentrale.

► Körper vor Überhitzung schützen

► Dünne Bettwäsche und leichte Bekleidung nutzen, vor allem für bettlägerige Menschen. Auch feuchte Umschläge auf Armen, Beinen oder im Nacken sowie kühlende Wassersprays oder kühlendes Abreiben helfen. Kalte Fuß- und Handbäder regen den Kreislauf an.

► Viel trinken

► Auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. Wasser, Fruchstaftschorlen, ungesüßte Frucht- oder Kräutertees. Alles gerne kalt, aber nicht eiskalt. Leitungswasser kann mit Früchten, Gemüse und/oder Kräutern aromatisiert werden - ganz ohne Zucker. „Auch wasserhaltige Lebensmittel wie Gurke oder Wassermelone können einen (kleinen) Beitrag leisten“, so die Verbraucherzentrale. Alkohol und stark gezuckerte Getränke sind nicht ratsam.

► Leichtes Essen

► Gut geeignet sind Salate, gedünstetes Gemüse und wasserreiche Rohkost wie Tomaten und Gurken, oder auch mageres Fleisch und Fisch. Zum Nachmittagskaffee bietet sich kleingeschnittenes Obst wie Wasser- und Honigmelonen, Trauben oder Pfirsiche an. Salzgebäck regt das Durstgefühl an und unterstützt den Salz-Haushalt.

► Achtung bei Medikamenten

► Einige Medikamente können bei Hitze Probleme machen. Wer regelmäßig bestimmte Arzneimittel nimmt, sollte in der Arztpraxis die Hitzeverträglichkeit prüfen lassen. Medikamente müssen auch in besonderer Art und Weise gelagert werden (z.B. kühl und trocken, im Kühlschrank oder nicht über einer festgelegten Temperatur).

► Auf Warnsignale achten

►  Bei Anzeichen von Überhitzung oder Austrocknung sollte schnell gehandelt werden. Plötzliche Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, schneller Puls, Kopfschmerz, Unruhe oder Verwirrtheit können anzeigen, dass der Körper in eine Mangelsituation rutscht. Pflegebedürftige sollten sofort in kühle Räume begleitet, mit Getränken versorgt und ruhig gehalten werden. Wenn die Symptome anhalten, sollte ärztlicher Rat eingeholt oder notfalls die 112 angerufen werden.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

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