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DRK Köln kann keine Spenden mehr annehmen – wie man trotzdem noch helfen kann

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Von: Martin Henning

Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser, aufgestaute Wohnwagen an einer Brücke in Altenahr.
So wie hier in Altenahr sind viele Ortschaften in NRW vom Hochwasser betroffen. © Hannes P. Albert/Imago

Die Hilfsbereitschaft der Kölner für die Hochwasser-Betroffenen ist so groß, dass das DRK keine Spenden mehr annehmen kann. Welche Möglichkeiten es noch gibt.

Köln – In ganz Nordrhein-Westfalen hat das Hochwasser verheerende Auswirkungen. An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen wurden 35 Tote bestätigt. Nach einem Erdrutsch in Erftstadt werden 23 Personen vermisst. Und in Stolberg war die Trinkwasserversorgung kritisch.

Auch in den Großstädten richteten die Überschwemmungen großen Schaden an. Die enormen Wassermassen ließen den Rhein bei Köln enorm ansteigen, die Lage war angespannt. Dank vieler Sonnenstunden am Wochenende fällt der Rheinpegel in Köln gerade zwar konstant. Doch viele Betroffene verloren ihr Hab und Gut.

Hochwasser: DRK Köln kann keine Kleiderspenden mehr annehmen

Wie sehr die Menschen hier in Krisenzeiten zusammenhalten, zeigt sich an einer Mitteilung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Der Kreisverband in Köln freut sich auf seiner Webseite über die „unglaubliche Anzahl der Kleiderspenden von vielen hilfsbereiten Mitbürgern, die den durch das Unwetter Schaden entstandenen Menschen helfen möchten“. Laut DRK seien die Lagerkapazitäten mittlerweile „hoffnungslos überlastet“, daher könne man aktuell keine Kleiderspenden mehr annehmen. Die Initiative rät davon ab, die Klamotten einfach vor die Unterkunft zu stellen. Denn dort würden sie geklaut.

„Die freiwilligen Helfenden sind rund um die Uhr mit Spenden sammeln und sortieren beschäftigt. Auch am Wochenende“, sagt DRK-Sprecherin Marita Bosbach 24RHEIN. Dem DRK Köln komme derzeit sogar noch zu Gute, dass mehrere große Hallen für Katastrophenschutz-Fahrzeuge neu gebaut wurden und noch leer standen. Sonst wäre die Kapazitätsgrenze noch früher erreicht. Im Moment stehen so über 1000 Quadratmeter für die Kleiderspenden zur Verfügung.

Geldspenden für Hochwasser-Betroffene in NRW helfen am meisten

Wer den Betroffenen des Hochwassers in NRW Spenden zukommen lassen möchte, kann das gerade am besten über Geldspenden tun. Die Bankverbindung des DRK lautet:

IBAN:DE63 3702 0500 0005 0233 07
BIC:BFSWDE33XXX
Betreff:Hochwasser

Geld spenden kann man außerdem auf der Webseite des DRK. Hier geht es zur Spendenseite.

Hochwasser in NRW: Nicht spontan in Krisengebiete fahren

Wann das DRK wieder Kleidung aufnehmen kann, ist noch unklar. Für Fragen steht der Kreisverband Köln telefonisch unter 0221/5487-0 oder per Mail an info@drk-koeln.de zur Verfügung. Über diese Kontaktdaten können sich auch Freiwillige melden, die helfen möchten.

Übrigens rät das DRK davon ab, einfach in die Krisengebiete zu fahren, um dort spontan zu helfen. „Das Grundproblem dabei ist, dass vor Ort koordinierte Hilfsaktionen laufen. Wenn Leute von außerhalb unkontrolliert dazu kommen, stört das die Arbeiten eher“, sagt DRK-Sprecher Dieter Schütz. „Wir raten darum dringend davon ab. Es ist zwar gut gemeint, aber eher unproduktiv.“ (mah)

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