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Köln: Hochwasser-Soforthilfen könnten nicht ausreichen

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Von: Johanna Werning

Treibgut liegt an einem Anleger am Rheinufer. Das Wasser ist braun gefärbt.
Das Geld für die Hochwasser-Hilfen ist zu wenig (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Seit letzter Woche können Kölner Hochwasser-Soforthilfen beantragen. Über 600 Anträge wurden bereits gestellt. Jetzt ist klar: Die Gelder reichen nicht aus.

Köln – Knapp drei Wochen sind seit dem schrecklichen Hochwasser in NRW vergangen. Die Aufräumarbeiten laufen weiter auf Hochtouren. Auch in Köln sind Häuser überschwemmt worden. Die Westcenter-Bewohner hatten zum Beispiel mehrere Tage keinen Strom. Die Reparaturen sind kostspielig, die Versicherungen zahlen nicht immer. Abhilfe sollen die Soforthilfen für Kölner Betroffene bieten – eigentlich. Denn schon jetzt ist klar, dass die Mittel nicht reichen werden.

Hochwasserhilfen in Köln: 600 Anträge in einer Woche

Seit Ende Juli können Privatpersonen und Geschäftsleute Anträge auf Soforthilfen stellen. Bis zu 3.500 Euro werden überwiesen oder bar ausgezahlt, so die Stadt. In der ersten Wochen sind bereits mehr als 600 Anträge gestellt worden. „Die große Mehrheit von Privatleuten“, sagt Pressesprecherin Katja Reuter auf Nachfrage von 24RHEIN.

Hochwasserhilfen in Köln: So bekommt man die Soforthilfe

Nach Hochwasser: Soforthilfen für Kölner reichen nicht aus

Die Anträge werden dabei nach und nach bearbeitet und nach der Bewilligung ausgezahlt. Die ersten Betroffenen in Köln haben am 3. August ihre Soforthilfen ausgezahlt bekommen. Doch schon jetzt gibt es erste Probleme bei den Hochwasser-Soforthilfen. „Es ist erkennbar, dass das Antragsvolumen die vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten Mittel übersteigt“, so die Stadt weiter.

Das bedeutet, dass mehr Kölner Bürgerinnen und Bürger Hilfen benötigen, als Gelder bislang vorhanden sind. Die Hochwasserbetroffenen sollen jedoch nicht im Stich gelassen werden. „Die Stadt Köln steht schon im Austausch mit dem Land NRW“, so Pressesprecherin Reuter weiter. Inwieweit die Soforthilfen für Kölnerinnen und Kölner aufgestockt werden, ist aktuell aber noch nicht bekannt. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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