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Aachener Weiher Köln: Polizei und Ersthelfer behindert, Flaschenwürfe – eine Festnahme

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Ein Polizeiwagen fährt am Sonntag bei Sonnenschein durch einen Park am Aachener Weiher. Menschen sitzen und liegen im Gras.
Am Aachener Weiher wurde ein Streifenwagen mit Flaschen beworfen (Symbolbild). © Marius Becker/dpa

Am Party-Hotspot Aachener Weiher in Köln ist ein Streifenwagen mit Flaschen beworfen worden. Zuvor wurde ein Ersthelfer daran gehindert, sich um eine hilflose Frau zu kümmern.

Köln – Bei einem Einsatz am Aachener Weiher in Köln ist ein Streifenwagen in der Nacht zum Sonntag (5. September) derart mit Flaschen beworfen worden, dass die Beamten nicht aussteigen konnten und Verstärkung anfordern mussten. Erst als rund 80 Beamte der Bereitschaftspolizei an dem Party-Hotspot in Köln eintrafen, habe sich die Situation beruhigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Erst nach Einschalten der Beleuchtung war es Rettungskräften möglich, zu der Frau vorzudringen.

Aachener Weiher
LageInnerer Grüngürtel von Köln nahe Stadtzentrum
Größeknapp 40.000 Quadratmeter

Den Angaben nach hatte ein Mann die Polizei alarmiert, weil er daran gehindert worden sei, eine hilflos auf dem Boden liegende Frau in die stabile Seitenlage zu bringen. Als eine Streifenwagenbesatzung dort eintraf, sei das Auto aus der Dunkelheit heraus mit Flaschen beworfen worden, sagte ein Sprecher. Warum die Frau am Boden lag, sei bislang noch unklar. Hinweise auf einen Straftatbestand liegen bislang jedoch nicht vor.

Aachner Weiher in Köln: Vorbestrafter Mann behindert Ersthelfer

Nach Eintreffen der Verstärkung sei ein 20-Jähriger festgenommen worden. Der mehrfach vorbestrafte Mann stehe im Verdacht, sich an den Flaschenwürfen beteiligt zu haben und zuvor auch den Ersthelfer von der hilflosen Frau abgehalten zu haben. Er wollte die Frau in die stabile Seitenlage bringen. Wie ein Sprecher gegenüber 24RHEIN mitteilte, ist der 20-Jährige bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Bedrohung, Raub und Körperverletzung. Gegen ihn wird nun wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Behinderung von Hilfeleistenden Personen und besonders schwerem Landfriedensbruch ermittelt.

Krawalle am Aachener Weiher: Feiernde rasten aus – sie konsumierten auch Drogen

Doch neben dem 20-Jährigen sollen auch weitere Personen an den Krawallen beteiligt gewesen sein. „Dort befanden sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Kleingruppen, überwiegend waren dies Jugendliche und Heranwachsende, die dort Alkohol und Drogen konsumiert hatten“, so der Sprecher.

Köln: Feiernde bewerfen Polizisten mit Flaschen – Flutlicht soll künftig von Krawallen abhalten

Wie kann man derartige Vorfälle in Zukunft aber vermeiden – oder dazu beitragen, dass diese gar nicht erst passieren? Das ist die Frage, die die Polizei beschäftigt. Und eine Lösung wurde auch schon gefunden. So soll dort künftig am Wochenende ab 21 Uhr Flutlicht eingeschaltet werden. Dieses wirke zum einen „stimmungsdämpfend“, zum anderen können aggressive Feiernde nicht mehr aus der Dunkelheit heraus auf Polizisten losgehen, so der Sprecher.

Am Aachener Weiher hatte es bereits an früheren Wochenenden zwischen Feiernden und der Polizei Auseinandersetzungen gegeben, bei denen auch Flaschen geflogen waren. Als Reaktion hatte die Polizei im August eine Reiterstaffel am Aachener Weiher eingesetzt.(dpa/lnw/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 7. September aktualisiert. Neuerung: Der 20-Jährige ist der Polizei bekannt. Gegen ihn wird wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Behinderung von Hilfeleistenden Personen und besonders schwerem Landfriedensbruch ermittelt. Zudem sollen mehrere Jugendliche und Heranwachsende an den Krawallen beteiligt gewesen sein.

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