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„Arsch huh“ in Köln abgesagt – Infos im Überblick

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Von: Johanna Werning

Links: Kölner Musiker beim Konzert gegen Rassismus und rechte Gewalt auf dem Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt im Jahr 1992. Rechts: Rosenmontags-Demonstration auf dem Chlodwigplatz in Köln. Rechts:
Am 9. November 2022 heißt es auf dem Chlodwigplatz in Köln erneut: „Arsch huh, Zäng Ussenander!“ (IDZRW-Montage) © United Archives/Imago & Eduard Bopp/Imago

Am 9. November 2022 sollte es eigentlich wieder„Arsch huh, Zäng Ussenander!“ heißen. Doch nun wurde die legendäre Veranstaltung doch abgesagt.

„Arsch Huh“ 2022 abgesagt

Die Veranstalter haben am 23. September bekannt gegeben, dass „Arsch Huh“ in Köln in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Köln – 30 Jahre ist es her, dass sich auf dem Chlodwigplatz in Köln 100.000 Menschen versammelten und gegen Rassismus beim legendären „Arsch huh, Zäng Ussenander!“-Konzert demonstrierten. Ins Leben gerufen wurde die Kundgebung damals von der Kölner Musikszene – darunter BAP, Bläck Fööss, Höhner und Brings. „Rocker und Karnevalisten standen hier zusammen“, erinnert sich die Musiker- und Künstlerinitiative.

„Arsch huh“ 2022: Alle Infos im Überblick

► „Arsch huh, Zäng Ussenander!“: Arsch huh ist eine Initiative, die 1992 von Musikern und Musikerinnen gegründet wurde. Der gleichnamige Verein engagiert sich gegen Neonazis, Rassismus und Ausgrenzung und für eine solidarische Stadtgesellschaft.

► Kundgebung 1992 auf dem Chlodwigplatz: Am 9. November 1992 riefen Kölner Künstler auf, sich auf dem Chlodwigplatz (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) zu versammeln und bei einem Solidaritätskonzert gegen Rassismus zu demonstrieren.

► Arsch huh, Zäng Ussenander!“ 2022 auf dem Chlodwigplatz: Am Mittwoch, 9. November 2022, findet „Arsch huh“ erneut auf dem Chlodwigplatz statt. Außerdem sind weitere Aktionen geplant.

► Bereits am Rosenmontag 2022 versammelten sich Musikgrößen sowie Kölnerinnen und Kölner auf dem Chlodwigplatz: 250.000 Menschen demonstrierten gegen den Ukraine-Krieg und für Frieden.

„Arsch huh“ 2022: Am 9. November auf dem Chlodwigplatz in Köln

Und auch heute – 30 Jahre später – ist der Verein „Arsch huh, Zäng Ussenander!“ aktiv und gilt laut eigenen Angaben als „die langlebigste und einflussreichste Musiker- und Künstlerinitiative gegen rechts in der Bundesrepublik Deutschland“. Jetzt ist eine Neuauflage am Chlodwigplatz in Köln geplant: Am 9. November 2022 heißt es dann wieder „Arsch huh, Zäng Ussenander!“. Und das ist wichtig, betont der Verein.

„Wachsamkeit bleibt geboten“: Am 9. November „Arsch huh“ am Chlodwigplatz

„Köln bekennt sich zu Toleranz und Vielfalt. Rechtsextreme Gruppen und Parteien spielen in Köln kaum eine Rolle. Aber Wachsamkeit bleibt geboten: Hanau und Halle, rassistische und antisemitische Übergriffe zeigen, dass der Kampf für eine demokratische und solidarische Gesellschaft weitergehen muss“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. „Deshalb ruft die Künstlerinitiative am 9. November 2022 die Menschen erneut auf dem Chlodwigplatz zusammen: Arsch huh, Zäng Ussenander! – in Köln und überall.“

Weitere Informationen zum genauen Ablauf gibt es aktuell noch nicht. Allerdings: „Zum 30. Jahrestag sind von der Arbeitsgemeinschaft „Arsch Huh, Zäng Ussenander e. V.“ einige Aktivitäten geplant“, heißt es vorab. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen genannt werden.

„Arsch huh“ 2022: „Begriff gehört inzwischen zum kölschen Brauchtum“

Neben den Bands von damals sind heute viele weitere Künstlerinnen und Künstler dabei. Darunter unter anderem Fatih Çevikkollu, Carolin Kebekus, Kasalla, Cat Ballou und Björn Heuser.

„Der Begriff Arsch huh gehört inzwischen zum kölschen Brauchtum und zum lokalpatriotischen Selbstverständnis der gesamten Region, als Synonym für das Engagement gegen Rechts, für die Verbesserung des Zusammenlebens und auch für eine solidarische Stadtgesellschaft.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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