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Augustiner am Heumarkt bietet Helles im kleinen Glas an – und das stört einige

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Von: Sofia Popovidi

Links ist der Heumarkt mit den vielen Restaurants und Kneipen, rechts ein Augustiner Bier aus Bayern.
Im Augustiner Brauhaus am Heumarkt gibt es Bier in 0,25 Gläsern – für 2,70 Euro. (IDZRW-Montage) © Manfred Segerer/imago & Panthermedia/imago

Das Augustiner Brauhaus am Heumarkt hat Weißwurst und Helles im Angebot. Doch bayrisches Bier in 0,25 Gläsern? Das findet nicht jeder gut.

Köln – In Bayern ist das Augustiner Brauhaus schon lange beliebt. Seit dem 23. Dezember 2022 gibt es die bayrische Gaststätte nun auch in Köln, es ist das erste Augustiner in NRW. Eingezogen ist das Augustiner Bräu in die ehemalige Maredo-Filiale am Heumarkt. Und das augenscheinlich mit Erfolg: Bereits in den ersten zwei Wochen erreichte das Brauhaus zahlreiche positive Bewertungen. „Toller Laden und endlich mal ein echter Bayer in Köln“ schreibt ein Besucher in den Google-Bewertungen zum Brauhaus. Auch das Essen sei „authentisch“, ganz wie in Bayern. Doch während das Essen und das Bier viel Lob erhält, stören sich viele Kölner an der Bierglasgröße.

Augustiner eröffnet in Köln: Doch die Größe der Gläser sorgt für Kritik

Denn im Augustiner wird das Bier in 0,25-Liter Gläsern ausgeschenkt. Die Größe kennt man zwar in Köln sehr gut, aber eben nur bei Kölsch. Für ein bayrisches Lokal sei das nicht stilecht, sagen viele. In Bayern ist eigentlich die „Halbe“ Standard (0,5 Liter).

„Die Gläser find ich nicht gut“ kommentiert ein Besucher. Ein anderer spricht gar von Vorverurteilung: Das Brauhaus gehe davon aus, ein halber Liter sei zu viel für Kölner. Der Preis für ein helles „Halbes Halbes“ (0,25 Liter): 2,70 Euro. Wer ein Edelstoff oder ein Dunkles will, zahlt nochmal 40 Cent mehr. Zum Vergleich: Im Brauhaus Reissdorf kostet ein 0,2-Liter Kölsch 1,90 Euro, im Brauhaus Gaffel am Dom 2,20 Euro.

Die Augustiner Brauerei

Augustiner-Bräu ist die älteste noch bestehende Brauerei in München – gegründet wurde sie 1328. Augustiner-Bräu ist gleichzeitig der Markenname der dort produzierten Biere. Der bekannteste Ausschank ist der Augustiner-Keller in der Maxvorstadt in München. Wird vom „Augustiner“ gesprochen, so ist meist das „Lagerbier Hell“ gemeint. Insgesamt gibt es acht verschiedene Sorten, welche teilweise nur saisonal und/oder nur im Großraum München erhältlich sind.: Lagerbier Hell, Edelstoff, Heller Bock, Weißbier, Pils, Oktoberfestbier, Maximator und Dunkel. Lagerbier Hell ist die meistverkaufte Sorte.

Wirt Janis Leiro Nogueira begründet die Auswahl der Gläser gegenüber der Bild: „Hier in Köln ist man es gewohnt, dass die 0,2 Gläser zack zack auf den Tisch kommen. Das wollten wir beibehalten und es wird gut angenommen. Wer das nicht will, kann sich auch eine Halbe bestellen.“ Trotz hohem Preis, scheint es an der Qualität nicht zu mangeln: „Wir waren länger in München bei Augustiner und haben alles über das Bier und das richtige Zapfen gelernt“, so der Wirt weiter. Das merken auch die Besucher: „Bier schmeckt wie in München und ist sehr gut temperiert“, schreibt ein Besucher.

In Köln gibt es besonders in der Altstadt zahlreiche Brauhäuser, die einen Besuch wert sind. (spo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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