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Bühnen Köln werden noch teurer: Reker spricht trotzdem von „guter Nachricht“

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Von: Johanna Werning

Die Baukosten für die Sanierung der Bühnen Köln wurden erneut erhöht – auf 674 Millionen Euro. Laut OB Reker gibt es dennoch eine „gute Nachricht“.

Köln – Eigentlich sollten die Bühnen Köln 2013 innerhalb von 42 Monaten (3,5 Jahre) saniert werden. Doch mittlerweile wird bereits seit rund zehn Jahren an den Kölner Bühnen am Offenbachplatz (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) gebaut. Und damit nicht genug: Nicht nur die Bauzeit wurde immer wieder angepasst und die Fertigstellung nach hinten verzögert. Auch das Budget für die Sanierungsarbeiten musste immer wieder angepasst werden. Und auch jetzt teilt Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit, dass die Baukosten noch einmal gestiegen sind.

Ein Bauzaun umschließt die Baustelle der Bühnen Köln.
Die Sanierung der Bühnen Köln ist noch einmal teurer geworden (Archivbild). © Henning Kaiser/dpa

Bühnen Köln werden noch teurer: 674 Millionen Euro für die Sanierung

Am Dienstag haben Oberbürgermeisterin Reker und der Technische Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streitberger, einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und die neueste Kostenprognose der Bühnenbaustelle gegeben. Das Ergebnis: Die Baukosten sind noch einmal gestiegen. Von 642,7 Millionen Euro auf bis zu 674 Millionen Euro. Laut Streitberger gibt es dafür drei Gründe:

  1. Zwei Drittel der erhöhten Kosten entfallen auf die Preissteigerungen im Bausektor im letzten Jahr – auch aufgrund von Lieferengpässen, Materialknappheit und Inflation.
  2. Zwei Baufirmen sind pleite gegangen. Die daraus notwendig gewordenen Neuausschreibungen sind im Vergabeergebnis teurer als die ursprünglich abgeschlossenen Verträge.
  3. Behebung von Baumängeln aus dem Jahr 2015.

Bei der ursprünglich mit 253 Millionen Euro veranschlagten Bühnensanierung waren seit 2012 mehrfach Budgetanpassungen notwendig, um die Sanierung der Bühnen Köln zu ermöglichen – also Opernhaus, Schauspielhaus, Kinderoper und kleines Haus zu bauen. Und nun also eine weitere Erhöhung von mehr als 31 Millionen Euro. Dennoch spricht Reker von einer „guten Nachricht“.

Bühnen Köln

► Die Oper wurde im Mai 1957 eröffnet, fünf Jahre später folgte das Schauspielhaus am Offenbachplatz.

► Seit Oktober 2013 werden die Bühnen Köln saniert. Eigentlich sollten die Sanierungsarbeiten dreieinhalb Jahre dauern. Stattdessen dauern sie mittlerweile rund zehn Jahre. Seitdem sind die Baukosten von 253 Millionen Euro auf bis zu 674 Millionen Euro angestiegen.

► Erst im März 2024 sollen die Bühnen Köln fertiggestellt werden. Dann sollen neben Oper und Schauspielhaus auch die Kinderoper und das kleine Haus eröffnen.

Bühnen Köln werden noch teurer: Reker spricht trotzdem von „guter Nachricht“

„Der Termin zur Schlüsselübergabe bleibt laut aktueller Prognose der 22. März 2024, wir müssen hier und heute nicht über eine Verlängerung der Bauzeit sprechen“, so Reker. „Das ist aus meiner Sicht eine gute Nachricht. Und es zeigt, dass sich trotz aller Risiken, die eine komplexe Großbaustelle mit sich bringt, auf der Baustelle am Offenbachplatz Dinge verändert haben.“

Ähnlich sieht es auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Köln, Bernd Petelkau: „Die wichtigste Nachricht ist, dass der Zeitplan zur Fertigstellung bis März 2024 eingehalten wird. Damit ist gesichert, dass die Spielzeit 2024/2025 wieder am Offenbachplatz stattfinden kann. Die zusätzlichen Kostensteigerungen in Höhe von 8,7 Prozent sind nicht schön. Allerdings sind sie angesichts der durch die Inflation und die Energiekrise gestiegenen Preise durchaus nachvollziehbar.“ (jw) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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