1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Warum das Café Buur so beliebt ist – nicht nur bei Influencern

Erstellt:

Von: Anna Maria Pejsek

Das Café Buur öffnete seine erste Filiale vor fünf Jahren in Köln. Mittlerweile hat Besitzer Parham Pooramin auch in Düsseldorf, Frankfurt und Dubai ein Café eröffnet.
Café Buur in Köln lockt seine Gäste mit Brunch über den ganzen Tag. © Café Buur

Wer an einem Samstagvormittag ins Café Buur brunchen gehen will, muss in der Regel anstehen. Die Schlange kann lang sein. Was steckt hinter dem Erfolg?

Köln – Das Café Buur gehört in Köln schon längst zu den Hotspots der Stadt. Es ist beinahe wie ein Punkt auf der Sightseeing-Tour, den man mal gesehen haben muss. Das Café in der Richard-Wagner-Straße im Belgischen Viertel hat sich auf den Brunch spezialisiert und das den ganzen Tag über.

Café Buur
Eröffnungim Sommer 2017
StandorteKöln, Düsseldorf, Frankfurt, Dubai
InhaberParham Pooramin

Café Buur: Vom Straußenei bis hin zum 7-stelligen Umsatz pro Filiale

Das Café Buur hat seinen Namen von dem rheinischen Wort „Bauer“. Dem iranischen Besitzer Parham Pooramin ist es wichtig, seine Zutaten frisch und direkt vom Bauer einzukaufen. Seinen ersten Standort hat er in Köln nach einer Asienreise im Sommer 2017 eröffnet. Das war vor fünf Jahren. Seitdem ist sein Restaurant rasant gewachsen, was unter anderem daran liegt, dass Influencer und Social Media Stars den Weg zu Parham Pooramin gefunden haben.

Doch auch im Café Buur war der Start alles andere als leicht. Parham Pooramin erinnert sich: „Als wir 2017 eröffnet haben, das war damals zusammen mit meiner Mama und meiner Frau, lief das Café Buur wirklich gar nicht. Wir haben es auch nach einem Monat zum Verkauf inseriert. Wir hatten keine Lust mehr darauf.“ Dann startete der Gastronom einen Marketing-Trick und machte Werbung damit, dass das Café Straußenei serviert. Dem war nicht so, aber es entfachte Neugier. Laut Parham bestellt so gut wie niemand ein Straußenei, es sollte für Aufmerksamkeit sorgen, stand aber letztlich nie auf der Karte.

Mittlerweile hat Parham Pooarmin, der auch studierter Ingenieur ist, Standorte in Düsseldorf, Frankfurt und Dubai. Dubai ist der jüngste Zuwachs in der Reihe und wo ist ein Café, das den blauen Haken auf Instagram hat, besser aufgehoben als in Dubai? Laut dem Gastronomen generiert einen 7-stelligen Umsatz pro Filiale.

Sie war die erste Influencerin im Café Buur

Influencerin Farina @novalanalove war die Erste. Sie hat 1,8 Millionen Follower auf Instagram und postete damals ein Bild von ihrem Essen. Sie schrieb dazu: „Essen super, Aussehen super, nur hat es lange gedauert“. Daraufhin hat sich Besitzer Parham Pooramin bei Farina gemeldet und sich entschuldigt, dass es so lange gedauert hat. Farina schrieb zurück: „Kein Problem, kann passieren und dass sie gerne das Straußenei beim nächsten Mal probieren möchte“. Das ließ sich das Café Buur nicht zweimal sagen und servierte Farina ein Straußenei. Sie postete erneut davon auf Instagram und immer mehr Menschen und Influencer suchten das Café auf. Der Schneeball kam ins Rollen.

Diese Influencer und Stars waren schon im Café Buur

Ist es ein Hype oder die Sache wert? Die Schlange am Wochenende vor der Tür des Cafés spricht jedenfalls für sich. Denn die ist seit Jahren jedes Wochenende da. Wenn es also ein Hype wäre, ist er nach fünf Jahren noch nicht vorbei. Das sehen scheinbar auch Promis und Influencer so, denn diese bekannten Gesichter gehen laut ihrer Instagram-Stories regelmäßig im Café Buur frühstücken:

Zu den bekanntesten Gesichtern, die schon mal im Café Buur frühstücken gegangen sind, gehören außerdem Mario Götze oder YouTuberin Nikkie de Jager, besser bekannt als NikkieTutorials, aus den Niederlanden. Parham Pooramin erzählt: „Einmal wäre fast Neymar zu uns gekommen, was die Stadt Düsseldorf leider verboten hat. Es wäre ein zu großer Menschenauflauf geworden und wir konnten die nötige Sicherheit nicht leisten.“

Warum ist das Café Buur so beliebt?

Dass das Café bei Influencerinnen und Influencern so beliebt ist, liegt wahrscheinlich nicht nur daran, dass ihnen das Essen schmeckt. Die Kreationen vom Café Buur sind „instagrammable“, was so viel heißt wie, sehr fotogen. Die Gerichte sind mit viel Liebe zum Detail angerichtet, getreu dem Motto „Das Auge isst mit“. Parham Pooramin erklärt: „Das Café Buur Konzept hat sich über Jahre bewährt und ist einfach gut. Durch die wechselnde Karte bleibt es für Gäste interessant, da man immer wieder etwas Neues entdeckt.“ Das Café kreiert auch immer wieder neue Gerichte mit den Influencern. Diese kommen auf die Speisekarte. Mit den Einnahmen der Gerichte unterstützt das Café Buur wohltätige Zwecke.

Café Buur in Köln: Alles zu Öffnungszeiten, Reservierungen und der Speisekarte (Auszug)

Zum Glück muss man aber kein Promi sein, um im Café Buur essen zu gehen. Das kann jeder. Im Café Buur gilt aber: Einfach vorbeikommen, Reservierungen gibt es nicht. Geöffnet hat das Café jeden Tag von 9 bis 18 Uhr. Zu den Speisen gehören klassische Frühstückgerichte, wie Porridge, Müsli mit Obst oder Pfannkuchen. Von süß bis herzhaft und vegan findet mit großer Wahrscheinlichkeit jeder etwas auf der Karte.

Das Café Buur ist dafür bekannt, dass die Speisekarte aber in sehr kurzen Abständen immer neue Kreationen zu bieten hat. Im Juli dieses Jahres gab es den „No Big Mac Tacos“. Angelehnt an den „Big Mac“ des Fast Food-Riesen Mc Donald‘s erfand der Café-Besitzer einen Taco, der aus Salat, Pilzen, Hackfleisch und einer Käsesoße bestand. Das fanden viele gut, außer Mc Donald‘s. Das Unternehmen schaltete einen Anwalt ein und Parham Pooarmin musste seinen Taco umbenennen. Aus „No Big Mac Tacos“ wurde „Die verbotenen Tacos“. Kein Gericht war bisher länger auf der Karte. Drei Monate konnte man „Die verbotenen Tacos“ probieren.

Im Café Buur lebt die Esskultur

Das Café Buur in Köln ist ein Familienbetrieb, wo es den ganzen Tag Brunch gibt. Ein eher untypisches Konzept in Deutschland, es scheint aber beliebt zu sein. Wahrscheinlich auch deswegen, da der Brunch im Café Buur mehr als Brötchen und Croissants zu bieten hat. Eine Spezialität, auf die der Iraner viel Wert legt, sind die Kuchen und das Bananenbrot seiner Mutter, denn die backt sie immer noch selbst. (amp) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

Auch interessant