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Kölner Fernsehturm Colonius: Was Sie über den 266-Meter-Giganten an der Inneren Kanalstraße wissen müssen

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Der Colonius begeisterte Touristen und Einheimische einst mit einer drehbaren Tanzfläche, einem Restaurant und einer spektakulären Aussichtsterrasse. Doch seit über 20 Jahren liegt der Kölner Fernsehturm nun im Dornröschenschlaf. Wird er jetzt endlich aufgeweckt?

Köln – Seit über 20 Jahren ist der Besucherbereich des Kölner Fernsehturms geschlossen. Zu Unrecht, wie viele Kölner finden. Denn ein Restaurant und eine Aussichtsterrasse mit flexiblen Öffnungszeiten könnten den Colonius in einen Besuchermagneten verwandeln und dem charakteristischen Bauwerk zu dem Ruhm verhelfen, den es verdient.

Kölner Fernsehturm: Der Colonius und seine Geschichte

Der Kölner Fernsehturm wurde zwischen 1978 und 1981 an der Inneren Kanalstraße im Norden der Rhein-Metropole erbaut. Mit einer Höhe von 266 Metern gilt der Colonius als höchster Fernsehturm Nordrhein-Westfalens und als siebthöchster ganz Deutschlands.

Nach seiner Fertigstellung war der weithin sichtbare Fernmeldeturm zunächst 252,9 Meter hoch. Zu Beginn der 90er-Jahre wurde die Spitze des Turms aber ausgewechselt, wodurch er auf die aktuelle Höhe von über 260 Metern kam. Seinen Namen Colonius erhielt der Fernsehturm bei einem Wettbewerb, an dem sich alle Kölner beteiligen konnten.

Der Kölner Fernsehturm und seine Architektur

Sein charakteristisches Aussehen verdankt der Kölner Fernsehturm einer dreigeschossigen Turmkanzel. In den beiden unteren Etagen des Colonius befinden sich eine Aussichtsplattform sowie ein Restaurant. Dieses verfügt über einen drehbaren Bereich und wurde in den 80er- und 90er-Jahren auch als Diskothek genutzt. Anfang der 90er-Jahre geriet diese in die Schlagzeilen, weil es hier während einer Silvesterfeier zu einer Panik wegen Überfüllung gekommen war.

Im oberen Geschoss der Kanzel hingegen sind technische Anlagen der Deutschen Telekom untergebracht.

Der Kölner Fernsehturm: Die Aussichtsterrasse und das Restaurant des Colonius

Der Kölner Fernsehturm verfügt über insgesamt drei Aufzüge sowie eine Treppe mit 925 Treppenstufen. Zwei Aufzüge fahren bis zu einer Höhe von 166 Metern zum Besucherbereich. Der dritte hält auf 174 Metern Höhe und ist den Mitarbeitern der Telekom vorbehalten.

Schon seit 1994 ist der Besucherbereich allerdings teilweise geschlossen: Zunächst machte das Restaurant auf dem Colonius seine Pforten zu, da sich kein Pächter mehr fand. Fünf Jahre später schloss auch die Aussichtsplattform endgültig und hat bis heute nicht wieder geöffnet. Eine Besichtigung des Kölner Fernsehturms ist daher seit über 20 Jahren nicht möglich.

Colonius: Nach langer Zeit endlich Pläne für die Zukunft des Kölner Fernsehturm

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Bestrebungen, die Aussichtsterrasse und/oder das Restaurant des Kölner Fernsehturms für Besucher gegen Eintritt zugänglich zu machen. Warum auch nicht? Der hohe Turm bietet einen der schönsten Panoramablicke auf die Stadt am Rhein. Bisher scheiterten aber alle Versuche, den Colonius zu neuem Leben zu erwecken.

Im Jahr 2019 beschloss der Rat der Stadt Köln, die Machbarkeit der Wiedereröffnung zu überprüfen, und stellte 50.000 Euro dafür bereit. Nun muss die Kölner Verwaltung zusammen mit einem externen Gutachter und dem Betreiber des Fernmeldeturms aktiv werden und Ergebnisse vorlegen. Fest steht: Ohne eine aufwendige Sanierung kann der Besucherbereich nicht eröffnet werden – und das kostet. Man wird sich um private Investoren bemühen müssen, um den Colonius erneut zu eröffnen. Aber eine Investition könnte sich für Köln durchaus lohnen. So könnte sich der Colonius zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und zu einem beliebten Ausflugsziel für Kölner und Touristen entwickeln. Als Vorbild dient zum Beispiel der Berliner Fernsehturm Alex.

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