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Lange Schlange für Impfungen am Kölner Dom – Reker appelliert an Bürger

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Menschen warten vor dem Impfbus am Kölner Dom.
Menschen stehen Schlange bei einer Corona-Impfaktion der Stadt Köln vor dem Hauptbahnhof und Kölner Dom. © Thomas Banneyer/dpa

Mit einer Sonderimpfaktion will die Stadt Köln dem Impfgeschehen in der Domstadt einen neuen Schub geben. Dabei wird auch Kölns Oberbürgermeisterin vor Ort sein.

Köln – In Köln findet aktuell die bislang größte Sonderimpfaktion während der Corona-Pandemie statt. Vor dem Kölner Dom können sich zwischen dem 16. und 18. Juli alle Menschen, nicht nur Kölnerinnen und Kölner, über 16 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Damit will die Stadt dem Impfgeschehen in der Domstadt nochmal einen richtigen Schub verleihen und erhofft sich so auch, bislang Unentschlossene zu einer Impfung gegen Corona bewegen zu können.

Schon zum Start am Freitagmittag bildete sich am Impfbus vor dem Hauptbahnhof eine lange Schlange von Wartenden. Angeboten werden nach Angaben der Stadt jedoch nur Erstimpfungen. Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker war vor Ort. Sie appellierte: „Ich bitte die Kölnerinnen und Kölner: Lassen Sie sich impfen – zu Ihrem Schutz und für alle. Um sicher in den Herbst gehen zu können, müssen noch mehr Menschen geimpft sein.“

Köln: Impfungen auf Platz vor Hauptbahnhof – alle Infos

Menschen warten vor dem Impfbus am Kölner Dom.
Von Freitag bis Sonntag können sich Ungeimpfte am Kölner Dom gegen das Coronavirus impfen lassen. Aktuell ist der Andrang bereits sehr groß. © Thomas Banneyer/dpa

Corona in Köln: Große Impfaktion am Kölner Dom mit Astrazeneca und Johnson & Johnson

Die Stadt Köln hat bereits im Mai als eine der ersten in NRW mit Sonderimpfaktionen begonnen. Neben Impfungen in sozialen Brennpunkten und benachteiligten Stadtteilen, gab es im Mai auch eine große Aktion in der Zentralmoschee in Ehrenfeld. Am Freitag (9. Juli) endete eine Sonderimpfaktion in Bilderstöckchen.

Während bei den Impfaktionen in den einzelnen Vierteln nur Menschen zugelassen waren, die auch dort wohnen, steht die Impfaktion vor dem Kölner Dom und dem Hauptbahnhof Köln nun wirklich allen Menschen in Köln offen. Einzige Einschränkung: Die Impflinge müssen über 16 Jahre alt sein.

Verimpft werden vom 16. bis zum 18. Juli die Vektor-Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca und Johnson & Johnson, wie die Stadt inzwischen offiziell bestätigte. „Wir verfolgen die Strategie: Kommen die Menschen nicht zum Impfen zu uns, dann müssen wir den Impfstoff zu ihnen bringen. In den kommenden Wochen wird es daher überall in der Stadt niederschwellige Impfangebote geben“, erklärt Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Corona in Köln: Zu diesen Uhrzeiten wird am Kölner Dom geimpft

Corona-Impfaktion am Kölner Dom: Reker und Laumann vor Ort

Bei der Impfaktion zwischen Kölner Dom und Kölner Hauptbahnhof wird auch Kölns Oberbürgermeisterin anwesend sein. Henriette Reker stellt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor Ort das niederschwellige Impfangebot vor. Neben der Impfaktion am Dom soll es in den nächsten Wochen auch ähnliche Sonderimpfungen am Zülpicher Platz, am Aachener Weiher und am Rudolfplatz geben. Einen Überblick mit allen Impfaktionen finden sie hier.

Corona-Impfaktion am Kölner Dom: Stadt will Kreuzimpfungen fördern

Impfwillige brauchen nur ein Dokument, um sich auszuweisen. Das können sie per Personalausweis, Führerschein oder Reisepass. Wer ohne Impfpass zur Impfung kommt, erhält wie auch im Impfzentrum oder bei einer Impfung in den Arztpraxen eine entsprechende Impfbescheinigung. Die Menschen, die sich für eine Impfung mit Astrazeneca oder Biontech entschieden, erhalten auch direkt einen Termin für eine Zweitimpfung im Impfzentrum.

Wer bei der Erstimpfung mit Astrazeneca geimpft worden ist, erhält bei der Zweitimpfung einen anderen Impfstoff. Es wird dann Biontech oder Moderna verimpft. So bekommen die Impflinge die sogenannte Kreuzimpfung aus Vektor-Impfstoff (Astrazeneca) und mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna). Diese soll nach aktueller Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) den besten Schutz vor der Delta-Variante bieten. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist hingegen nur eine einzelne Impfung nötig. (bs)

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Dieser Artikel wurde am 16. Juli akutalisiert.

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