Eiltantrag der IG Gastro

Corona-Regelungen „völlig irrsinnig“: Gastroverein verklagt die Stadt Köln

+
Die Kölner Altstadt ist durch die Corona-Beschränkungen deutlich leerer als sonst.

Die IG Kölner Gastro verklagt die Stadt. Per Eilantrag will sie erreichen, dass die aus ihrer Sicht „völlig irrsinnige Hotspot-Regelung“ gekippt wird.

Köln – Man habe am Donnerstagmorgen eine Kanzlei beauftragt, Klage beim Verwaltungsgericht Köln einzureichen, teilte die Interessengemeinschaft auf Facebook mit.

Hintergrund: Weiterhin gilt wegen Corona an bestimmten Orten in Köln ein Alkoholverbot. So ist der Konsum zwischen 15 Uhr nachmittags und 6 Uhr morgens in Hotspots wie der Altstadt, dem Brüsseler Platz, dem Zülpicher Viertel und dem Rheinboulevard verboten. Diese Corona-Regeln galten auch während der Karnevalszeit in Köln.

Stadt Köln von IG Gastro verklagt – Stufenpläne zur Öffnung gefordert

Die IG Kölner Gastro bezeichnet das als „repressive Maßnahme“, da es das Alkoholverbot an anderen, belebteren Orten wie der Südstadt, Ehrenfeld und Nippes nicht gebe. „Es kann und darf nicht sein, das eine Pandemie als Begründung für völlig unwirksame Einschränkungen herhält“, schreibt die Interessengemeinschaft.

Sie fordert stattdessen Stufenpläne zur Öffnung von Handel, Gastronomie und Schulen sowie Schnelltests und „digitale Lösungen“. Man wolle „nicht länger akzeptieren“, dass die eigenen Ideen zur Lockerung der Corona-Beschränkungen nicht gehört würden, schreibt die IG weiter.

Statt Lockerungen führt die Stadt Köln derzeit Verschärfungen der Corona-Regelungen ein. So gilt in einigen Kölner Parks eine Maskenpflicht, außerdem ist nun auch die Darbietung von Straßenkunst verboten. Was sagt die Stadt zum Vorstoß der IG Kölner Gastro? Auf Anfrage des Kölner Express gab sie an, sich vorerst nicht äußern zu können. (mah)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion