Auch über Oster-Wochenende

Stadt sperrt Rheinboulevard in Köln – Schilder und Gitter machen auf Sperrung aufmerksam

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Wegen des schönen Wetters halten sich viele Menschen aktuell am Rheinboulevard auf. Die Stadt Köln kündigte an, den Bereich deshalb zu sperren.
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Die Stadt Köln sperrt den Rheinboulevard in Deutz. Mit Schildern, Gittern und Kontrollen überprüft die Stadt Köln die Einhaltung der Sperrung.

Update vom 1. April, 10:12 Uhr: Seit gestern ist der Rheinboulevard in Köln aufgrund der hohen Infektionszahlen teilweise gesperrt. Damit die Menschen die Sperrung am beliebten Ausflugsziel in Köln Deutz einhalten, hat die Stadt Schilder und Gitter aufgebaut. Am Mittwochabend kontrollierten Beamte zusätzlich die Einhaltung der Sperrung.

Der Zutritt ist zu folgenden Zeiten nicht mehr möglich:

  • Mittwoch, 31. März 2021: 18 bis 2 Uhr
  • Donnerstag, 1. April 2021: 18 bis 2 Uhr
  • Karfreitag bis einschließlich Ostermontag: 12 bis 2 Uhr
  • Dienstag, 6. April 2021: 18 bis 2 Uhr

Bei mehreren Twitter-Usern kommt die Aktion der Stadt nicht gut an. Unter einem Beitrag der Stadt Köln häufen sich die kritischen Kommentare: „Die Leute fahren nun übrigens einfach weiter an die Poller Wiesen. Gestern Abend war dort schon Chaos. Das Problem verschiebt sich also nur...“, bemerkt unter anderem ein Twitter-Nutzer. Auch an anderen beliebten Hotspots in Köln überprüfte das Ordnungsamt die Einhaltung der Coronaregelungen in Köln.

Stadt sperrt Rheinboulevard in Köln – auch über Ostern

Erstmeldung vom 30. März: Köln – In Köln ist das Wetter aktuell warm und frühlingshaft – dies lockt viele Menschen raus an den Rhein. Da die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregeln dort deshalb nicht möglich ist, hat die Stadt nun angekündigt, den Rheinboulevard ab dem morgigen Mittwoch (31. März) zu sperren. Heißt: Auch die Deutzer Freitreppe wird gesperrt.

In welchen Bereichen der Rheinboulevard genau gesperrt ist, hat die Stadt in zwei Karten eingezeichnet.

In diesem Bereich ist der Rheinboulevard auf der nördlichen Seite gesperrt. (Für größere Ansicht anklicken)

Coronavirus in Köln: Stadt sperrt Rheinboulevard – diese Regeln gelten außerdem in der Domstadt

Wegen der anhaltend hohen Wocheninzidenz von 129,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (Stand vom 30. März) gelten in Köln im Rahmen der „Notbremse“ aktuell wieder verschärfte Regeln. Eine „Lockdown-Ausnahme“ gibt es derzeit nur bei den Museen – städtische Museen dürfen demnach weiter offen bleiben, private Museen, wie das Schokoladenmuseum, müssen schließen. Dort, wo der Besuch weiterhin möglich ist, muss jedoch ein negatives Corona-Testergebnis vorgezeigt werden. Hier ein Überblick, wo Sie sich in Köln per Schnelltest testen lassen können.

In diesem Bereich ist der Rheinboulevard auf der südlichen Seite gesperrt. (Für größere Ansicht anklicken)

Die aktuellen Regeln im Überblick:

  • Museen bleiben von der Corona-Schließung im Rahmen der „Notbremse“ verschont. „Die städtischen Museen öffnen ab Mittwoch, 31. März, wieder für Publikum. Ein Besuch ist ausschließlich nach Voranmeldung für ein bestimmtes Zeitfenster und mit einem negativen Coronatest möglich. Der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests, der nicht älter sein darf als 24 Stunden“, so die Stadt Köln.
  • Bibliotheken müssen dagegen schließen und können lediglich ein digitales Angebot zur Verfügung stellen.
  • Der Kölner Zoo darf „einschließlich der Ausstellungsräume“ weiterhin für Besucher öffnen. Auch hier ist weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis und eine Online-Reservierung notwendig, um Zutritt zum Zoo zu erhalten. Ab dem 1. April können sich Besucher übrigens auch im Testzentrum vor dem Kölner Zoo per Schnelltest testen lassen.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind nun untersagt. Eine Ausnahme gibt es bei medizinisch notwendigen Leistungen, Friseurdienstleistungen und Leistungen der nichtmedizinischen Fußpflege sowie der gewerbsmäßigen Personenbeförderung.
  • Beim Sport gilt die Regel, dass ab Montag das Training für Kinder unter 14 Jahren nur noch in Gruppengrößen bis zehn Personen möglich ist. Gleiches betrifft Jugendmannschaften der Profisportvereine. Über 14-Jährige dürfen nur mit maximal einer Person aus einem weiteren Hausstand Sport machen. Eine Ausnahme gibt es an den Osterfeiertagen (siehe Kontaktbeschränkung).
  • Zudem gilt in Köln nun wieder ein verschärftes Kontaktverbot. Demnach darf man sich im öffentlichen und im privaten Raum wieder nur mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstands treffen. An den Osterfeiertagen (1. bis 5. April) gilt hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen jedoch eine Ausnahme. In diesem Zeitraum ist das Treffen von zwei Hausständen mit maximal fünf Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahre werden bei den neuen Kontaktbeschränkungen nicht mitgezählt.
  • Auch der Einzelhandel ist von der Notbremse betroffen. Geschäfte, die nicht-privilegierte Waren anbieten (z.B. Modeläden oder Elektrofachgeschäfte) müssen nun wieder auf „Click & Collect“ umstellen. Auch Baumärkte, der Großhandel und Geschäfte von Handwerkern, die nicht unter § 11 Abs. 1 Nr. 1-8 der Coronaschutz-Verordnung NRW fallen, müssen wieder schließen.

Köln: Das ist die aktuelle Corona-Lage – Herdenimmunität kann im September nicht mehr erreicht werden

Wie ernst die aktuelle Corona-Lage in Köln ist, machte zuletzt auch Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr, in einer Pressekonferenz des Krisenstabs deutlich. Er sagte, die Herdenimmunität könne im September nicht mehr sichergestellt werden. Der Grund dafür ist, dass es aktuell einen Lieferengpass bei dem Impfstoff von Astrazeneca gibt. (nb)

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