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Deutzer Hafen: Freiwillige Feuerwehr probt den Ernstfall – mit Disco-Nebel und Blitzlicht

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Die Severinsbrücke über den Rhein gesehen vom Colonius aus
Im Deutzer Hafen übt die Freiwillige Feuerwehr für den Ernstfall. © Christoph Hardt/Imago

Auf einem ehemaligen Firmengelände im Deutzer Hafen in Köln wird am Donnerstag ein Brand simuliert. Dabei gibt es kein echtes Feuer, dafür jede Menge Nebel für die Freiwillige Feuerwehr.

Köln – Achtung, Achtung, das IST eine Übung! Wer am Donnerstag (14. Oktober) in den Abendstunden Nebel oder Rauch über dem Deutzer Hafen aufsteigen sieht, muss sich erstmal keine Sorgen machen. Auch Blitzlicht ist kein Grund zur Beunruhigung. Dieser „Brand“ wird inszeniert – und zwar zu Übungszwecken.

Die Löscheinheit Kalk der Freiwilligen Feuerwehr Köln führt am Donnerstagabend eine Löschübung in Deutz durch. Die Kölner Stadtentwicklungsgesellschaft „moderne stadt“ stellt dafür das ehemalige Firmengelände von Remondis und die angrenzenden Hallen im Deutzer Hafen zur Verfügung.

Deutzer Hafen: Freiwillige Feuerwehr übt für den Ernstfall

Deutzer Hafen: Puppen und Schauspieler bei Feuerwehr-Übung im Einsatz

Das Setting, das für die Übung eingerichtet werden soll, erinnert zwar eher an ein Filmset, doch hier wird der Ernstfall geprobt. Ab 18 Uhr wird der Bereich mit Disco-Nebel vernebelt, teilt die „moderne stadt“ mit. „Dieser ist gesundheitlich völlig unbedenklich und simuliert die Rauchentstehung.“ Blitzleuchten sollen das Feuer darstellen. Insgesamt entstehe so eine „wirklichkeitsgetreue Darstellung eines Brandes“, so das Unternehmen.

Bei der Übung geht es auch um Menschenrettung. So sollen Übungspuppen platziert und Laienschauspieler in die Übung eingebunden werden. „Die Feuerwehrfrauen und -männer bewegen sich im Übungsbereich mit Atemschutzgeräten“, erklärt die „moderne stadt“.

Deutzer Hafen: Hier soll ein modernes Quartier entstehen

„Das Areal des Deutzer Hafens ist für die Freiwillige Feuerwehr Köln ideal, um Übungen zum Schutz vor Bränden und zur Abwehr von Gefahren durchzuführen“, erklärt Hendrik Rawe, Brandinspektor und Löschgruppenführer Köln-Kalk, in einer Mitteilung. „Insbesondere im Bereich der Innenstadt ist es für uns schwer, geeignete Übungsobjekte zu finden.“ Der Stadtentwicklungsgesellschaft dankt er für die Unterstützung.

Noch sind solche Aktionen im Deutzer Hafen möglich. In einigen Jahren könnte es schwierig werden, denn das Gebiet des ehemaligen Industriehafens wird komplett umgekrempelt. Bei dem Mega-Projekt im Deutzer Hafen soll ein neues Wohn- und Büroquartier entstehen. 24RHEIN zeigt, wie der Deutzer Hafen in einigen Jahren aussehen könnte. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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