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Deutzer Kirmes: „Es muss sich grundlegend etwas ändern“

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Von: Johanna Werning

Zwei Ordnungskräfte laufen über die Deutzer Kirmes in Köln.
Die CDU Köln hat eine Aktuelle Stunde zur Deutzer Kirmes beantragt © Jochen Tack/Imago

Die CDU Köln hat aufgrund des Ärgers rund um die Deutzer Kirmes eine Aktuelle Stunde beantragt – und spricht dabei sogar von einem neuen Kirmes-Standort.

Köln – Der Ärger um die Deutzer Kirmes geht weiter. Auch die CDU in Köln hat sich eingeschaltet und eine Aktuelle Stunde in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt beantragt. „Grund dafür sind die Geschehnisse auf und um die Deutzer Kirmes – unter anderem Polizeieinsätze, Vermüllungen und Lärmbelästigungen – sowie die massive Kritik der Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärte Mario Schmitz, der zuständige CDU-Bezirksvertreter für Deutz.

CDU Köln will Konzept Deutzer Kirmes „auf Prüfstand“ stellen – Aktuelle Stunde beantragt

Die Aktuelle Stunde wurde für die nächste Sitzung am Donnerstag, 2. Juni, beantragt. „Dabei haben wir auch darum gebeten, dass Vertreter der beteiligten Akteure vor Ort sein und zu Wort kommen sollen. Die dokumentierten Zustände dürfen nicht weiter toleriert werden“, betont Schmitz gegenüber 24RHEIN.

Vorwürfe und Kritik zur Deutzer Kirmes: Das ist bei der Osterkirmes 2022 passiert

► Immer mehr Menschenmassen strömen während der Kirmestage zur Deutzer Kirmes. Dabei sind die Besucher teilweise aggressiv

► Am Familientag (Mittwoch, 20. April) kam es dann zu einer „Tumultlage“, auf dem Kirmesgelände, den angrenzenden Seitenstraßen und am Rheinboulevard. Die Stimmung sei am Mittwoch „aufgeheizt und aggressiv“ gewesen, erklärte ein Sprecher der Polizei Köln gegenüber 24RHEIN.

► Nicht das einzige Problem: Auch Müll und Dreck nehmen immer mehr zu. Genau wie das Verkehrschaos rund um die Deutzer Kirmes.

► Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben darum genug: Sie fordern Lösungen von Stadt, Polizei, Schaustellern und Politik.

Geplant sei für die Aktuelle Stunde ein „sachliches und konstruktives“ Gespräch mit Anwohnern, Polizei, Ordnungsamt, Schaustellern und Bürgerinitiativen, so der CDU-Politiker weiter. „Die Geschehnisse müssen vollständig aufgeklärt und das gesamte Konzept ‚Deutzer Kirmes‘ auf den Prüfstand gestellt werden.“ Außerdem sollen die Fragen „Was ist falsch gelaufen? Warum?“ und „Wie hätte es vermieden werden können?“ beantwortet werden. „Es braucht neue Lösungen, um in Zukunft die Anwohnerinnen und Anwohner von derartigen Auswüchsen besser zu schützen“, sagte der 27-Jährige. Aber wie soll das gelingen?

Nach Ärger rund um Deutzer Kirmes: CDU Köln fordert Maßnahmen

„Als Maßnahmen ist für uns zurzeit vieles denkbar, von einem neuen Ordnungs- und Sicherheitskonzept bis notfalls sogar hin zum Äußersten, einer Verlegung der Kirmes.“ Zwar sei die Kirmes „Teil der Deutzer Kultur“, jedoch habe „der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner oberste Priorität“, betonte Schmitz weiter. „So wie aktuell ist die Situation für die dort lebenden Bewohner unerträglich und kann so nicht bleiben. Es muss sich grundlegend etwas ändern!“

Deutzer Kirmes: Bezirksbürgermeister Hupke gegen Verlegung – stattdessen Bürgerversammlung

Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) sieht das anders: Man müsse zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden, sagte der Grünen-Politiker zuletzt im Gespräch mit 24RHEIN. Zwar gäbe es Müll und Dreck rund um die Deutzer Kirmes. „Dafür können aber die Schausteller nichts. Die bauen Toiletten und Mülleimer auf.“

Ursache seien vielmehr die Jugendlichen. „Die sind heute einfach anders drauf.“ Eine Verlegung der Kirmes kommt für den 72-Jährigen daher nicht infrage. Man müsse die Probleme anders in den Griff bekommen: zum Beispiel mit mehr Polizei, Sicherheitskräften und einem besseren Konzept. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wurde zuletzt am 31. Mai aktualisert.

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