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Ebertplatz Köln: Restaurants, KVB und Parken – ein Platz mit Ecken und Kanten

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Von: Sofia Popovidi

Der Ebertplatz wurde vom Brennpunkt zum Ort des kulturellen Geschehens. Seit 2018 arbeitet die Stadt Köln und Freiwillige daran, den Platz wieder beliebter zu machen. Er hat nämlich viel zu bieten.

Köln – Der Ebertplatz in Köln ist der größte Platz der innerstädtischen Ringstraße und verbindet somit den Hansaring mit dem Theodor-Heuss-Ring. Er gehört zum Stadtteil Neustadt-Nord (Köln-Innenstadt) und durch seinen futuristischen Brunnen zu erkennen. Bis vor ein paar Jahren hatte der Ebertplatz einen eher negativen Ruf, dies versuchen Initiativen, Anwohner und Arbeitsgruppen gemeinsam mit der Stadt Köln zu ändern.

Ebertplatz Köln
OrtsteilNeustadt-Nord
KVB-Linien12, 15, 16, 18, 127, 140
ParkplätzeMaybachstraße, Hansaring

Der Ebertplatz in Köln früher und heute

Im 19. Jahrhundert stand an Stelle des Ebertplatz ein Sicherheitshafen, der als Hochwasserschutz diente. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser dann aber wieder zugeschüttet. Zu dieser Zeit wurden die Kölner Ringe und die Ringstraße bereits geplant und vom Städtebauer Hermann-Joseph Stübben nach Vorbild des Pariser Boulevards gebaut. Somit bildete der Ebertplatz den Anfang des Deutschen Ringes, heute auch als Theodor-Heuss-Ring bezeichnet.

Den Namen Ebertplatz erhielt er 1950 nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert. In den 1970er Jahren wurden die Bauarbeiten für die Grundform des Ebertplatzes gestaltet. Dazu zählen die unterirdische Passage, der Springbrunnen, der Park und das Pflanzenkonzept, aber auch die betonartige Architektur (Brutalismus).

Mit den Jahren wurde der Platz aber immer mehr vernachlässigt: Der Springbrunnen funktionierte nicht mehr und einige Rolltreppen wurden aus Kostengründen außer Betrieb genommen. Der Ebertplatz wurde mit der Zeit auch immer häufiger von Alkoholikern, Dealern und Drogenabhängigen aufgesucht, weswegen er einen schlechten Ruf bekam und Menschen ihn eher mieden.

Besucher erfrischen sich am Brunnen auf dem Ebertplatz in Köln.
Der Ebertplatz in Köln: Neben Restaurants hat der Platz auch einen schönen Brunnen zu bieten. © Christoph Hardt/Imago

Seit 2018 engagieren sich Initiativen, aber auch Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Stadt Köln für Konzepte und Projekte, um dem Ebertplatz einen besseren Ruf zu verschaffen. Vor allem aber soll er wieder zu einem sicheren Ort gemacht werden. Diese Projekte äußern sich in Form von gestalterischer Aufwertung. Außerdem wurde der schöne Theodor-Heuss-Park, direkt am Ebertplatz, grüner gestaltet. Um die Wasserkinetische Brunnenanlage, der jetzt wieder läuft, wurde sich auch gekümmert. Für mehr Gastronomie in der Umgebung wurde ebenfalls gesorgt.

Wie komme ich zum Ebertplatz?

Der Ebertplatz ist mit zahlreichen Linien der KVB zu erreichen. Sowohl die 12, 15, 16 und 18, als auch die Buslinien 127 und 140 erreichen die Haltestelle „Ebertplatz“. Alle Straßenbahnen fahren hier unterirdisch lang. Auch an Parkmöglichkeiten für Autofahrer mangelt es nicht. So findet man beispielsweise an der Maybachstraße ein Parkhaus, aber auch im Parkhaus des Mediaparks und Kinos kann für 1,50 Euro pro Stunde viele weitere Parkplätze am Hansaring. Vom Hansaring sind es nur wenige Minuten zum Ebertplatz.

Köln: Diese Linien fahren die Haltestelle „Ebertplatz“ an

Ebertplatz Köln: Restaurants, Bars und Kino

Am Ebertplatz findet man Restaurants mit verschiedensten Länderküchen. Japanisch, Nigerianisch, Indisch, Italienisch oder Orientalisch. Auch auf ein Gläschen Wein, ein kühles Kölsch oder einen Cocktail kann man sich in der Nähe des Ebertplatz verabreden, beispielsweise bei „Kattwinkel“, „Greesberger Wirtschaft“ oder dem „King George“.

Überblick über Restaurants und Bars am Ebertplatz

Ein besonderes Highlight ist vor allem das englischsprachige Kino „Metropolis“. Hier kann sowohl beim Eintritt als auch bei den Snacks gespart werden: Unter der Woche kostet der Eintritt 5,50 Euro und am Kinotag (Donnerstag) sogar nur 4,50 Euro. Hier gibt es die neuesten Filme in Originalfassung, aber auch mit Untertiteln und in deutscher Sprache. (spo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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