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Heumarkt Köln: Sehenswürdigkeiten, KVB und Brauhäuser

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Von: Sofia Popovidi

Der Heumarkt in Köln mit der König Wilhelm Statue und den vielen Restaurants drumherum
Das Reiterstandbild des König Friedrich Wilhelm III.: Ein Wahrzeichen für den Heumarkt in Köln. © claudiodivizia/IMAGO

Der Heumarkt gehört zu den beliebtesten und belebtesten Plätzen Kölns und gilt als Verkehrsknoten für Autofahrer und der KVB. Aber auch viel Kulinarisches und Kulturelles hat der Heumarkt zu bieten.

Köln – Zu den größten Plätzen Kölns zählt definitiv der Heumarkt, der sich im Norden der Kölner Altstadt befindet und in der Nähe des Rheins liegt. Mit seinen zahlreichen Brauhäusern und Restaurants, lädt der in der Köln Innenstadt gelegene Heumarkt dazu ein, ein kühles Kölsch zu trinken oder einen Halve Hahn zu probieren.

Heumarkt Köln
Größe16.400 m²
OrtsteilAltstadt-Nord
KVB-Linien1, 7, 9 und 5 (Bus: 133, 132 und 106)
ParkhausMarkmannsgasse 3, jede Stunde 3,50 Euro

Der Heumarkt und seine Geschichte: Früher ein Sumpf – jetzt ein beliebter Platz

Die Geschichte vom Heumarkt geht zurück bis 50 nach Christus. Als Köln noch eine römische Kolonie war, lag an Stelle des Heumarkts ein Sumpf. Später, als der Sumpf trocken gelegt wurde, entwickelte sich der Heumarkt dann zu einem Handelsplatz. Wie man aus dem Namen schon raushören kann, wurde damals vor allem mit Heu gehandelt, das die Bauern an die Bürger und Bürgerinnen verkauft haben. Anfänglich zählten der Alter Markt und der Heumarkt zu einem Marktplatz, diese wurden dann aber im 16. Jahrhundert separiert.

Einige besondere Gebäude, die im 18. und 19. Jahrhundert auf dem Heumarkt erbaut wurden, waren unter anderem das Börsengebäude, weswegen der Heumarkt eine Zeit lang „Börsenplatz“ genannt wurde. Auch gab es ein Theater am Heumarkt, in dem die Affäre zwischen dem gefürchteten Casanova und der Ehefrau des Bürgermeisters anfing. An der Adresse Heumarkt 65 befand sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Redaktion, in der Marx und Engels die „Neue Rheinische Zeitung“ publizierten. Jedoch wurden durch den 2. Weltkrieg viele dieser historischen Gebäude zerstört. Das Haus Zims am Heumarkt 77, Ecke Seidenmachergäßchen, blieb erhalten. Hier befindet sich heute das Gasthaus Gilden im Zims „Heimat Kölscher Helden“.

Der Heumarkt und seine Sehenswürdigkeiten

Auf dem Platz findet man zwei geschützte Denkmäler: Zum einen das Reiterstandbild mit Friedrich Wilhelm III. von Preußen, das zwischen 1864 und 1878 erbaut wurde, und das seit 1986 denkmalgeschützte Eckhaus „Zum Goldenen Fuß“, an dessen Stelle einst Gebäude der römischen Kolonie standen. Nur wenige Gehminuten liegt auch schon der Alter Markt, der zur Altstadt gehört. Ein Highlight am Alter Markt ist der besonders schön verzierte Rathausturm.

Heumarkt: Anfahrt mit der KVB und dem Autos

Der Heumarkt ist sowohl mit dem Auto als auch mit der KVB gut erreichbar, da er sehr zentral liegt. So kann man die Linie 1,7,9 und die 5, die unterirdisch ist, nehmen oder mit den Buslinien 106, 132 und 133 fahren. Autofahrer kommen über den Heumarkt direkt in die Innenstadt. Ein Parkhaus gibt es direkt unter dem Platz, dort kostet jede angefangene Stunde 3,50 Euro.

Vor allem stellt die Deutzer Brücke, die direkt am Heumarkt liegt, eine direkte Verbindung zwischen der rechtsrheinischen und linksrheinischen Seite her. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer können gemütlich über die Brücke fahren und in nur wenigen Minuten die Schildergasse oder Köln-Deutz erreichen.

Köln: Diese KVB-Linien fahren die Haltestelle „Heumarkt“ an

Brauhäuser und Restaurants am Heumarkt Köln

Der Heumarkt hat viel Kulinarisches zu bieten, von Brauhäusern, Restaurants bis hin zu echten kölschen Kneipen. Die Brauerei zur Malzmühle beispielsweise ist die zweitälteste Brauerei Kölns. Hier gibt es Sauerbraten, Gulaschsuppe und natürlich: Kölsch. Auch das Bierhaus en d‘r Salzgasse ist ein besonderer Hingucker mit seinem urigen Ambiente. Hier gibt es leckeres Päffgen-Kölsch und Himmel und Ääd. Auch das Gilden im Zims besitzt viele verschiedene Kölsch-Spezialitäten, das typische Kölner Bier. Umgeben von Mauern aus dem 12. Jahrhundert, kann man es sich richtig gemütlich machen.

Das Gilden im Zims ist eine bekanntes kölsches Brauhaus am Heumarkt in Köln.
Umgeben von Mauern aus dem 12. Jahrhundert – Das Gilden im Zims am Heumarkt © Sascha Steinach/IMAGO

Weihnachtsmärkte, Karneval und Feste auf dem Heumarkt

Der Heumarkt ist nicht nur Knotenpunkt für den Verkehr, auch ist er ein beliebter Ort für Veranstaltungen aller Art. Der Weihnachtsmarkt „Heinzels Wintermärchen“ öffnet jedes Jahr Ende November seine Türen für zahlreiche Besucher und Besucherinnen. Auch wenn der Kölner Karneval wieder startet, gibt es auf dem Heumarkt buntes Programm mit Bühne und verschiedenen musikalischen Acts. Weitere beliebte Feste sind das Weinfest, das jedes Jahr im Frühsommer stattfindet, und das Kölner Altstadtfest im August. (spo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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