1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Corona-Booster im Impfzentrum: Wüst wird deutlich – „kann man nicht mehr helfen“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martin Henning

Wüst spricht am Impfzentrum an der Lanxess Arena.
NRW-Ministerpräsident Wüst spricht am Impfzentrum in Köln. © Martin Henning/24RHEIN

Henriette Reker hat gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst das neue Impfzentrum an der Lanxess Arena besucht. „Köln war immer sehr engagiert“, sagte Wüst.

Köln – Die Stadt Köln zündet den Impfturbo. Ab sofort soll es pro Woche 15.000 statt bisher 8000 Impfangebote geben. Dafür soll auch das neue Drive-In-Impfzentrum an der Lanxess-Arena sorgen, das am Dienstag eröffnet wurde. Das Prinzip: Mit dem Auto zur Arena, in eine der Kabinen gehen und Impfung bekommen. Ein weiterer Versuch, die stetig steigenden Corona-Zahlen in Köln in den Griff zu bekommen.“ „Das Impfen ist die entscheidende Waffe im Kampf gegen Corona“, sagte Wüst am Dienstagvormittag an der Lanxess Arena.

Corona-Impfungen: Wüst lobt – „Köln war immer sehr engagiert“

Zur Eröffnung ließ sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker nicht bitten: Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst besuchte sie das neue Impfzentrum. „Wir haben in Köln immer versucht, vor die Lage zu kommen. Wir haben früh die mobilen Impfungen in den vulnerablen Stadtteilen durchgeführt“, sagte Reker.

„Köln war immer sehr engagiert in dieser Pandemie. In einer Millionenstadt ist die Herausforderung besonders groß. Ich möchte ganz herzlich danke sagen an Sie, Frau Oberbürgermeisterin und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, lobte Wüst die Stadt. Doch er wählte auch deutliche Worte und rief zu weniger Bürokratie beim Impf-Prozedere auf. „Wer jetzt den Knall nicht gehört hat, dem kann man nicht mehr helfen.“

Impfzentrum an der Lanxess-Arena in Köln: Wie bekomme ich Termin?

Köln: Corona-Impfung an der Lanxess-Arena nur mit Auto?

Um das neue Impfzentrum an der Lanxess-Arena gab es im Vorfeld auch Kritik: Dass nur Autofahrende die Impfung in Deutz erhalten können, stieß einigen sauer auf. So auch der Kölner Fraktion der Partei. Sie forderte in einem Antrag an die Stadt, das Impfangebot auch ohne Autopflicht nutzbar zu machen. Ihr kurioser Vorschlag: eine Impfbimmelbahn, die durch das Impfzentrum fährt.

Menschen warten an der Lanxess Arena vor einem Zelt, um die Corona-Impfung zu erhalten.
Mit dem Auto vorfahren, aussteigen und in die Kabine gehen: So funktioniert die Corona-Impfung an der Lanxess Arena. © Martin Henning/24RHEIN

Tatsächlich ist es so, dass Impflinge mit dem Auto vorfahren, dann aussteigen und in eine der Kabinen gehen, um dort ihre Corona-Impfung zu erhalten.

Corona-Impfzentrum in Köln: Reker und Wüst besuchen Lanxess Arena

OB Reker und Ministerpräsident Wüst gaben sich beim gemeinsamen Termin harmonisch. Sicher ist sicher – hatte Wüst in einem „Spiegel“-Interview vom Freitag doch recht deutlich gemacht, dass der 11.11. in Köln aus seiner Sicht nicht optimal verlief. „Wir haben noch im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt die Regeln verschärft. Zur Vorsicht gehört, dass die notwendigen Regeln auch konsequent umgesetzt und auch kontrolliert werden. Das ist leider nicht überall erfolgt“, sagte Wüst dort.

Dabei meinte er wohl vor allem die Bilder von der überfüllten Zülpicher Straße, die durch das Land gingen. Zuvor hatte schon Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gewarnt, Karneval könnte zum „Superspreader-Event“ werden. Doch Henriette Reker hatte das Feiern der Jecken verteidigt – übrigens ebenso wie Ministerpräsident Wüst vor seinem Interview. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant